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Nachrichten

08.08.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:29

Nachrichten von Freitag, 8. August 2014 – langsam gesprochen als MP3

Obama ordnet Luftangriffe gegen Dschihadisten im Nordirak an:

Nach langem Zögern hat US-Präsident Barack Obama grünes Licht für Luftangriffe gegen die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) im Norden des Irak gegeben. Obama erteilte dem Militär den Befehl für "gezielte Luftangriffe", um in der Region eingesetzte US-Militärberater zu schützen und ein Massaker an der Zivilbevölkerung zu verhindern. Außerdem ordnete er den Abwurf von Hilfsgütern für die belagerten Jesiden an. Mit dem Militäreinsatz will Obama nach eigenen Angaben den Vormarsch der Islamisten auf Erbil stoppen. In der Hauptstadt der autonomen Kurdenregion im Nordirak haben US-Militärberater ein gemeinsames Einsatzzentrum mit der irakischen Armee eingerichtet. Nach der Einnahme der Stadt Sindschar durch die Dschihadisten vor einigen Tagen waren tausende Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden in die unwirtliche Bergregion geflüchtet und werden von den IS-Kämpfern belagert. Sie haben laut UN kaum Wasser und Lebensmittel.

Hamas verlängert Feuerpause nicht - wieder Raketenbeschuss :

Die radikalislamische Hamas hat eine Verlängerung der dreitägigen Feuerpause im Gazastreifen abgelehnt. Das teilten zwei ranghohe Vertreter der Palästinenser-Organisation in der ägyptischen Hauptstadt Kairo mit, wo indirekte Verhandlungen mit Israel über eine dauerhafte Waffenruhe liefen. Israel habe nicht eingewilligt, die Blockade des Gazastreifens zu beenden, so die Hamas-Vertreter zur Begründung. Bereits vor Ablauf der 72-stündigen Feuerpause um 07.00 Uhr MESZ waren nach Armeeangaben erneut Raketen aus dem Gazastreifen im Süden Israels eingeschlagen. Über Aschkelon wurde ein Geschoss abgefangen. In mehreren Städten heulten die Alarmsirenen. Die Hamas bestritt, für den Raketenbeschuss verantwortlich zu sein.

NATO warnt Russland vor Intervention in der Ukraine:

NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat bei einem Besuch in Kiew der Ukraine die Unterstützung des westlichen Militärbündnisses zugesichert. Die NATO stehe bereit, der Ukraine mit Beratern und anderen Mitteln zu helfen, sagte Rasmussen. Er warf Russland vor, das Nachbarland weiter zu destabilisieren und die prorussischen Separatisten zu unterstützen. Er forderte Russland auf, seine Truppen von der Grenze zurückzuziehen und warnte Moskau vor einer Intervention. Die ukrainische Armee weitete derweil ihre Offensive zur Rückeroberung der Stadt Donezk aus. Dabei beschoss die Armee erstmals das Stadtzentrum. Die Separatisten schossen ein weiteres Kampfflugzeug ab. Der Pilot konnte die Maschine noch in unbewohntes Gebiet steuern und sich mit dem Fallschirm retten.

Iran nennt Atomgespräche mit USA konstruktiv:

Der Iran und die USA haben die bilateralen Gespräche über das iranische Atomprogramm als konstruktiv, gut und positiv bezeichnet. Einzelheiten wollte aber keine der beiden Delegationen nennen. Unklar blieb auch, ob die Verhandlungen an diesem Freitag fortgesetzt werden. Nach einem Übergangsabkommen vom November vergangenen Jahres ringen der Iran und die fünf UN-Veto-Mächte sowie Deutschland (5+1-Gruppe) um ein endgültiges Abkommen. Da der Iran bei den bisherigen Verhandlungen vor allem mit den USA Differenzen hatte, hatte Teheran auch Verhandlungen außerhalb des 5+1-Rahmens vorgeschlagen. Teheran fordert für sein Atomprogramm eine angemessene Kapazität und eine entsprechende Anzahl von Zentrifugen zur Urananreicherung. Die USA wollen beides möglichst gering halten, um ein mögliches Atomwaffenprogramm des Iran zu verhindern.

Argentinien verklagt USA wegen Schuldenstreit:

Im Schuldenstreit mit den US-Hedgefonds hat Argentinien beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag Klage eingereicht. Das teilte die Regierung in Buenos Aires mit. Das Land sieht durch die Anordnung des New Yorker Bundesrichters Thomas Griesa seine staatliche Souveränität verletzt, eine Umstrukturierung seiner Auslandsschulden umzusetzen. Der IGH bestätigte den Eingang der Klage. Das höchste UN-Gericht erklärte aber, es könne den Fall erst dann bearbeiten, wenn die USA zuvor dessen Zuständigkeit anerkennen würde. Bundesrichter Griesa ordnete derweil für diesen Freitag eine weitere Anhörung an. Die Parteien streiten um die Rückzahlung von Altschulden. Die Hedgefonds hatten in der vergangenen Woche einen Kompromiss des südamerikanischen Landes zurückgewiesen. Die Weigerung hatte Argentinien zum zweiten Mal innerhalb von 13 Jahren in eine Zahlungsunfähigkeit gedrängt.

Doppelte Hurrikan-Gefahr für Urlauberparadies Hawaii :

Mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometern und Regen haben erste Vorboten des Hurrikans "Iselle" Hawaiis Hauptinsel erreicht. Dies berichteten amerikanische Sender. Gleich zwei tropische Wirbelstürme bedrohen das Urlauberparadies. Die Behörden haben für die US-Pazifikinseln eine Wirbelsturmwarnung ausgerufen. Viele Flüge wurden gestrichen, mehr als 600 Menschen suchten Schutzräume auf. Auf Hurrikan "Iselle" soll am Sonntag Hurrikan "Julio" folgen. Dieser wurde nach Angaben des Nationalen Hurrikan-Zentrums zu einem Sturm der Kategorie 3 hochgestuft.

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