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Nachrichten

08.08.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Mutmaßliche militante Islamisten haben auf der Halbinsel Sinai ein weiteres Mal ägyptische Grenzsoldaten angegriffen. Die Bewaffneten hätten zeitgleich mehrere Kontrollposten der ägyptischen Armee und der Polizei in der Stadt Al-Arish unter Beschuss genommen, teilten Militärs mit. Sechs Menschen wurden dabei verletzt. Als Reaktion feuerten ägyptische Kampfhubschrauber wenige Stunden später Raketen auf die Angreifer ab. Das staatliche Fernsehen meldete, 20 feindliche Kämpfer seien getötet worden. Es sei das erste Mal seit dem Krieg gegen Israel 1973 gewesen, dass die Streitkräfte in dem Gebiet Raketen eingesetzt hätten. - Am Sonntag waren 16 ägyptische Soldaten an der Grenze zu Israel und dem Gazastreifen getötet worden, als vermummte Attentäter dort Grenzposten angriffen. Der Vorfall belastete das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen Ägypten und Israel weiter. Die israelische Regierung rief die Führung in Kairo auf, die Grenze zum Gazastreifen besser zu bewachen.

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Der Iran hat sich demonstrativ an die Seite des syrischen Machthabers Baschar al-Assad gestellt. Der iranische Spitzenpolitiker Said Dschalili stattete dem Staatschef einen Besuch in Damaskus ab und hob nach Agenturberichten die enge Allianz beider Länder hervor. Dschalili beriet sich in der syrischen Hauptstadt auch wegen der Verschleppung einer iranischen Pilgergruppe durch Rebellen in Syrien. Teheran werde alle zu Gebote stehenden Mittel einsetzen, um die Geiseln freizubekommen. Die Aufständischen unterstellen den Entführten, Agenten der iranischen Revolutionsgarden zu sein. - In der Stadt Dschandar nahe der Rebellenhochburg Homs haben bewaffnete Männer bei einem Überfall auf die Beschäftigten eines Kraftwerks mindestens 16 Menschen getötet.

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Das italienische Parlament hat den Weg für neue Sparmaßnahmen freigemacht. Für das Gesetz stimmten 371 Abgeordnete, 86 waren dagegen und 22 enthielten sich. Allein in diesem Jahr will Regierungschef Mario Monti noch 4,5 Milliarden Euro einsparen. Bis Ende 2014 sollen es 26 Milliarden Euro sein. Ein Großteil der Kürzungen betrifft den Gesundheitsbereich und den öffentlichen Dienst, wo viele Stellen gestrichen werden sollen. Auf die ursprünglich für Oktober geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer von 21 auf 23 Prozent wird vorerst verzichtet. - Trotz der Reformanstrengungen kommt die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone aus der Rezession nicht heraus. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging von April bis Juni das vierte Quartal in Folge zurück, und zwar um 0,7 Prozent.

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Die Ratingagentur Standard & Poor's hat den Ausblick für die Kreditwürdigkeit Griechenlands auf "negativ" gesenkt. Das Land werde vermutlich weitere Hilfen benötigen, teilte die US-Agentur mit. Standard & Poor's geht davon aus, dass die griechische Wirtschaft bis 2013 um zehn bis elf Prozent schrumpfen wird. Griechenlands Finanzminister Yannis Stournaras hatte zuvor erklärt, dass das geplante neue Sparpaket in Höhe von 11,5 Milliarden Euro noch nicht endgültig ausgearbeitet sei. Diese neuen Einsparungen sind Bedingung der Gläubiger des hochverschuldeten Landes im Gegenzug für neue Milliarden-Hilfen.

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Im Prozess gegen die Mitglieder der russischen Punkband Pussy Riot werden an diesem Mittwoch die Schlussplädoyers gehalten. Möglicherweise wird das Gericht auch bereits das Urteil in dem international umstrittenen Verfahren gegen die drei Frauen im Alter zwischen 22 und 29 Jahren sprechen. Die Staatsanwaltschaft fordert drei Jahre Gefängnis wegen Rowdytums. Mit ihrem Protest gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin in der Moskauer Christus-Erlöser-Kathedrale hätten die Frauen die Gefühle der Gläubigen verletzt. - In Berlin kritisierten mehr als 100 Bundestagsabgeordnete den Prozess als politisch motiviert. Bei einem Konzert in Moskau vor mehr als 20.000 Menschen verlangte US-Popstar Madonna die Freilassung der Mitglieder von Pussy Riot.

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