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Langsam gesprochene Nachrichten

08.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:30

Nachrichten von Samstag, 8. Juli 2017 – langsam gesprochen als MP3

Polizei rückt in Hamburger Schanzenviertel vor - Lage beruhigt sich:

Nach den massiven Ausschreitungen am Rande des G20-Gipfels hat die Polizei in der Nacht das Hamburger Schanzenviertel rund um die Autonomen-Hochburg Rote Flora gestürmt. Mit Sturmgewehren bewaffnete Spezialeinheiten rückten in die Straße Schulterblatt vor, in der das seit Jahrzehnten besetzte Theater liegt. Die Polizei war mit Wasserwerfern, Tränengas und Schlagstöcken im Einsatz. Die Einsatzkräfte löschten brennende Barrikaden und gingen gegen Randalierer vor. Diese hatten die Beamten zuvor mit Steinen und Farbbeuteln beworfen, Scheiben eingeschlagen, Läden geplündert und Böller gezündet. Nahe der Altonaer Straße war ein Supermarkt von rund 500 Menschen geplündert und in Brand gesteckt worden. Bei dem Großeinsatz wurden 13 Personen festgenommen. Die Polizei sprach von etwa 1500 Randalierern, die an den Krawallen am Schulterblatt beteiligt waren. Fast 200 Beamte der Polizei wurden demnach verletzt, niemand davon schwer. Erst am frühen Samstagmorgen beruhigte sich die Lage wieder. Der zuvor eingestellte S-Bahn-Betrieb und der Fernverkehr der Bahn konnten wieder aufgenommen werden.

 

USA fliegen Manöver nahe Nordkorea:

Zwei US-Langstreckenbomber sind für ein gemeinsames Abschreckungsmanöver mit der südkoreanischen und der japanischen Luftwaffe in die Nähe der nordkoreanischen Grenze entsandt worden. Die zehnstündige Übung sei eine Reaktion auf Nordkoreas jüngsten Test einer ballistischen Interkontinentalrakete und das Atomprogramm des Landes, teilte das US-Militär mit. Die Flugzeuge seien bis an die militärische Demarkationslinie zwischen den verfeindeten Nachbarstaaten herangeflogen, meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Gemeinsam hätten die Piloten einen Angriff auf nordkoreanische Ziele simuliert. Ein US-Luftwaffengeneral erklärte, Nordkoreas Vorgehen sei eine Bedrohung für die Verbündeten und Partner der USA. Man stehe für den Ernstfall bereit, um das "volle tödliche Potenzial" der alliierten Streitkräfte "zu entfesseln", hieß es. Nordkorea hatte am Dienstag erstmals eine Interkontinentalrakete getestet. US-Präsident Donald Trump drohte Machthaber Kim Jong Un daraufhin mit einer harten Reaktion.

 

USA und Russland vereinbaren Waffenstillstand für Südwestsyrien:

US-Präsident Donald Trump ist am Rande des G20-Gipfels in Hamburg mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin zusammengetroffen. Bei dem zweieinhalb Stunden dauernden Gespräch einigten sich die beiden Staatschefs auf eine Waffenruhe für den Südwesten Syriens. Diese werde am Sonntag in Kraft treten, kündigte US-Außenminister Rex Tillerson an - und sprach von einem "ersten Erfolg" in Syrien. Auch über den Vorwurf der Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf hätten Trump und Putin gesprochen, so Tillerson. Der russische Präsident habe den Vorwurf zurückgewiesen. Laut dem US-Außenminister hat Trump ein stärkeres Engagement Russlands im Korea-Konflikt gefordert. Auch der Konflikt in der Ukraine, der Kampf gegen den Terrorismus und Cybersicherheit wurden thematisiert. Es war das erste direkte Gespräch zwischen dem US-Präsidenten und dem Kremlchef.

 

Deutscher Krebsspezialist besucht chinesischen Dissidenten Liu Xiaobo:

Nach Angaben der Hongonker Zeitung "South China Morning Post" hat ein deutscher Krebsspezialist im nordchinesischen Shenyang den todkranken Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo besucht. China hatte einen deutschen und einen amerikanischen Arzt eingeladen, sich einen Überblick über den Gesundheitszustand des 61-Jährigen zu verschaffen. Der an Leberkrebs erkrankte Liu war zuvor "aus medizinischen Gründen" aus dem Gefängnis ins Krankenhaus verlegt worden, wird aber weiterhin streng überwacht. Der Bürgerrechtler hatte sich für Demokratie und Menschenrechte in China eingesetzt und war 2009 wegen "Untergrabung der Staatsgewalt" zu elf Jahren Haft verurteilt worden. 2010 wurde er mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Die chinesischen Behörden hatten zuletzt seinen Wunsch abgelehnt, mit seiner unter Hausarrest stehenden Frau Liu Xia zur Behandlung ins Ausland reisen zu dürfen.

 

Griechenland bekommt versprochene Hilfsgelder kommende Woche:

Drei Wochen nach der Einigung auf die nächste Finanzhilfe für Griechenland hat der Euro-Rettungsschirm der Auszahlung der vereinbarten 8,5 Milliarden Euro zugestimmt. Schon am Montag sollen 7,7 Milliarden Euro an Athen fließen. 6,9 Milliarden Euro benötigt das hochverschuldete Land, um Altkredite an die Europäische Zentralbank (EZB) zurückzuzahlen. 800 Millionen Euro kann es verwenden, um Außenstände im eigenen Land zu bezahlen. Zum 1. September könnten weitere 800 Millionen Euro zur Begleichung entsprechender Außenstände fließen. Bis dahin muss die Regierung in Athen allerdings bei der Begleichung Fortschritte gemacht haben. Seit Ausbruch der Krise 2010 haben der Europäische Rettungsfonds und der Vorläuferfonds EFSF nach offiziellen Angaben mehr als 181 Milliarden Euro für Griechenland bereitgestellt. Das dritte Hilfsprogramm läuft im Sommer 2018 aus.

 

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