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Nachrichten

08.07.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:48

Nachrichten von Dienstag, 8. Juli 2014 – langsam gesprochen als MP3

Konflikt zwischen Israel und Palästinensern eskaliert:

Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern hat sich weiter zugespitzt. In der Nacht flog die israelische Luftwaffe Dutzende Angriffe auf Ziele im Gazastreifen. Ziel waren Kämpfer der radikalislamischen Hamas. Palästinensischen Angaben zufolge gab es neun Verletzte. Am Montag hatte die Hamas mehr als 80 Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert. Damit wollte sie eigenen Angaben zufolge Vergeltung für den Tod von neun Palästinensern üben. Israel hatte daraufhin angekündigt, 1500 Reservisten zu mobilisieren. - In Israel ist es im Streit über das richtige Vorgehen angesichts der Eskalation der Gewalt zu einer Regierungskrise gekommen. Außenminister Avigdor Lieberman brach das Bündnis seiner Partei mit dem regierenden Likud. Allerdings wolle seine Fraktion in der Koalition von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bleiben.

USA und Frankreich fordern von Russland mehr Druck auf die Separatisten in der Ukraine:

Die USA und Frankreich haben in der Ukraine-Krise ein baldiges weiteres Treffen der Kontaktgruppe gefordert. Das teilte der Präsidentenpalast in Paris nach einem Telefonat zwischen Staatschef Francois Hollande und US-Präsident Barack Obama mit. Dort solle "so schnell wie möglich" ein beidseitiger Waffenstillstand zwischen den prorussischen Separatisten und der Regierung in Kiew verhandelt werden. Russland werde aufgefordert, die Separatisten in der Ostukraine zu einer Waffenruhe zu bewegen. - Die Europäische Union plant Diplomaten in Brüssel zufolge offenbar eine Ausweitung der Sanktionen gegen Russland. Im Gespräch seien Einreisebeschränkungen und Kontensperrungen gegen weitere Personen aus den Kreisen der moskautreuen Separatisten in der Ostukraine.

US-Geheimdienst CIA soll an der BND-Spitzelaffäre beteiligt gewesen sein:

Der US-Geheimdienst CIA soll an der Spitzelaffäre um den Bundesnachrichtendienst (BND) beteiligt gewesen sein. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei mit den Vorgängen vertraute Personen. Demnach sei der Auslandsgeheimdienst in die Operation verwickelt, in deren Zuge ein BND-Mitarbeiter angeworben wurde, um den USA geheime Informationen zukommen zu lassen. Er soll auch Unterlagen des NSA-Untersuchungsausschusses weitergegeben haben. Einer der Insider sagte, CIA-Chef John Brennan werde zu einem noch nicht bekannten Zeitpunkt ausgewählte Mitglieder des US-Kongresses über die Affäre unterrichten. - Bundeskanzlerin Angela Merkel nannte die Affäre am Montag am Rande ihres China-Besuches einen "sehr ernsthaften Fall". Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, widerspreche dies einer vertrauensvollen Zusammenarbeit unter Partnern.

Unterlegener Präsidentschaftskandidat Abdullah erkennt afghanisches Wahlergebnis nicht an:

Der unterlegene Kandidat bei der Präsidentschaftswahl in Afghanistan, Abdullah Abdullah, erkennt das Ergebnis nicht an. Der ehemalige Außenminister des Landes ließ über einen Sprecher mitteilen, er akzeptiere die verkündeten Resultate nicht. Sie seien ein Putsch gegen die Stimmen des Volkes. Nach dem vorläufigen Endergebnis hatte der frühere Finanzminister Aschraf Ghani die Stichwahl um das höchste Amt im Staat mit rund 56 Prozent aller Stimmen klar gewonnen. Die Wahlkommission räumte jedoch ein, es habe Fehler im Wahlprozess gegeben. Zahlreiche Beschwerden gegen das Ergebnis müssten überprüft werden. Im ersten Wahlgang hatte Abdullah noch klar vorne gelegen. Das amtliche Endergebnis soll am 22. Juli veröffentlicht werden.

US-Schiff beginnt mit Zerstörung syrischer Chemiewaffen:

Das US-Spezialschiff "MV Cape Ray" hat auf dem Mittelmeer mit der Zerstörung des syrischen Chemiewaffenarsenals begonnen. Die Vernichtung der Giftgasbestände werde rund zwei Monate in Anspruch nehmen, teilte das US-Verteidigungsministerium in Washington mit. Die genaue Dauer hänge von den Wetterbedingungen auf hoher See ab. An Bord der "Cape Ray" befinden sich mehrere Hundert Tonnen Kampfstoffe, darunter Senfgas und das Nervengift Sarin. Syriens Machthaber Baschar al-Assad hatte ihrer Vernichtung im vergangenen Jahr zugestimmt, nachdem die USA wegen eines Giftgasangriffs mit rund 1400 Toten nahe der Hauptstadt Damaskus mit einem Militärangriff gedroht hatten. Die Chemiewaffen werden an Bord des Spezialschiffs mit einem sogenannten Hydrolyseverfahren unter Einsatz von Wasser und Chemikalien zerstört und dann durch Spezialfirmen in Finnland und Deutschland entsorgt. Eine Fregatte der Bundeswehr gibt der "Cape Ray" bei ihrer Mission in internationalen Gewässern Begleitschutz.

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