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Nachrichten

08.07.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Bei Schießereien zwischen Islamisten und dem Militär sind in der ägyptischen Hauptstadt Kairo nach Angaben von Ärzten mindestens 30 Menschen getötet worden. Die Islamisten hatten versucht, ein Armeegebäude zu stürmen, in dem der gestürzte Präsident Mohammed Mursi vermutet wurde. Als Reaktion auf den Vorfall zog sich die salafistische Nur-Partei aus den Verhandlungen über eine neue Regierung zurück. Die Muslimbrüder, aus deren Reihen Mursi stammt, demonstrieren seit Tagen gegen dessen Absetzung durch die Armee. Zum neuen Präsidenten wurde der Chef des Verfassungsgerichtes, Adli Mansur, ernannt. Die Gespräche über einen neuen Regierungschef stocken dagegen.

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Vertreter der Europäischen Union und der USA verhandeln ab diesem Montag über eine transatlantische Freihandelszone. Die Delegationen treffen sich zum Auftakt in Washington, teilte das Büro des amerikanischen Handelsbeauftragten mit. Überschattet werden die auf Jahre angelegten Gespräche von den Vorwürfen über die Datenspionage des US-Geheimdienstes NSA in Europa. Nach EU-Angaben soll eine weitere Arbeitsgruppe mit den USA parallel über das Thema Datenschutz sprechen. Die geplante Handels- und Investitionspartnerschaft soll in beiden Wirtschaftsblöcken das Wachstum deutlich ankurbeln und viele neue Arbeitsplätze schaffen. Es soll die größte Freihandelszone der Welt mit 800 Millionen Bürgern entstehen.

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Die Verhandlungen über die Auszahlung einer weiteren Kredittranche für Griechenland stehen vor dem Abschluss. Man habe "sehr gute Fortschritte erzielt", berichtete der Griechenland-Beauftragte des Internationalen Währungsfonds, Poul Thomsen, nach Gesprächen mit der Regierung in Athen. Er hoffe, dass am Montag noch vor dem Treffen der Euro-Finanzminister eine Einigung erzielt werde. Auch EU-Währungskommissar Olli Rehn sagte der Agentur Reuters, man sei auf gutem Wege. In Brüssel könnten Kredite mit einem Volumen bis zu 8,1 Milliarden Euro für Griechenland beschlossen werden, die in Teilbeträgen fließen sollen.

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Mit einem Besuch auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa will Papst Franziskus an diesem Montag ein Zeichen der Solidarität mit den Flüchtlingen setzen. Franziskus wird von einem Schiff aus einen Kranz für die zahlreichen ums Leben gekommenen Bootsflüchtlinge ins Meer werfen. Außerdem ist eine Messe unter freiem Himmel geplant. Allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres erreichten rund 3.600 Flüchtlinge und Migranten, zumeist per Boot aus Nordafrika, die süditalienische Insel.

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Der neue syrische Oppositionsführer, Ahmed Assis al-Dscharba, setzt auf eine Entscheidung im Bürgerkrieg durch bessere Waffen aus Saudi-Arabien. So könne man die momentane Überlegenheit der Truppen von Präsident Baschar al-Assad wettmachen, sagte der Vorsitzende der Dachorganisation "Syrische Nationale Koalition" (SNC) der Agentur Reuters in Istanbul. Erst aus einer Position der militärischen Stärke heraus werde man an den geplanten Friedensverhandlungen in Genf teilnehmen können, die von den USA und Russland initiiert wurden. Für den Fastenmonat Ramadan bot Dscharba den Assad-Truppen eine Feuerpause an, vor allem mit Blick auf die Schlacht um die Stadt Homs.

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Im spanischen Schmiergeldskandal ist die regierende Volkspartei (PP) erneut schwer belastet worden. Der inhaftierte ehemalige Schatzmeister der Konservativen, Luis Bárcenas, bestätigte in einem Interview, die Partei habe sich jahrzehntelang illegal finanziert. Die Partei von Ministerpräsident Mariano Rajoy habe mindestens 20 Jahre lang von Bau- und anderen Unternehmern nicht gemeldete Spenden in bar erhalten, sagte Bárcenas der Madrider Zeitung "El Mundo". Im Gegenzug seien Baulizenzen erteilt und Aufträge vergeben worden. Auch Rajoy wird verdächtigt, Schwarzgelder angenommen zu haben. Der 55jährige Bárcenas droht, er habe noch mehr belastendes Material, das bei Veröffentlichung zum Sturz der Regierung führen würde.

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