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Nachrichten

08.06.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Der UN-Sondergesandte Kofi Annan hat Syriens Regierung für das Scheitern seines Friedensplans verantwortlich gemacht. Zugleich forderte er in New York den Weltsicherheitsrat auf, mit Konsequenzen zu drohen, falls der syrische Präsident Baschar al-Assad die Gewalt in seinem Land nicht stoppe. Mit Blick auf Massaker an Zivilisten warnte Annan, die Lage drohe außer Kontrolle zu geraten. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sprach Assad "jede Legitimität" ab. Dem Sicherheitsrat berichtete Ban, Patrouillen der Vereinten Nationen seien in Syrien regelmäßig behindert und in einigen Fällen bewusst unter Feuer genommen worden. Er werde "bald eine Reihe von Optionen" vorschlagen, um Annans Friedensplan durchzusetzen. Russland und China stellten derweil nochmals klar, sie lehnten eine Verschärfung von Sanktionen oder eine Militärintervention in Syrien strikt ab.

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China will seine Beziehungen zu Afghanistan intensivieren. Der chinesische Präsident Hu Jintao und sein afghanischer Kollege Hamid Karsai unterzeichneten in Peking eine entsprechende Erklärung. Darin heißt es, China werde - so wörtlich - "aufrichtige und selbstlose Hilfe für die afghanische Seite" leisten. Eine engere Zusammenarbeit ist unter anderem beim Kampf gegen den Terrorismus, bei der Grenzüberwachung und der Gesundheitskontrolle geplant. Politische Beobachter werten die Vereinbarung als konkreten Schritt der Regierung in Peking, ihren Einfluss in Afghanistan bis zum Abzug der meisten ausländischen Truppen Ende 2014 auszubauen.

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Nach wochenlangem Tauziehen haben sich die politischen Parteien in Ägypten auf die Zusammensetzung einer Verfassunggebenden Versammlung geeinigt. Deren 100 Mitglieder sollen bei einer gemeinsamen Sitzung beider Parlamentskammern am kommenden Dienstag gewählt werden. Wie es heißt, sollen in der Verfassunggebenden Versammlung 39 Sitze an Repräsentanten der im Unterhaus vertretenen Parteien gehen, wo die Islamisten die Mehrheit haben. Weitere Sitze sind für Richter und Rechtsexperten, Vertreter verschiedener Konfessionen, für Berufsverbände und Gewerkschaften, Frauen- und Jugend-Vertreter sowie für Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens vorgesehen. Die Parteien vereinbarten auch, dass die Verfassunggebende Versammlung für ihre Entscheidungen eine Zweidrittel-Mehrheit braucht. Damit soll offenbar eine Dominanz der Islamisten verhindert werden.

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Der Leiter der griechischen Steuerfahndungsbehörde hat sich der Kritik von IWF-Chefin Christine Lagarde an der Steuermoral seiner Landsleute angeschlossen. Er stimme Lagarde vollkommen zu, sagte Nikos Lekkas der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "Die Welt". Die Steuerflucht in seinem Land belaufe sich auf zwölf bis 15 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung. Könnte auch nur die Hälfte der Gelder eingetrieben werden, wäre Griechenlands Problem gelöst, so Lekkas. Die Chefin des Internationalen Währungsfonds war kürzlich scharf kritisiert worden, nachdem sie die Griechen zur Steuerehrlichkeit aufgerufen und zugleich angemerkt hatte, Kinder in manchen Regionen Afrikas bräuchten mehr Hilfe als die Menschen in Athen.

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Mit dem Duell von Co-Gastgeber Polen gegen Griechenland startet an diesem Freitag die Fußball-Europameisterschaft. Die erste von 31 Partien beginnt um 18 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit im Warschauer Nationalstadion. Zuvor wird dort das bis zum 1. Juli laufende Turnier mit einer feierlichen Zeremonie eröffnet. Das zweite Spiel der Gruppe A bestreiten am Abend in Breslau Russland und Tschechien. Die deutsche Mannschaft reist aus ihrem EM-Quartier in Danzig ins ukrainische Lwiw. Dort steht am Samstag ihr Auftaktspiel gegen Portugal an. Aus Protest gegen Menschenrechtsdefizite in der Ukraine wird im Stadion kein ranghoher deutscher Politiker anwesend sein. Als höchster deutscher Vertreter werde Botschafter Hans-Jürgen Heimsoeth auf der Tribüne sitzen, teilte der Deutsche Fußball-Bund mit.

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