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Nachrichten

08.06.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Bei einem festlichen Staatsbankett im Weißen Haus in Washington hat US-Präsident Barack Obama Bundeskanzlerin Angela Merkel die Freiheitsmedaille verliehen, die höchste zivile Auszeichnung der Vereinigten Staaten. Obama sagte in seiner Laudatio, Merkel sei nicht nur die erste Frau und die erste Ostdeutsche an der Spitze einer deutschen Regierung sondern auch eine außergewöhnliche Führungspersönlichkeit. Die Kanzlerin erklärte die Verleihung der Medaille sei Ausdruck der exzellenten deutsch-amerikanischen Partnerschaft. - Die Zeremonie war Abschluss und Höhepunkt eines zweitätigen USA-Besuches von Merkel. In ihren politischen Gesprächen betonten die Kanzlerin und der US-Präsident ihren Willen zu einer engen Zusammenarbeit.

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Die NATO macht weiter Druck auf den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi. Kampfflugzeuge der Allianz setzten ihre Angriffe auf die libysche Hauptstadt Tripolis nach Medienberichten auch in der Nacht zum Mittwoch fort. Der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira berichtete, Ziel der Attacken sei vermutlich wieder der Stützpunkt Bab al-Asisija gewesen. Dort liegt auch das Anwesen Gaddafis. Die NATO hatte das Gelände schon am Dienstag massiv bombardiert. Die Europäische Union verschärfte ihre Sanktionen gegen Libyen. Sechs unter Kontrolle des Gaddafi-Regimes stehende Häfen - darunter Tripolis, Ras Lanuf und Brega - wurden für den Handel gesperrt. Machthaber Gaddafi gab sich derweil unvermindert kämpferisch. In einer Tonband-Ansprache im nationalen Fernsehen kündigte er an, er werde nicht kapitulieren und "bis zum Tod" kämpfen.

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Nordkorea hat nach einer Unterbrechung von eineinhalb Jahren wieder einen militärischen Raketentest durchgeführt. Wie der südkoreanische Geheimdienst mitteilte, wurde eine Kurzstreckenrakete von der Westküste des kommunistischen Landes aus in Richtung Gelbes Meer abgefeuert. Der Test habe schon in der vergangenen Woche stattgefunden. Dabei sei es offenbar darum gegangen, die Reichweite zu vergrößern. - Die Spannungen zwischen beiden Ländern haben sich seit der Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffes im März 2010 und dem Beschuss einer zu Südkorea gehörenden Insel durch Nordkorea im November deutlich verschärft. Bei den Zwischenfällen waren insgesamt 50 Menschen getötet worden.

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EU-Gesundheitskommissar John Dalli hat Deutschland aufgerufen, bei der Bekämpfung des EHEC-Erregers eng mit ausländischen Experten zusammenzuarbeiten. Um den Ausbruch der gefährlichen Darmerkrankung so schnell wie möglich zu beenden, müsse man auf Erfahrung und Fachwissen innerhalb und außerhalb Europas setzen, sagte Dalli der Zeitung "Die Welt". - Den deutschen Experten ist es bislang nicht gelungen, die Quelle des EHEC-Erregers zu identifizieren. Die Gesundheits- und Verbraucherminister von Bund und Ländern wollen an diesem Mittwoch in Berlin über das weitere Vorgehen beraten. An dem Darmkeim sind bereits 22 Menschen gestorben.

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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat nach Medienberichten vor einer Pleite des hoch verschuldeten Griechenland gewarnt. Sollte das EU-Mitglied keine weitere finanzielle Unterstützung erhalten, drohe der erste ungeordnete Staatsbankrott in der Euro-Zone, heißt es in einem Schreiben Schäubles, aus dem die "Süddeutsche Zeitung" und die Tageszeitung "Die Welt" zitieren. In dem Brief fordere Schäuble neben einem neuen Hilfspaket eine Umschuldung Griechenlands unter Beteiligung privater Gläubiger, heißt es in den Berichten weiter. - 2010 hat Griechenland ein Hilfspaket über 110 Milliarden Euro erhalten. Im Gespräch ist ein weiteres Programm mit einem Volumen von 65 bis 100 Milliarden Euro.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nördlich der Elbe geringer bewölkt und trocken, vereinzelt auch sonnig. Ansonsten von Westen her viel Regen und teils kräftige Gewitter. Um die Mittelgebirge auch Gefahr von Unwettern und Überflutungen. Höchstwerte 16 bis 26 Grad. Die weiteren Aussichten: Die Gewittertage gehen zu Ende. Im Westen sowie zwischen Main und Donau nachlassende Niederschläge. Insgesamt kühler.

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