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Nachrichten

08.05.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Der US-Auslandsgeheimdienst CIA soll nach Angaben aus Regierungskreisen einen Anschlag der Al-Kaida auf ein Passagierflugzeug vereitelt haben. Das Attentat des jemenitischen Arms der Terrororganisation hätte rund um den Jahrestag der Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden stattfinden und eine Maschine auf dem Weg in die USA zerstören sollen, hieß es in Washington. Die CIA sei aber eingeschritten, bevor der mutmaßliche Selbstmordattentäter ein Ticket gekauft habe, sagten die Gewährsleute. - Die sichergestellte Bombe soll eine Weiterentwicklung jener in der Unterwäsche versteckten Bombe sein, wie sie im Dezember 2009 in einem Flugzeug über Detroit zum Einsatz kommen sollte, aber nicht explodierte.

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In Israel gibt es doch keine vorgezogenen Neuwahlen: Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vom rechtsgerichteten Likud und der Chef der bürgerlichen Kadima, Schaul Mofas, einigten sich anstatt dessen überraschend auf eine Regierung der Nationalen Einheit. Dies wurde jetzt von Präsident Schimon Peres bestätigt. Mofas, Führer der größten Oppositionspartei, soll stellvertretender Ministerpräsident sowie Minister ohne Geschäftsbereich werden. - Ursprünglich waren für September vorgezogene Wahlen geplant. Hintergrund sind innenpolitische Spannungen. Im Zentrum steht der Streit in der Regierungskoalition über ein Gesetz, das es bislang Tausenden strengreligiösen Juden ermöglicht, den Armeedienst zu umgehen.

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Einen Tag nach dem Wahldebakel der beiden bisher in Griechenland regierenden Parteien sind erste Versuche zu einer Regierungsbildung gescheitert. Der von Präsident Karolos Papoulias zunächst beauftragte Chef der Konservativen, Antonis Samaras, warf schon nach wenigen Stunden das Handtuch. Papoulias wird nun den Vorsitzenden der Linksallianz Syriza, Alexis Tsipras, mit der Regierungsbildung betrauen. Die Linksallianz, die bei der Wahl zweitstärkste Kraft wurde, lehnt allerdings ein Bündnis mit den Konservativen ab. Syriza-Chef Tsipras will stattdessen eine Koalition der Linken schmieden, um das nach seiner Auffassung "barbarische" Spardiktat der internationalen Geldgeber zu kippen.

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Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hat der Forderung des künftigen französischen Präsidenten François Hollande nach einer Neuverhandlung des Fiskalpakts eine Absage erteilt. Eine Totalaufschlüsselung dieses Vertrages gehe nicht und das habe er Hollande in einem Telefonat auch gesagt, betonte Juncker im ZDF. Der Eurogruppen-Chef ergänzte, es sei aber richtig, dass nicht nur Einsparungen auf die Agenda gesetzt werden könnten, Europa brauche auch Wachstumsimpulse und Perspektiven. - Die Wahlergebnisse in Griechenland zeigten, wohin Hoffnungslosigkeit führe.

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China hat die einzige englischsprachige Reporterin des arabischen TV-Senders "Al Dschasira" ausgewiesen. Es ist das erste Mal seit 1998, dass Peking einen akkreditierten ausländischen Journalisten abschiebt. Man habe keine andere Wahl, als das Büro für den englischsprachigen Dienst zu schließen, teilte der in Katar ansässige Sender mit. Visum und andere Papier der Journalistin Melissa Chan seien nicht verlängert worden. Anlass für die Ausweisung könnte eine Dokumentation von "Al Dschasira" über Zwangsarbeit und Arbeitslager in der Volksrepublik sein. - Chan ist US-Bürgerin und seit fünf Jahren für den Sender in China tätig. Die Ausweisung wird als härtere Gangart der chinesischen Regierung gegen ausländische Medien betrachtet.

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Das amerikanische und das chinesische Verteidigungsministerium wollen bei Fragen der Computersicherheit künftig zusammen arbeiten. Ziel sei es, Fehleinschätzungen zu vermeiden, die zu Krisen führen könnten, sagte US-Verteidigungsminister Leon Panetta. Vor sechs Monaten hatte der amerikanische Geheimdienst China öffentlich beschuldigt, hinter Hackerangriffen auf die USA zu stecken.

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Nach den schweren Ausschreitungen in Bonn hat die Polizei Hinweise auf geplante Gewalttaten von Salafisten auch in Köln. Dort ist für diesen Dienstag eine Wahlkampf-Kundgebung der rechtsextremen Splitterpartei "Pro NRW" angesetzt. Die Behörden haben deshalb mehr als 100 radikalen Islamisten verboten, Kölner Stadtgebiet zu betreten, wie das nordrhein-westfälische Innenministerium bestätigte. Außerdem sollen die Rechtsextremisten von "Pro NRW" nicht in unmittelbarer Nähe der Moschee demonstrieren und auch die islamkritischen Karikaturen nicht zeigen dürfen. Allerdings hatten Verwaltungsgerichte in Minden und Arnsberg zuvor das Zeigen der Mohammed-Karikaturen erlaubt.

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