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Nachrichten

08.04.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:32

Nachrichten von Freitag, 8. April 2016 – langsam gesprochen als MP3

Panama Papers: Cameron räumt Beteiligung an Briefkastenfirma ein:

Fünf Tage nach der Veröffentlichung der sogenannten Panama Papers hat der britische Premierminister David Cameron jetzt doch eine Beteiligung an der Briefkastenfirma seines verstorbenen Vaters eingeräumt. Cameron sagte in einem Fernsehinterview, er und seine Ehefrau hätten 5.000 Einheiten des väterlichen Investment-Trusts besessen. Die Anteile seien aber im Januar 2010 verkauft worden, vier Monate vor seinem Amtsantritt. Er habe dafür alle vorgeschriebenen Steuern bezahlt. Zunächst hatte Cameron gesagt, er besitze keine Beteiligungen im Ausland. Neben dem britischen Premier ist jetzt auch Argentiniens Präsident Mauricio Macri durch die Enthüllungen der "Panama Papers" unter Druck geraten. In Buenos Aires eröffnete die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen den Staatschef wegen mutmaßlicher Steuerflucht und der Beteiligung an zwei Offshore-Firmen. Macri wies die Vorwürfe zurück.

Wieder Rückführung von Flüchtlingen in die Türkei:

Griechenland hat wieder Flüchtlinge in die Türkei abgeschoben. Von der Ägäis-Insel Lesbos wurden 45 Pakistaner per Schiff in die türkische Küstenstadt Dikili gebracht. Weitere rund 80 Flüchtlinge sollen im Laufe des Tages von Lesbos in die Türkei zurückgeführt werden. Die griechischen Behörden hatten am Montag mit der Umsetzung des umstrittenen Paktes zwischen der EU und Ankara begonnen und die ersten 202 Flüchtlinge von den Ägäis-Inseln in die Türkei zurückgeschickt.

Entwicklungsminister erwartet bis zu 200.000 neue Flüchtlinge:

Entwicklungsminister Gerd Müller rechnet in diesem Frühjahr mit einem massiven Zustrom von Flüchtlingen aus Nordafrika über das Mittelmeer. Allein in Libyen warteten 100.000 bis 200.000 Afrikaner aus Staaten südlich der Sahara auf ihre Überfahrt nach Europa, sagte der CSU-Politiker der Zeitung "Rheinische Post" in Düsseldorf. Die Schlepperbanden seien schon voll in Aktion. Libyen versinkt seit dem Sturz des Machthabers Muammar Gaddafi im Jahr 2011 im Chaos.

Nach Festnahmen in München Terrorverdacht nicht erhärtet:

Nach der Festnahme möglicher Terrorverdächtiger im Großraum München hat sich der Verdacht gegen die beiden Männer nicht erhärtet. Die Vernehmungen seien ohne neue Erkenntnisse zu Ende gegangen. Auch Durchsuchungen hätten nichts Neues zutage gebracht, sagte ein Sprecher des bayerischen Landeskriminalamtes. Am Donnerstag waren ein 29 Jahre alter Nigerianer und ein 46 Jahre alter Mann aus dem Irak wegen möglicher Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat festgenommen worden. Aus Sicherheitskreisen hatte es Hinweise gegeben, die beiden Männer könnten in Kontakt zu Mitgliedern der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) stehen.

NSU-Ausschuss will neuen Enthüllungen zur Terrorzelle nachgehen:

Der NSU-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages will neue Berichte prüfen, wonach ein V-Mann des Verfassungsschutzes den mutmaßlichen Rechtsterroristen des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) Arbeit verschafft hat. Demnach wurde das NSU-Mitglied Uwe Mundlos von einem Neonazi, der jahrelang als Informant für das Bundesamt für Verfassungsschutz tätig war, in dessen Firma beschäftigt. Die Deutsche Presse-Agentur berichtete zudem, auch die Hauptangeklagte im Münchner NSU-Prozess, Beate Zschäpe, sei von dem Spitzel beschäftigt worden. Das Unternehmen sei zu einer Zeit auf Baustellen im Raum Nürnberg und München aktiv gewesen, als dort die ersten von insgesamt zehn Morden der rechtsextremen NSU-Terrorzelle verübt wurden. Der Verfassungsschutz wollte zu den Berichten keine Stellung nehmen.

Google und Verizon wollen für Yahoo-Kerngeschäft bieten:

Der Suchmaschinenriese Google und der Telekomunikations-Konzern Verizon sind nach Informationen des Finanzdienstes Bloomberg an einer Übernahme des Kerngeschäfts des angeschlagenen Internet-Pioniers Yahoo interessiert. Die beiden US-Konzerne erwögen Kaufangebote für die Yahoo-Onlinesparte abzugeben, berichtete Bloomberg. Das einst bei Nutzern beliebte Internet-Urgestein Yahoo hat im Geschäft mit Online-Werbung den Anschluss an Wettbewerber wie Google und Facebook verloren und steckt seit Jahren tief in der Krise.

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