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Nachrichten

08.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nordkorea bereitet nach Angaben der südkoreanischen Regierung womöglich einen neuen Atomtest vor. Es gebe entsprechende Anzeichen, sagte Vereinigungsminister Ryoo Kihl Jae bei einem Treffen mit Parlamentsabgeordneten in Seoul. Zuvor hatte es in südkoreanischen Medien Berichte über verstärkte Aktivitäten auf dem wichtigsten Atomtest-Gelände im Norden gegeben. Erst im vergangenen Februar hatte Pjöngjang zum dritten Mal eine Atomwaffe getestet und damit neue Spannungen auf der koreanischen Halbinsel ausgelöst, die sich seitdem immer weiter verschärft haben. Die chinesische Regierung zeigte sich besorgt über die aktuelle Lage und forderte die Konfliktparteien nachdrücklich zum Dialog auf.

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Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat den NATO-Luftangriff im Osten des Landes verurteilt, bei dem seinen Angaben nach elf Kinder getötet wurden. Die NATO-geführte ISAF-Schutztruppe bestätigte den Luftangriff, nicht aber, dass dabei Kinder getötet wurden. Der Angriff galt offenbar Kämpfern der radikalislamischen Taliban, diese sollen nach Angaben aus afghanischen Sicherheitskreisen die Kinder als Schutzschilde missbraucht haben. Die Provinzregierung von Kunar, wo der Angriff stattfand, hatte zuvor von zehn getöteten Kindern und einer Frau gesprochen.

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Portugals Regierungschef Pedro Passos Coelho hat harte Einschnitte bei den Staatsausgaben angekündigt. In einer Rede an die Nation sagte der konservative Ministerpräsident, es werde in den Bereichen soziale Sicherheit, Gesundheit und Bildung gekürzt. Die Einschnitte seien notwendig, weil das Verfassungsgericht Teile des Sparhaushaltes für 2013 für nichtig erklärt hatte. Portugal muss die Auflagen internationaler Geldgeber erfüllen, um die drohende Staatspleite abzuwenden. Passos Coelho beteuerte, dass sein Land alle Verpflichtungen erfüllen werde. Steuererhöhungen lehne seine Regierung ab, erklärte er. Die EU-Kommission in Brüssel stellte in einer ersten Reaktion klar, dass die Sparauflagen erfüllt werden müssten.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel und Russlands Präsident Wladimir Putin haben gemeinsam die diesjährige Hannover Messe eröffnet. In ihrer Rede kritisierte Merkel auch das jüngste russische Vorgehen gegen Nicht-Regierungsorganisationen. Putin ging auf das Thema aber nicht ein. Stattdessen versprach er, sich für den Ausbau der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen stark zu machen. Am Rande der Eröffnung demonstrierten mehrere hundert Menschen gegen den Auftritt von Putin und für mehr Demokratie in Russland. Die russische Industrie ist auf der Messe mit 176 Ausstellern vertreten. Die Hannover-Messe ist die weltgrößte Industrieschau, insgesamt nehmen 6500 Aussteller aus 65 Ländern teil.

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In der chilenischen Küstenstadt Isla Negra haben Polizisten und Forensik-Experten begonnen, die sterblichen Überreste des Dichters und Literaturnobelpreisträgers Pablo Neruda zu exhumieren. Ein internationales Expertenteam soll klären, ob Neruda von Agenten der Pinochet-Diktatur ermordet wurde. Nach offizieller Darstellung starb der Poet knapp zwei Wochen nach dem Militärputsch vom 11. September 1973 an Prostatakrebs. Nerudas Sekretär und Fahrer Manuel Araya hatte ausgesagt, dass dem überzeugten Kommunisten in der Klinik eine "mysteriöse Spritze" verabreicht worden sei. Neruda wurde insbesondere durch seine Liebesgedichte und durch den "Canto General" ("Der große Gesang"), ein episches Gedicht über Südamerikas Geschichte, bekannt. Seine Werke waren während der Militärdiktatur von Augusto Pinochet zwischen 1973 und 1990 verboten.

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