08.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 08.03.2018
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Nachrichten

08.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Donnerstag, 8. März 2018 – langsam gesprochen als MP3

Ost-Ghuta geteilt - Rotes Kreuz verschiebt Hilfskonvoi:

Syrische Regierungstruppen sind tief in das Rebellengebiet Ost-Ghuta vorgerückt. Unter dem Schutz von Artillerie hätten Soldaten und verbündete Milizen einen Keil in die Region bei Damaskus getrieben, berichtet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Das Gebiet sei in einen Nord- und einen Südteil gespalten. Indessen hat das Rote Kreuz einen geplanten Hilfskonvoi für die Not leidenden Zivilisten verschoben. Die Lage vor Ort sei derzeit zu unsicher, so eine Sprecherin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Wegen der Missachtung der Waffenruhe und der anhaltenden Gewalt konnten die UN und ihre Partner bislang nur wenige Hilfsgüter nach Ost-Ghuta liefern. Assad-Truppen beschießen die Rebellen-Enklave mit russischer Unterstützung seit Wochen. Nach Angaben der Vereinten Nationen kamen Hunderte Zivilisten ums Leben. Ost-Ghuta wird seit 2013 von Regierungstruppen belagert und von islamistischen Rebellen kontrolliert. Im Kampfgebiet leben 400.000 Menschen.

 

Gabriel wird neuer Bundesregierung nicht angehören:

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) wird der neuen Bundesregierung nicht mehr angehören. Das teilte der 58-Jährige in sozialen Netzwerken mit. Die designierte Parteichefin Andrea Nahles sowie der kommissarische SPD-Chef Olaf Scholz hätten ihn über diese Entscheidung informiert, erklärte Gabriel. Er sei nach wie vor direkt gewählter Abgeordneter des Deutschen Bundestages, aber nun ende die Zeit, in der er politische Führungsaufgaben für die SPD wahrgenommen habe. Gabriel war von 2005 bis 2009 Umweltminister, von Dezember 2013 bis Anfang 2017 war er Wirtschaftsminister. Danach führte er das Auswärtige Amt. Zudem ist er seit 2013 Vizekanzler.

 

Weißes Haus - Trump will Zoll-Vorschrift in Kürze unterzeichnen:

US-Präsident Donald Trump plant, die von ihm angekündigten Strafzölle auf Stahl und Aluminium in Kürze in Kraft zu setzen. Das entsprechende Dokument werde spätestens am Freitag unterzeichnet, verlautete aus dem US-Präsidialamt. Zuvor hatte Trumps Sprecherin Sarah Sanders erklärt, der Präsident erwäge, einige Länder, darunter Kanada und Mexiko, von den Schutzzöllen auszunehmen. Sie begründete dies mit Erwägungen zur nationalen Sicherheit der USA, ohne dies weiter zu erläutern. Trump hat Strafzölle von 25 Prozent auf Stahl und zehn Prozent auf Aluminium angekündigt. Auf diese Weise will er die heimische Branche vor einer nach seiner Ansicht unfairen Konkurrenz schützen. Die EU droht ihrerseits mit Gegenzöllen für US-Produkte.

 

Floridas Repräsentantenhaus verschärft Waffengesetze:

Als Reaktion auf das Massaker an einer Schule in Florida mit 17 Toten hat nach dem Senat jetzt auch das Repräsentantenhaus des US-Bundesstaates einen Gesetzentwurf verabschiedet, der das Mindestalter bei Waffenkäufen auf 21 Jahre anheben würde. Der Entwurf passierte die Kammer und geht jetzt zur Unterzeichnung an Gouverneur Rick Scott. Neben der Anhebung des Mindestalters sieht der Entwurf eine dreitägige Wartezeit bei den meisten Waffenkäufen vor. Außerdem würde es bestimmten Mitarbeitern an Schulen erlaubt werden, eine Waffe zu tragen. Bei dem Massaker an der Schule in Parkland hatte ein 19 Jahre alter Ex-Schüler am Valentinstag 17 Menschen erschossen. Nach der Tat entbrannte in den USA erneut eine Debatte über ein schärferes Waffenrecht. Anders als bei Bluttaten im vergangenen Jahr verebbte die Diskussion aber nicht rasch wieder.

 

Polizei: Mordanschlag auf Ex-Spion in Großbritannien mit Nervengift:

Der russische Ex-Spion Sergej Skripal sollte der britischen Polizei zufolge mit einem Nervengift ermordet werden: Skripal und seine Tochter seien in England Opfer eines "Mordversuchs durch Anwendung eines Nervenkampfstoffs" geworden, sagte der Chef der britischen Anti-Terror-Polizei, Mark Rowley. Neben Skripal und seiner Tochter schwebt inzwischen auch ein Polizeibeamter in Lebensgefahr. Skripal war 2006 in Russland wegen des Vorwurfs der Spionage für Großbritannien zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Er soll russische Agenten an den britischen Geheimdienst MI6 verraten haben. Im Zuge eines Gefangenenaustauschs zwischen Russland und den USA kam er 2010 nach Großbritannien. Die britische Premierministerin Theresa May bestätigte, dass ihre Regierung einen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland in diesem Sommer in Erwägung ziehen könnte, sollte Moskau in den Fall Skripal verwickelt sein.

 

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