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Nachrichten

08.03.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ISLAMABAD: Bei einem Bombenanschlag im Osten Pakistans sind mindestens 20 Menschen getötet worden. Etwa 100 Personen erlitten durch die Explosion an einer Tankstelle Verletzungen, wie der Polizeichef der Stadt Faisalabad mitteilte. Zu dem Anschlag, der mit einer Autobombe verübt wurde, bekannte sich bisher niemand. Die Behörden vermuten, dass Anhänger des Terrornetzwerks El Kaida oder radikal-islamische Taliban für die Tat verantwortlich sind.

TRIPOLIS: Mit gezielten Luftangriffen haben libysche Regierungstruppen abermals versucht, den Vormarsch der Regimegegner auf die Hauptstadt Tripolis zu verhindern. Kampfflugzeuge nahmen erneut Stellungen der Aufständischen in der Nähe des Ölhafens Ras Lanuf ins Visier, wie Reporter berichteten. Die Stadt Sawija soll unterdessen wieder von Anhängern des Machthabers Gaddafi kontrolliert werden. Sawija liegt nur etwa 50 Kilometer von Tripolis entfernt und war in den vergangenen Tagen Schauplatz heftiger Kämpfe mit vielen Toten und Verletzten.

TEHERAN: Der ehemalige iranische Präsident Rafsandschani hat seinen Posten als Vorsitzender des einflussreichen Expertenrats verloren. Künftig werde das Gremium vom 80-jährigen Ayatollah Mohammed Kani geleitet, berichten staatliche Medien. Der wegen seiner Kontakte zur Opposition in die Kritik geratene Rafsandschani gilt als erbitterter Gegner von Staatschef Ahmadinedschad. Dem Expertenrat gehören 86 Geistliche an. Er bestimmt und überwacht den obersten geistlichen Führer des Landes.

BOGOTA: In Kolumbien sind 23 Mitarbeiter eines Öl-Unternehmens verschleppt worden. Bewaffnete Männer hätten die einheimischen Arbeiter gezwungen, ihnen in den Dschungel zu folgen, teilten die Behörden des Departements Vichada mit. Sie gehen davon aus, dass es sich bei den Entführern um Rebellen der sogenannten "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" handelt. Ihren Kampf gegen den Staat finanzieren die FARC-Rebellen vor allem durch Drogenschmuggel und Lösegeld-Erpressungen.

BERLIN: Der Deutsche Ethikrat will an diesem Dienstag seine Stellungnahme zur umstrittenen Präimplantationsdiagostik (PID) vorlegen. Nach Presseberichten ist mit einem gespaltenen Votum zu rechnen. Bei der PID werden im Reagenzglas erzeugte Embryonen außerhalb des Mutterleibs auf Erbkrankheiten untersucht. Die aussortierten Embryonen sterben ab. Der Bundestag beginnt in der kommenden Woche mit Beratungen über die Präimplantationsdiagostik, drei Gesetzentwürfe stehen zur Diskussion. Eine Gruppe von Abgeordneten fordert ein umfassendes Verbot dieser Methode, eine weitere ist für eine begrenzte Zulassung. Eine dritte Gruppe will die Nutzung der PID nur in Einzelfällen zulassen. Der Deutsche Ethikrat soll die Bundesregierung und das Parlament in ethischen, medizinischen, rechtlichen und sozialen Fragen beraten.

BERLIN: Die Bundesregierung und Spitzenvertreter der Mineralöl- und Automobilbranche wollen an diesem Dienstag einen Ausweg aus der Absatzkrise beim neuen Biobenzin E10 suchen. Aus Angst vor einer Motorschädigung weigern sich Millionen Autofahrer, den Kraftstoff zu tanken, dem zehn Prozent Ethanol aus Getreide und Zuckerrüben beigemischt sind. Die Regierung will die Einführung bislang nicht stoppen. Der zuständige Umweltminister Röttgen wirft vor allem der Ölindustrie Versagen bei der Vermarktung von E10 vor.

BERLIN: Im Streit um eine Frauenquote in Chefetagen will die Bundesregierung eine einvernehmliche Lösung mit der Wirtschaft suchen. Für den 30. März sei ein Spitzentreffen mit den 30 im DAX notierten Konzernen geplant, berichtet die "Passauer Neue Presse". Familienministerin Schröder lehnte in diesem Zusammenhang eine Zwangsquote erneut ab. Die CDU-Politikerin sagte den "Stuttgarter Nachrichten", eine Einheitsquote ignoriere den unterschiedlichen Frauenanteil in den einzelnen Wirtschaftsbranchen, sei ordnungspolitisch falsch und verfassungsrechtlich bedenklich. Dagegen bekräftigte die stellvertretende SPD-Vorsitzende Schwesig die Forderung nach einer Quote von 40 Prozent Frauen für Vorstände und Aufsichtsräte. Freiwillige Vereinbarungen hätten zu nichts geführt, sagte sie den Dortmunder "Ruhr Nachrichten".

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Bis auf einige Wolken im Südwesten ist es überall wieder sonnig. Die Höchstwerte reichen von zwei Grad an der Ostsee bis zu 14 Grad am Oberrhein und in der Kölner Bucht.

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