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Nachrichten

08.02.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Mit Erfolgen in Minnesota, Missouri und Colorado hat Außenseiter Rick Santorum die Vorwahlen zur Kür des republikanischen Präsidentschaftskandidaten in den USA aufgemischt. Bei allen drei Vorwahlen ist der Ausgang nicht bindend für die Verteilung der Delegiertenstimmen. Mit seinen Siegen hat Santorum allerdings Newt Gingrich den Rang als größten Romney-Rivalen streitig gemacht. Als aussichtsreichster Anwärter gilt trotz seines Abschneidens weiter Ex-Gouverneur Romney, der Ende Januar den bevölkerungsreichen Bundesstaat Florida gewonnen hatte. Außerdem siegte der Multimillionär in New Hampshire und Nevada.

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Trotz der wachsenden Gefahr einer Staatspleite lassen die griechischen Regierungsparteien die internationalen Geldgeber auf eine Entscheidung über neue Sparmaßnahmen warten. Ein Treffen der Koalitionsspitzen zu einer Verschärfung des Spar- und Reform-Kurses wurde abermals verschoben. Die drei Parteichefs sollen nun an diesem Mittwoch zusammenkommen. Falls die Übergangsregierung nicht in den nächsten Tagen eine Einigung mit der Troika aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds erzielt, ist eine unkontrollierte Pleite nur noch schwer abzuwenden. Bis spät in die Nacht verhandelte Regierungschef Lukas Papademos mit Unterhändlern des privaten Bankensektors und den Experten der Troika. Die Vertreter des Internationalen Bankenverbands hätten ein "konstruktives Treffen" mit Papademos gehabt, berichtete ein Verbandssprecher. Die Gewerkschaften machten am Dienstag erneut mit einem Generalstreik gegen die Sparauflagen mobil.

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Die US-Regierung hat Forderungen nach einer Bewaffnung der syrischen Opposition zurückgewiesen. Ein Sprecher des Weißen Hauses sagte, im Moment erwäge man einen solchen Schritt nicht, prüfe aber eine humanitäre Unterstützung für die Menschen in Syrien. Das Außenministerium ergänzte, man denke nicht, dass mehr Waffen in Syrien die Antwort seien. Der einflussreiche US-Senator John McCain und mehrere US-Abgeordnete hatten angesichts der Niederschlagung der Opposition Waffenlieferungen an die Gegner von Machthaber Baschar al-Assad verlangt. Die diplomatischen Mittel seien "so ziemlich erschöpft", sagte der republikanische Politiker. Auch der Besuch eines der letzten internationalen Verbündeten hat Präsident Baschar al-Assad nicht zu substanziellen Konzessionen im Kampf gegen Regierungskritiker bewegt. Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte nach Gesprächen mit Assad, dieser strebe einen Fahrplan für eine neue Verfassung an. Konkrete Zusagen gab es aber nicht.

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Argentinien will wegen des Konflikts mit Großbritannien um die Falkland-Inseln die Vereinten Nationen einschalten. Präsidentin Cristina Kirchner sagte in Buenos Aires, sie werde vor dem UN-Sicherheitsrat und der UN-Vollversammlung Beschwerde gegen die "Militarisierung" der Region einlegen. Mit der Entsendung eines modernen Kriegsschiffes und des britischen Prinzen William auf die Inseln sei Großbritannien dabei, "den Südatlantik zu militarisieren". Während der Rede Kirchners demonstrierten hunderte Menschen beim Präsidentenpalast mit argentinischen Flaggen und Transparenten wie "Engländer raus aus den Malvinas". Malvinas ist der argentinische Name der Inselgruppe. Zuletzt hatte sich die Rhetorik zwischen beiden Ländern im Vorfeld des 30. Jahrestags des Krieges um die Inseln verschärft.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel geht davon aus, dass Europa künftig noch stärker zusammenwächst, wobei die Nationalstaaten Kompetenzen auf die EU-Ebene übertragen. Eine engere Zusammenarbeit bedinge auch die Abgabe von nationalen Zuständigkeiten, sagte Merkel in einer Rede bei der Bela Foundation in Berlin. Zur Begründung verwies sie darauf, dass grundlegende Mängel in der Konstruktion der Wirtschafts- und Währungsunion beseitigt werden müssten. Die Finanzkrise habe diese Mängel schonungslos aufgedeckt. Zur Griechenland-Krise sagte die Kanzlerin, sie sei dafür, dass das Land den Euro behalte. Ein Euro-Austritt Griechenlands würde unabsehbare Folgen haben. Zu grundlegenden Strukturreformen gebe es keine Alternative.

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