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Nachrichten

08.01.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 06:52

Nachrichten von Donnerstag, 8. Januar 2015 – langsam gesprochen als MP3

Attentäter von Paris weiter auf der Flucht:

Nach dem tödlichen Anschlag auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" in Paris hat es nach Angaben des französischen Premierminsters Manuel Valls mehrere Festnahmen gegeben. Mehrere Personen befänden sich in Polizeigewahrsam, sagte Valls dem Radiosender RTL. Derweil sind die beiden mutmaßlichen Haupttäter weiter auf der Flucht. Dabei handelt es sich nach Angaben der Polizei um Brüder, die in Paris geboren wurden und die französische Staatsbürgerschaft besitzen. Es mehren sich die Anzeichen, dass es sich um ein Attentat mit islamistischem Hintergrund handelt. Bei einem der Verdächtigen soll es sich um einen den Behörden bekannten Dschihadisten handeln, der wegen der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Jahr 2008 verurteilt wurde. Den beiden auf die Spur kamen die Fahnder offenbar durch einen Fehler der Attentäter. Einer von ihnen soll seinen Personalausweis in dem Fluchtwagen vergessen haben, als sie diesen wechselten. Die Fahndung konzentriert sich derzeit auf die Stadt Reims. Dort hat die Polizei ein Haus umstellt. Ein dritter Verdächtiger stellte sich noch am Mittwochabend der Polizei. Er soll seine Unschuld beteuern. Bei dem Anschlag auf "Charlie Hebdo" waren am Mittwoch zwölf Menschen getötet worden, darunter mehrere Zeichner des Magazins sowie der Chefredakteur Stéphane Charbonnier. Elf Menschen wurden verletzt, vier von ihnen lebensgefährlich.

Tag der nationalen Trauer in Frankreich:

Nach dem Mordanschlag von Paris hat in Frankreich ein Tag der nationalen Trauer begonnen. Präsident François Hollande forderte seine Landsleute zu einer Gedenkminute am Mittag auf. Premierminister Manuel Valls bat die Unternehmer, ihren Angestellten dies zu ermöglichen. Zur gleichen Zeit will die Nationalversammlung mit einer Zeremonie an die Opfer des Anschlags auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" erinnern. An der Kathedrale "Notre-Dame" im Herzen von Paris sollen die Glocken geläutet werden. Für den Morgen hatte Hollande sein Kabinett zu einer weiteren Sondersitzung einberufen. Am Mittwochabend waren in ganz Frankreich mehr als 100.000 Menschen auf die Straße gegangen. International hatte der Anschlag Abscheu und Entsetzen ausgelöst. Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach von einer abscheulichen Tat. US-Präsident Barack Obama bot jede Hilfe der USA an, die Täter vor Gericht zu bringen. Auch der UN-Sicherheitsrat, islamische Staaten wie Katar, Muslimverbände, die EU, die NATO, Russland und Papst Franziskus verurteilten die Tat.

Merkel will Griechenland im Euro halten:

Nach tagelangem Schweigen zu den "Grexit"-Spekulationen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Besuch in der britischen Hauptstadt Berichten widersprochen, wonach die deutsche Regierung einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone in Kauf nehmen würde. Deutschland arbeite für Griechenlands Verbleib in der Eurozone, sagte Merkel nach einem Arbeitstreffen mit dem britischen Premierminister David Cameron in London. In einem Video, das das Bundespresseamt im Online-Dienst Twitter verbreitete, zeigte sich Merkel zuversichtlich, dass dies auch gelingen werde. Griechenland habe bereits einen erheblichen Teil des Reformweges mit großen Einschnitten für die Bevölkerung absolviert. Die Umsetzung vereinbarter Reformen und die Solidarität der internationalen Partner gehörten zusammen, betonte die Kanzlerin. Dieses Konzept sei bislang sehr erfolgreich gewesen und solle auch so weiter gehen.

Jazenjuk wirbt in Berlin um Unterstützung:

Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk baut im Konflikt mit Russland auf die Unterstützung des Westens. Er benötigt vor allem eines: Geld. Der deutsche Staat sicherte der Ukraine, die aufgrund der anhaltenden Kämpfe mit den prorussischen Aufständischen im Osten und der wirtschaftlichen Probleme als Folge der politischen Umwälzungen unter massiven Finanznöten leidet, Kreditgarantien von 500 Millionen Euro zu. Ein entsprechender Vertrag wurde bei Jazenjuks Deutschlandbesuch in Berlin unterzeichnet. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel sagte Jazenjuk weitere Hilfe bei der Stabilisierung des Landes zu. Dafür seien allerdings weitere Reformen notwendig, mahnte Gabriel. An diesem Donnerstag spricht Jazenjuk im Kanzleramt mit Kanzlerin Angela Merkel. Dabei soll es dann nicht nur ums Geld gehen, sondern auch um eine politische Lösung für die Ukraine.

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