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Langsam gesprochene Nachrichten

07.12.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:34

Nachrichten von Donnerstag, 7. Dezember 2017 – langsam gesprochen als MP3

Palästinenser protestieren mit Generalstreik gegen Trumps Entscheidung:

Aus Protest gegen die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, haben die Palästinenser einen Generalstreik begonnen. Im Westjordanland sowie in Ost-Jerusalem blieben öffentliche Einrichtungen, Geschäfte, Schulen und Banken geschlossen. Die radikal-islamische Hamas rief zu einem neuen Aufstand auf. Trump hatte am Mittwoch Jerusalem als israelische Hauptstadt anerkannt und den baldigen Umzug der US-Botschaft von Tel Aviv dorthin angekündigt. Die Weltgemeinschaft reagierte zutiefst besorgt - es gibt Ängste vor einem neuen Flächenbrand in Nahost. Dagegen sprach Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu von einem historischen Tag. Die Israelis beanspruchen ganz Jerusalem als ihre unteilbare Hauptstadt. Dies wird international nicht anerkannt. Israel hatte 1967 während des Sechstagekriegs den arabischen Ostteil der Stadt erobert und später annektiert. Die Palästinenser sehen in Ost-Jerusalem die künftige Hauptstadt eines unabhängigen Palästinenserstaates. Der UN-Sicherheitsrat befasst sich am Freitag in einer Dringlichkeitssitzung mit dem Beschluss des US-Präsidenten.

 

Australisches Parlament beschließt Ehe für alle:

In Australien werden die ersten schwulen und lesbischen Paare vermutlich schon im Januar heiraten können. Nach langen Debatten beschloss das Unterhaus des australischen Parlaments in der Hauptstadt Canberra die Ehe für alle. Von 150 Abgeordneten stimmten letztlich nur vier dagegen. Das Oberhaus, der Senat, hatte bereits vor einigen Tagen grünes Licht gegeben. Der konservative Premierminister Malcolm Turnbull, der selbst mit Ja stimmte, sagte: "Australien hat es geschafft!" In einer Volksbefragung sprachen sich kürzlich fast 62 Prozent der Australier für die Homo-Ehe aus. Mittlerweile ist homosexuellen Paaren die Eheschließung in mehr als 20 westlichen Demokratien möglich. In Deutschland ist sie seit dem 1. Oktober erlaubt.

 

Trump fordert Saudis zur Zulassung von Hilfen für den Jemen auf:

US-Präsident Donald Trump hat Saudi-Arabien aufgefordert, uneingeschränkte humanitäre Hilfslieferungen in den Jemen zuzulassen. Die Menschen in dem Land bräuchten dringend Nahrung, Trinkwasser, Treibstoff und Arzneimittel. Dies müsse aus humanitären Gründen sofort passieren, heißt es in einer Stellungnahme des Präsidenten. Bereits im November hatten die USA Druck auf Saudi-Arabien ausgeübt, Häfen und Flughäfen im Jemen für Hilfslieferungen zu öffnen. Seit dem Beginn des Bürgerkriegs im Jemen vor zwei Jahren schlingert das Land immer weiter in eine humanitäre Katastrophe. Von den 27 Millionen Einwohnern sind nach UN-Angaben zwei Drittel auf Lebensmittelhilfen angewiesen. Neben einer Hungerkatastrophe droht auch eine Cholera-Epidemie.

 

Achter Abschiebeflug erreicht Kabul - erstmals sogenannte Gefährder dabei:

Die deutschen Behörden haben ein weiteres Mal abgelehnte afghanische Flüchtlinge in ihre Heimat abgeschoben. Das in Frankfurt am Main gestartete Flugzeug landete in Kabul, wie ein Sprecher bestätigte. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur waren 27 Passagiere an Bord, darunter erstmals auch zwei sogenannte Gefährder - Menschen, denen die Behörden terroristische Taten zutrauen. Der Großteil der Gruppe kam demnach aus Bayern. Es ist die achte Sammelabschiebung seit Dezember 2016. Mit den ersten sieben Flügen hatte die Bundesregierung nach offiziellen Angaben 128 zumeist junge Männer nach Afghanistan zurückfliegen lassen. Die Abschiebungen sind umstritten, weil sich in Afghanistan der Konflikt zwischen Regierung und islamistischen Taliban verschärft hat.

 

US-Gericht verurteilt VW-Manager zu sieben Jahren Gefängnis:

Wegen Vertuschung der Abgasmanipulationen bei Volkswagen ist ein Manager des Konzerns in den USA zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Wie ein Sprecher des Bundesgerichts in Detroit mitteilte, wurde gegen den Angeklagten außerdem eine Geldstrafe von 400.000 Dollar verhängt. Der Manager hatte sich schuldig bekannt, sonst hätte ihm womöglich eine noch härtere Strafe gedroht. Anfangs hatte wegen der ihm zur Last gelegten elf Straftaten eine Gesamtstrafe von 169 Jahren im Raum gestanden. Von der Manipulation waren in den USA fast 600.000 Fahrzeuge betroffen. Der VW-Mitarbeiter leitete von 2012 bis 2015 das Umweltbüro des Volkswagen-Konzerns in Michigan.

 

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