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Nachrichten

07.11.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:34

Nachrichten von Freitag, 7. November 2014 – langsam gesprochen als MP3

Obama schreibt Iran-Führer wegen Kampf gegen IS:

Im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat US-Präsident Barack Obama laut einem Bericht des "Wall Street Journal" Interesse an einer möglichen Zusammenarbeit mit dem Erzfeind Iran signalisiert. Obama habe bereits Mitte Oktober einen geheimen Brief an den obersten Führer in Teheran, Ajatollah Ali Chamenei, geschrieben, berichtet die Zeitung. Voraussetzung einer Zusammenarbeit sei allerdings eine Einigung bei den gegenwärtigen Verhandlungen im Atomstreit mit Iran. In Washington gibt es seit längerem Spekulationen, dass das schiitische Regime in Teheran und die USA ihre Kräfte im Kampf gegen die sunnitischen Extremisten des IS bündeln könnten. Die Bekämpfung der Terrormiliz - die in Nahost ein großes Kalifat aufbauen will - gehört auch zu den strategischen Zielen Teherans. Die USA bombardieren seit Wochen IS-Stellungen in Syrien und im Irak.

Bin-Laden-Todesschütze offenbart seine Identität:

Früher als erwartet ist in den USA der Name des Soldaten enthüllt worden, der Al-Kaida-Chef Osama bin Laden vor dreieinhalb Jahren erschoss. Der 38-jährige Robert O'Neill, einst Angehöriger der US-Spezialeinheit Navy Seals, gab in einem Interview mit der "Washington Post" seine bislang streng gehütete Identität preis. O'Neill sagte, er habe sich wegen seiner drohenden Enttarnung durch Dritte entschlossen, in einer TV-Dokumentation aufzutreten, die kommende Woche ausgestrahlt werden soll. Bin Laden war im Mai 2011 in seinem Versteck im pakistanischen Abbottabad von einem Kommando der Elitetruppe getötet worden. Ohne Namen zu nennen, hatte das US-Magazin "Esquire" bereits im Februar 2013 berichtet, bin Ladens Todesschütze stehe nach eigenen Angaben vor dem finanziellen Ruin. Er sei freiwillig aus der Armee ausgetreten. Da er das vorgeschriebene Pensionsalter nicht erreicht habe, bekomme er keine Abfindung, hieß es.

EU-Außenbeauftragte Mogherini in Israel und Palästinensergebieten:

Die neue EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini ist zu einem dreitägigen Besuch nach Israel und in die Palästinensergebiete gereist. Ihr erster Besuch in der Region in der neuen Funktion unterstreiche die hohe Priorität, die die Europäische Union der Beilegung des Nahostkonflikts beimesse, hieß es in Brüssel. Die EU wolle ihre Rolle bei der Stabilisierung der Region und Wiederbelebung des Friedensprozesses erfüllen. Zunächst wird Mogherini in Jerusalem Gespräche mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und seinem Außenminister Avigdor Lieberman führen. Weitere Besuchsorte sind Ramallah, Gaza und Tel Aviv. Auf palästinensischer Seite trifft Mogherini Präsident Mahmud Abbas und Regierungschef Rami Hamdallah.

Frankreichs Präsident Hollande räumt Fehler ein:

Frankreichs Präsident François Hollande hat in einer Bilanz zur Hälfte seiner Amtszeit Fehler eingeräumt. Er mache sich zum Vorwurf, eine Trendwende bei der Arbeitslosigkeit versprochen zu haben, die nicht eingetreten sei, sagte Hollande im französischen Sender TF1. Sollte er bis zum Ende seiner Amtszeit keine Wende zu Besserung erreichen, werde er 2017 nicht wieder für das Präsidentenamt kandidieren. Der Sozialist machte zugleich deutlich, dass er seinen auch im eigenen Lager umstrittenen Reformkurs fortsetzen werde. Er werde in den ihm verbleibenden zwei Jahren das Land bis zum Ende reformieren. Hollande kämpft zur Mitte seiner Amtszeit gegen eine steigende Arbeitslosigkeit, ein schwaches Wachstum und eine zu hohe Staatsverschuldung. Jüngsten Umfragen zufolge urteilen nur noch 13 Prozent der Franzosen positiv über die Bilanz des Präsidenten.

Mindestens neun Tote bei Unwettern in Haiti:

Bei heftigen Unwettern in Haiti sind in den vergangen Tagen mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Schwere Überschwemmungen zerstörten zudem ganze Straßen und Häuser, wie der Zivilschutz des Karibikstaates mitteilte. Insgesamt seien im Norden des Landes mehr als 14.000 Häuser beschädigt, mindestens 4500 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Präsident Michel Martelly und Ministerpräsident Laurent Lamothe reisten in die Region, um die Rettungsarbeiten zu überwachen. Die Regierung kündigte einen Notfallplan an, um den Betroffenen zur Hilfe zu kommen. Das ärmste Land der westlichen Hemisphäre war 2010 von einem Erdbeben der Stärke 7,0 erschüttert worden. Mehr als 1,3 Millionen Menschen wurden obdachlos. Der Wiederaufbau kommt nur schleppend voran. Etwa 200.000 Haitianer hausen noch immer in Behelfsunterkünften. Eine große Summe versprochener Hilfsgelder der internationalen Gemeinschaft steht noch immer aus.

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