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Nachrichten

07.11.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die Amerikaner haben Barack Obama für weitere vier Jahre zum US-Präsidenten gewählt. In einer spannenden Wahlnacht siegte der demokratische Amtsinhaber nach noch vorläufigen Ergebnissen vor allem in den besonders umkämpften Bundesstaaten. In den meisten der "Swing States", die keinem der politischen Lager eindeutig zugerechnet werden, konnte sich Obama durchsetzen. Die Vorentscheidung über die notwendigen Wahlmänner fiel dann im Schlüsselstaat Ohio. Florida blieb bis zuletzt spannend, auf das Gesamtergebnis hat das Ergebnis aber keinen Einfluss mehr. Der wiedergewählte Präsident sagte vor begeisterten Anhängern, er danke jedem US-Bürger, der an den Wahlen teilgenommen habe. Seinem unterlegenen Kontrahenten Mitt Romney bot er eine Zusammenarbeit zum Wohle der USA an. Romney gestand seine Niederlage ein und gratulierte Obama in einem Telefonat. Bei den US-Kongresswahlen verteidigten die Demokraten zwar ihre Mehrheit im Senat, im Repräsentantenhaus dominieren aber wieder die Republikaner. Dort wurde auch einer von Obamas erbitterten politischen Gegnern - der Präsident des Repräsentantenhauses, John Boehner - in seinem Amt bestätigt.

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Bundespräsident Joachim Gauck, Vertreter von Europäischer Union und NATO sowie zahlreiche in- und ausländische Politiker haben US-Präsident Barack Obama zu seiner Wiederwahl beglückwünscht. Der Bundespräsident erklärte, beide Länder seien auf der Grundlage gemeinsamer Werte fest miteinander verbunden. Bundesaußenminister Guido Westerwelle äußerte seine Hoffnung auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit. Beim Thema Abrüstung zwischen den USA und Russland rechne er mit neuen Impulsen. Zugleich plädierte er nochmals für "mehr Freihandel" zwischen Europa und den USA. Insgesamt erwartet Westerwelle in der Außenpolitik aber keine großen Veränderungen.

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Der Sachverständigenrat der Bundesregierung legt an diesem Mittwoch sein Jahresgutachten vor. Nach Medienberichten rechnen die Wirtschaftsweisen mit einem Wachstum von 0,8 Prozent in diesem und im nächsten Jahr. Für dieses Jahr wird eine Arbeitslosenquote von durchschnittlich 6,8 Prozent erwartet. Das wäre der niedrigste Wert seit der deutschen Einheit. Die Wirtschaftsexperten riefen die Bundesregierung zu stärkeren Sparanstrengungen auf. Eine günstige konjunkturelle Entwicklung in Deutschland sei nicht dauerhaft zu erwarten, zitierte das "Handelsblatt" aus dem Papier.

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Mit milliardenschweren Steuererleichterungen will Frankreich seine Unternehmen wieder fit für den internationalen Wettbewerb machen. Die Regierung von Präsident Francois Hollande versprach Arbeitgebern eine Entlastung von bis zu 20 Milliarden Euro, durch die die als zu hoch kritisierten Arbeitskosten indirekt gesenkt werden sollen. Um das zu finanzieren, bürdet der Sozialist den Bürgern eine höhere Mehrwertsteuer, neue Öko-Steuern und weitere Haushaltskürzungen in Höhe von zehn Mlilliarden Euro auf. Man brauche "einen Ruck auf nationaler Ebene, um unser Schicksal wieder in den Griff zu bekommen", sagte Ministerpräsident Jean-Marc Ayrault bei der Präsentation in Paris. Abgehängt - nicht zuletzt durch deutsche Exporte - hatte Frankreichs Industrie eine Art Schocktherapie verlangt. Hollandes Konzept bleibt auch hinter den Forderungen des Regierungsberaters Louis Gallois in seinem jüngsten Gutachten zurück.

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Das Verfassungsgericht im katholischen Spanien hat nach einem sieben Jahre dauernden Verfahren die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern endgültig für legal erklärt. Die Richter in Madrid wiesen mit acht zu drei Stimmen den Antrag der konservativen Volkspartei zurück, das 2005 beschlossene Gesetz zur Homosexuellen-Ehe zu stoppen. Die Volkspartei lehnt das von der damaligen Linksregierung durchgesetzte Gesetz ab und argumentiert, die Eheschließung meine der Verfassung nach ausschließlich den Bund zwischen Mann und Frau. In Umfragen befürwortet die Mehrheit der Spanier die derzeitige Regelung auch gegen den Willen der katholischen Kirche, der die meisten Spanier angehören.

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