1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Langsam gesprochene Nachrichten

07.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:14

Nachrichten von Samstag, 7. Oktober 2017 – langsam gesprochen als MP3

Spaniens Regierung will keine Vermittlung im Katalonien-Konflikt:

Die spanische Regierung hat die Forderung der katalanischen Regionalregierung zurückgewiesen, den Konflikt mithilfe internationaler Vermittler zu lösen. Der spanische Außenminister Alfonso Dastis sagte dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", die spanische Regierung müsse den Rechtsstaat gegen eine Regionalregierung verteidigen, "die einen Staatsstreich durchziehen" wolle. Kein demokratischer Staat könne einen derartigen Bruch der Verfassung hinnehmen. Deshalb halte er die Forderung nach internationaler Vermittlung für "nicht hilfreich". Am Wochenende wollen in zahlreichen Städten Befürworter und Gegner der Abspaltung Kataloniens vom Zentralstaat demonstrieren. In Madrid soll ein "patriotischer Marsch" der Anhänger eines ungeteilten Spaniens stattfinden. Unterdessen ist für Dienstagabend eine Sitzung des katalanischen Parlaments angesetzt. Die ursprünglich für Montag geplante Zusammenkunft war von der spanischen Justiz verboten worden, um eine Ausrufung der Unabhängigkeit zu verhindern.

 

Hurrikan "Nate" gewinnt über Golf von Mexiko an Kraft:

Auf seinem Weg Richtung USA ist der tropische Sturm "Nate" zu einem Hurrikan der Kategorie 1 hochgestuft worden. Der Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern wird am späten Samstagabend oder Sonntagfrüh auf die Golfküste der USA treffen. Die US-Meteorologen gaben für Teile Louisianas, Mississippis und Alabamas eine Hurrikanwarnung heraus. In allen drei Staaten wurde der Notstand ausgerufen. "Nate" wird für die USA der vierte tropische Sturm in kurzer Folge. Zuvor war der Sturm an Mittelamerika und Mexiko vorbeigezogen. Mindestens 28 Menschen kamen ums Leben. Zahlreiche Menschen werden noch vermisst. Viele Orte sind von der Außenwelt abgeschnitten, weil Brücken eingestürzt oder Straßen überflutet waren.

 

USA heben Sanktionen gegen den Sudan auf:

Die USA heben die Wirtschaftssanktionen gegen den Sudan auf. Das US-Außenministerium teilte mit, man erkenne damit die Bemühungen der Regierung in Khartum um einen Waffenstillstand in dem Land an. Außerdem habe der Sudan sehr gut mit den USA bei der Terrorbekämpfung und dem Umgang mit regionalen Konflikten kooperiert. Bis zu einer vollständigen Normalisierung der Beziehungen zu den USA sei es noch ein weiter Weg, hieß es aus Washington. Die Sanktionen gegen das von Kämpfen im Inneren erschütterte Land waren mit dem Vorwurf begründet worden, der Sudan unterstütze Terrorgruppen. Bereits im Januar hatte der scheidende US-Präsident Barack Obama erste Sanktionen gegen den Sudan gelockert.

 

Trump streicht Antibabypille auf Krankenschein:

US-Bürger haben keinen automatischen Anspruch mehr darauf, dass ihr Arbeitgeber ihnen indirekt die Verhütungsmittel bezahlt. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump strich einen entsprechenden Absatz im Gesetz über die Krankenversicherung. Seit "Obamacare", also der Reform des Gesundheitswesens durch Trumps Vorgänger Barack Obama, mussten alle Arbeitgeber einen Versicherungsschutz anbieten, mit dem Arbeitnehmer kostenlos Verhütungsmittel erhielten. Dagegen hatten vor allem christlich-konservative Gruppierungen protestiert. Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, "Obamacare" zu kippen. Mehrere Anläufe seiner republikanischen Verbündeten dazu waren jedoch in den vergangenen Monaten im Kongress gescheitert, deswegen ist das Krankenversicherungssystem weiter in Kraft.

 

Kanada will Ureinwohner wegen Zwangsadoptionen entschädigen:

Tausende kanadische Ureinwohner, die als Kinder ihren Eltern weggenommen und zur Adoption in weiße Familien freigegeben wurden, erhalten eine Entschädigung von der Regierung. Insgesamt zahlt der Staat umgerechnet rund 544 Millionen Euro Schmerzensgeld. Auf diese Summe hatten sich Betroffene und die kanadische Regierung nach einem achtjährigen Rechtsstreit geeinigt. Die Regierung in Ottawa war dabei bereits im Februar für schuldig befunden worden, bei den Betroffenen psychologische Schäden und den Verlust ihrer kulturellen Identität mit verursacht zu haben. Carolyn Bennett, Kanadas Ministerin für indigene Angelegenheiten, nannte die erzielte Einigung einen wichtigen Schritt, um ein "dunkles und schmerzhaftes Kapitel in der Geschichte Kanadas" aufzuarbeiten. Ein Teil der Entschädigungszahlungen soll Berichten zufolge an eine Stiftung zur Aussöhnung zwischen der Regierung und den betroffenen Ureinwohnern gehen.

 

Proteste zu Putins Geburtstag geplant:

Zum 65. Geburtstag von Kremlchef Wladimir Putin hat der russische Oppositionelle Alexej Nawalny zu Massenprotesten in rund 80 Städten aufgerufen. Die größte Demonstration wird in Putins Heimatstadt St. Petersburg erwartet. Beobachter halten Festnahmen und eine Gewalteskalation für wahrscheinlich. Nawalny war Anfang der Woche von einem Moskauer Gericht zu einer 20-tägigen Haftstrafe verurteilt worden, weil er zur Teilnahme an nicht-genehmigten Kundgebungen aufgerufen hatte. Der Oppositionelle ist einer der erbittertsten Gegner des russischen Staatschefs und will an der nächsten Präsidentenwahl im März teilnehmen. Putin hat seine Kandidatur noch nicht offiziell erklärt. Der 65-Jährige ist seit Mai 2012 in seiner dritten Amtszeit Präsident der Russischen Föderation. Bereits von 2000 bis 2008 stand Putin an der Staatsspitze. Davor und in der Zeit von 2008 bis 2012 war er russischer Ministerpräsident. 

 

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema