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Nachrichten

07.10.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:51

Nachrichten von Dienstag, 7. Oktober 2014 – langsam gesprochen als MP3

Islamisten marschieren in Kobane ein :

In Syrien hat die Terrormiliz "Islamischer Staat" offenbar die ersten Teile der umkämpften Stadt Kobane eingenommen. Beobachter sprechen von massiven Straßen- und Häuserkämpfen in den Randbezirken der Kleinstadt. Kobane ist die letzte Bastion in einer ursprünglich von kurdischen Einheiten kontrollierten Enklave im Norden Syriens. Die Stadt wird seit Tagen von islamistischen Kämpfern belagert. Angesichts der bedrohlichen Lage macht sich UN-Generalsekretär Ban Ki Moon große Sorgen um die verbliebenen Bewohner in Kobane. Ban appellierte an alle, die die Mittel dazu hätten, sofort zum Schutz der Bevölkerung zu handeln.

Erstmals Ebola-Ansteckung in Europa:

In Spanien hat sich eine Krankenschwester mit Ebola infiziert. Das bestätigte Gesundheitsministerin Ana Mato in Madrid. Damit hat sich erstmals ein Mensch in Europa mit der in Westafrika grassierenden Seuche angesteckt. Die Krankenschwester hatte einen an Ebola erkrankten spanischen Priester betreut, der vor zwei Wochen zur Behandlung aus Sierra Leone nach Madrid gebracht worden war und dort wenige Tage später verstarb. Die Krankenschwester hatte seitdem Urlaub. Nach Angaben von Medizinern fühlte sie sich erstmals am 30. September krank. Sie sei in einem stabilen Zustand. Die spanischen Behörden setzten inzwischen einen Notfallplan in Kraft, sagte Ministerin Mato. Vertreter des Krankenhauses sagten, alle Kontaktpersonen der Krankenschwester stünden unter Beobachtung. Bislang seien aber keine weiteren Ebola-Fälle bekannt.

Europäisches Parlament prüft designierte EU-Kommissare auf Herz und Nieren :

In Brüssel wird heute die Anhörung der designierten EU-Kommissare durch das Europaparlament fortgesetzt. Dabei muss sich der Brite Jonathan Hill zum zweiten Mal den Fragen der Abgeordneten stellen. Weitere Kandidaten sind der Finne Jyrki Katainen und der Niederländer Frans Timmermanns. Das EU-Parlament muss der Berufung der Kandidaten zustimmen. Bei der Anhörung am Montag konnte der Ungar Tibor Navracsics nicht überzeugen. Die Abgeordneten lehnten ihn als kommenden Kulturkommissar ab. Auch die Slowenin Alenka Bratusek geriet ins Kreuzverhör. Sie musste sich gegen Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit ihrer Nominierung verteidigen.

Lokführer streiken bundesweit ab 21 Uhr:

Die Lokführergewerkschaft GDL hat ihre Mitglieder zu einem bundesweiten Streik aufgerufen. Von 21 Uhr bis 6 Uhr sollen sowohl im Fernverkehr als auch auf regionaler Ebene alle Züge und S-Bahnen still stehen. Vom Streik betroffen sind auch Güterzüge. Hintergrund der Arbeitsniederlegung ist ein Tarifstreit mit der Deutschen Bahn. Die GDL fordert fünf Prozent mehr Geld und eine um zwei Stunden verkürzte Wochenarbeitszeit. Die Verhandlungen scheiterten bislang daran, dass die Gewerkschaft ihre Forderungen nicht nur für Lokführer sondern auch für das übrige Zugpersonal stellt. Die Bahn lehnt das ab. Sie hatte den Lokführern zwei Prozent mehr Geld angeboten.

Einigung auf Gespräche in Hongkong:

Hongkongs Regierung und die Demonstranten haben sich auf Gespräche über Wege aus der bisher schwersten Krise in Chinas Sonderverwaltungsregion geeinigt. Beide Seiten berichteten, die Regierung habe die Bedingungen der Studenten akzeptiert. Danach soll der Dialog öffentlich und in mehreren Runden stattfinden - die erste Runde wahrscheinlich noch diese Woche. Die Regierung sicherte zu, die Ergebnisse umzusetzen, "wenn es Konsens gibt". Studentenführer Lester Shum forderte, dass die Polizei keine Gewalt einsetze, um die drei Protestorte in dem belebten Geschäftsviertel Mong Kok auf der Halbinsel Kowloon sowie in Causeway Bay und Admiralty auf der Insel Hongkong zu räumen, solange die Gespräche nicht erfolgreich abgeschlossen seien.

Erste Drohnen zu Überwachung von Waffenruhe in Ukraine entsandt:

In der Ukraine sind die ersten europäischen Drohnen eingetroffen, um die brüchige Waffenruhe im Osten des Landes zu überwachen. Die unbemannten Flugzeuge sollen im Auftrag der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) das Konfliktgebiet und die Grenze zu Russland kontrollieren. Die beiden Drohnen aus Österreich sollen dazu dienen, die Einhaltung der am 5. September zwischen Kiew, Moskau und den prorussischen Separatisten vereinbarten Waffenruhe zu überwachen. Zudem sollen sie kontrollieren, dass beide Seiten ihre Kampfverbände aus der vereinbarten Pufferzone abziehen und keine Waffen oder Kämpfer aus Russland über die Grenze gelangen. Laut dem OSZE-Sprecher Michael Bociurkiw sollen zwei weitere Drohnen folgen. Nach Angaben der Regierung in Paris wollen Frankreich und Deutschland in den kommenden Tagen ebenfalls Drohnen in die Ukraine schicken. Das Bundesverteidigungsministerium bestätigte am Wochenende, dass die Bundeswehr den Einsatz unbewaffneter Drohnen prüfe.

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