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Nachrichten

07.08.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die syrische Armee ist nach Angaben von Menschenrechtlern am Sonntag mit Panzern in die Ölstadt Deir Essor im Nordosten eingerückt und hat dort mindestens 20 Menschen getötet. Syrische Menschenrechtsaktivisten teilten mit, im Morgengrauen seien etwa 250 Panzer und gepanzerte Fahrzeuge in die Stadt gefahren. Augenzeugen sprachen von schwerem Granatbeschuss. Bei einem weiteren Militäreinsatz in der Stadt Hula in der Provinz Homs wurden neun Menschen getötet, wie Aktivisten dem Nachrichtensender Al-Dschasira sagten. Dort drang die Armee mit 25 Panzern in die Stadt ein. Syriens Machthaber Baschar al Assad bezeichnete das gewaltsame Vorgehen gegen die Demokratiebewegung als "Pflicht des Staates", um die Bürger vor "Gesetzlosen" zu schützen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und Papst Benedikt XVI. forderten vom syrischen Regime ein Ende der brutalen Einsätze gegen die eigene Bevölkerung.

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Nach neuerlichen Massenprotesten gegen zu hohe Lebenshaltungskosten hat die israelische Regierung Reformmaßnahmen angekündigt. Im staatlichen Hörfunk versicherte Finanzminister Juwal Steinitz, es seien schnelle Schritte zu erwarten. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu werde voraussichtlich schon in Kürze die Einrichtung eines Sonderkomitees aus Regierungsministern und Fachleuten bekanntgeben. Damit, so Steinitz, solle auf die Forderungen der Demonstranten eingegangen werden, die über zu hohe Wohnkosten und zunehmende Wohlstandsunterschiede verärgert seien. Landesweit beteiligten sich nach Angaben israelischer Medien zuletzt 350.000 Menschen an den Protesten. Ihre Forderungen reichten von bezahlbaren Mieten über Reformen im Bildungs- und Gesundheitswesen bis hin zu niedrigeren Steuern.

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Bei schweren Ausschreitungen im Londoner Stadtteil Tottenham sind rund 30 Menschen verletzt worden, darunter allein 26 Polizeibeamte. Mehr als 40 Menschen nahm die Polizei fest. Randalierer hatten in der Nacht Polizisten mit Steinen, Flaschen und Brandsätzen beworfen. Mehrere Häuser, Läden, Supermärkte, ein Doppeldecker-Bus und mehrere Polizeiautos wurden in Brand gesetzt. Auslöser für die Krawalle war ein Protest gegen einen Polizeieinsatz, bei dem am Donnerstag ein Mann erschossen worden war. Rund 200 Menschen hatten sich dazu vor einer Wache in Tottenham versammelt. Der 29-Jährige hatte sich aus noch ungeklärten Gründen einen Schusswechsel mit Polizisten geliefert. Viele der Demonstranten glauben der Polizei nicht, dass der Mann zuerst geschossen habe. - Tottenham im Norden Londons zählt zu den ärmsten Gegenden Großbritanniens.

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Wegen der jüngsten Kurseinbrüche an den internationalen Börsen bemühen sich die führenden Wirtschaftsnationen der Welt um eine Beruhigung der Lage an den Finanzmärkten. Die stellvertretenden Finanzminister der Gruppe der 20 wichtigsten Schwellen- und Industriestaaten hätten eine Telefonkonferenz zur Schuldenkrise in Europa und den USA abgehalten, bestätigte die koreanische Regierung. Noch vor dem Börsenauftakt in Asien wird zudem mit einer Erklärung der Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führenden Industrienationen -G7- gerechnet. Unmittelbarer Anlass war die Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA durch eine Rating-Agentur. US-Präsident Obama appellierte an Demokraten und Republikaner bei der Sanierung des Staatshaushaltes zusammenzuarbeiten.

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In der Bundesregierung gibt es nach Informationen von "Spiegel Online" erhebliche Zweifel daran, ob das hochverschuldete Italien durch den europäischen Rettungsschirm stabilisiert werden könnte. Regierungsexperten hätten darauf hingewiesen, dass die Partnerländer nicht die Garantie der gesamten italienischen Staatsschuld von mehr als 1,8 Billionen Euro stemmen könnten, heißt es weiter. Die italienische Volkswirtschaft sei zu groß, um gestützt werden zu können und müsse sich selbst helfen.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordwesten ein freundlicher Mix aus Sonne und Wolken und nur noch vereinzelt Regen. Im Südosten meist stark bewölkt und immer wieder heftige Regenschauer, teils gewittrig. Höchstwerte zwischen 18 und 23 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Montag verbreitet Schauer. Im Südosten teils länger anhaltender Regen. Die Maximaltemperaturen liegen bei 17 bis 22 Grad.

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