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Nachrichten

07.06.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die SPD-Opposition hat Zustimmung zum Beschluss der Bundesregierung signalisiert, als Konsequenz aus der Nuklearkatastrophe im japanischen Fukushima bis 2022 aus der Nutzung der Kernenergie auszusteigen. Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier erklärte in Berlin, die jetzige Linie von Union und FDP laufe auf den Ausstiegsbeschluss hinaus, den Rot-Grün vor zehn Jahren durchgesetzt und den Schwarz-Gelb 2010 rückgängig gemacht habe. - Zurückhaltend zur Energiewende äußerte sich FDP-Generalsekretär Christian Lindner. Er sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger", aus Koalitionsräson habe seine Partei eine Reihe nicht marktwirtschaftlicher Instrumente akzeptiert. Zugleich warnte Lindner vor Entschädigungsforderungen der Energiekonzerne. - Zusammen mit dem Ausstiegsbeschluss hatte das Kabinett am Montag eine Reihe von Gesetzentwürfen zur Energiewende beschlossen, vom Ausbau der Stromnetze über Energiesparprogramme bis zur Förderung erneuerbarer Energien. Das Paket soll noch vor der Sommerpause von Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden.

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Zum Auftakt ihres USA-Besuchs hat Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Präsident Barack Obama das deutsch-amerikanische Verhältnis sowie internationale Fragen erörtert. Das Gespräch während eines Abendessens in einem Washingtoner Restaurant habe in entspannter Atmosphäre stattgefunden, hieß es aus Kreisen der deutschen Delegation. - Offiziell beginnt Merkels Staatsbesuch in den USA an diesem Dienstag, wenn die Kanzlerin von Obama mit militärischen Ehren empfangen wird. Im Rahmen eines Staatsbanketts im Weißen Haus wird Obama die deutsche Regierungschefin mit der Freiheitsmedaille auszeichnen, der höchsten zivilen Ehrung der USA. Begleitet wird Merkel von mehreren Bundesministern.

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Das Verhältnis der Bundeswehr in Afghanistan zur US-Armee ist nach den Worten des Wehrbeauftragten des Bundestags, Hellmut Königshaus, schwer belastet. Während die USA im Norden Afghanistans viele Kampfhubschrauber und Rettungsflugzeuge einsetzten, habe die Bundeswehr ihre Flugstunden massiv reduziert, sagte der FDP-Politiker dem "Handelsblatt". In den USA gebe es deshalb Verstimmungen. Nach Angaben des "Handelsblatts" belegen interne Statistiken des Verteidigungsministeriums, dass die Flugzeiten der Hubschrauber für 2011 aus Kostengründen von 1600 auf 1200 Stunden gekürzt wurden.

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Deutschland unterstützt die Kandidatur von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon für eine zweite Amtszeit. Der Südkoreaner stehe für Ausgleich und Fairness zwischen den Ländern und setze sich stets für die friedliche Lösung von Konflikten ein, sagte Außenminister Guido Westerwelle. Dies sei auch die Position Deutschlands bei den Vereinten Nationen in New York. Der Außenminister wiederholte zugleich den Wunsch der Bundesregierung nach einem ständigen Sitz im Weltsicherheitsrat, in dem Deutschland derzeit als nichtständiges Mitglied vertreten ist. Westerwelle äußerte sich in Washington, am Rande des Besuchs von Kanzlerin Angela Merkel. Der 66-jährige Ban hatte am Montag in New York offiziell angeboten, die UN nach Ende seiner Amtszeit am 31. Dezember für weitere fünf Jahre zu führen. Es gibt bislang keinen Gegenkandidaten.

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Die Zahl der Todesopfer in Deutschland durch den gefährlichen Darmkeim EHEC ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts auf 22 gestiegen. Die meisten tödlichen Krankheitsverläufe habe es in Niedersachsen mit sechs und in Schleswig-Holstein mit fünf gegeben, teilten die Wissenschaftler in Berlin mit. Die Suche nach dem EHEC-Erreger brachte bislang kein Ergebnis. Erste Laborproben von Sprossengemüse aus Niedersachsen fielen negativ aus. Ein Sprecher des Verbraucherministeriums in Hannover betonte jedoch, man halte an dem Verdacht fest, der Erreger könnte durch Sprossen verbreitet worden sein. - Die EU-Agrarminister wollen an diesem Dienstag über mögliche Hilfen für Gemüsebauern beraten. Der Markt für Tomaten, Gurken und Salat ist wegen der EHEC-Krise weitgehend zusammengebrochen.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vor allem nordöstlich der Elbe weiter schwül mit Schauern und Gewittern, teils unwetterartig. Im Süden und Westen etwas frischer und freundlicher. 17 bis 28 Grad.

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