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Nachrichten

07.05.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als Audio-Datei.

Audio anhören 09:26

Nachrichten von Donnerstag, 7. Mai 2015 – langsam gesprochen als MP3

Briten wählen neues Unterhaus:

In Großbritannien wird an diesem Donnerstag ein neues Parlament gewählt. Rund 35 Millionen Bürger sind aufgerufen, über die Zusammensetzung des Unterhauses und indirekt über den künftigen Premierminister abzustimmen. Erwartet wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem konservativen Amtsinhaber David Cameron und seinem Herausforderer Ed Miliband von der Labour-Partei. In Umfragen liegen beide Parteien gleich auf, für eine absolute Mehrheit von 326 Sitzen dürfte es aber für keine reichen. Beobachter rechnen mit einer Fortsetzung der Koalition der Tories mit den Liberaldemokraten oder einer von der Schottischen Nationalpartei tolerierten Labour-Minderheitsregierung. Mit Spannung wird auch das Abschneiden der europafeindlichen UKIP-Partei erwartet.

Netanjahu bildet rechts-religiöse Koalition :

Fast zwei Monate nach der Parlamentswahl in Israel steht die neue Regierung des konservativen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Unmittelbar vor Ablauf einer Frist stimmte die extreme rechte Siedlerpartei von Naftali Bennett nach zähen Verhandlungen dem Beitritt in eine Koalition zu. Damit verfügt Netanjahu über eine hauchdünne Mehrheit von 61 der 120 Knesset-Abgeordneten. Neben der Siedlerpartei hatte der Regierungschef die Mitte-Rechts-Partei Kulanu (10 Mandate), sowie die streng religiösen Parteien Schas (7 Mandate) und Vereinigtes Thora-Judentum (6 Sitze) als Partner gewinnen können. Nach Absage des bisherigen Koalitionspartners Unser Haus Israel war Netanjahu zur Regierungsbildung auf die acht Mandate der Siedlerpartei angewiesen. Er steht vor seiner vierten Amtszeit.

Jemen bittet den UN-Sicherheitsrat um Einsatz von Bodentruppen:

Die Regierung des Jemen hat die internationale Gemeinschaft um Unterstützung im Kampf gegen die Huthi-Rebellen gebeten. In einem Schreiben des jemenitischen UN-Botschafters an den Weltsicherheitsrat heißt es, sein Land bitte um die Entsendung von Bodentruppen anderer Staaten, um den Jemen, vor allem aber die Städte Aden und Tais zu retten. In dem Schreiben heißt es weiter, der Jemen fordere internationale Menschenrechtsorganisationen auf, die "barbarischen" Verletzungen der schutzlosen Bevölkerung zu dokumentieren. Die Huthi-Rebellen haben in den vergangenen Monaten große Teile des Jemen unter ihre Kontrolle gebracht, darunter auch die Hauptstadt Sanaa. Der gewählte Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi ist nach Saudi-Arabien geflohen. Eine von Riad geführte Militäraktion fliegt seit Ende März Luftangriffe gegen Stellungen und Waffenlager der Huthis. Saudi-Arabien wirft dem Iran vor, die Rebellen zu unterstützen. Teheran weist dies zurück.

BND schränkt Kooperation mit der NSA ein:

Der Bundesnachrichtendienst (BND) zieht laut Medienberichten Konsequenzen aus der Spionage-Affäre und soll die Zusammenarbeit mit dem US-Geheimdienst NSA eingeschränkt haben. Nach Informationen eines Medienrechercheverbundes liefert der deutsche Geheimdienst den USA seit Anfang der Woche keine Daten zur Überwachung des Internet-Verkehrs mehr, die in der Station Bad Aibling gewonnen werden. Zuvor habe der BND die USA aufgefordert, für jeden Fall eine ausdrückliche Begründung für die Überwachung zu liefern. Die NSA habe erklärt, dies sei in kurzer Zeit kaum möglich. Ergänzend dazu meldet die "Rheinische Post" unter Berufung auf Regierungskreise, Berlin und Washington arbeiteten an einer Neuordnung der Geheimdienstzusammenarbeit.

Siemens baut weitere 4500 Arbeitsplätze ab:

Im Zuge des großangelegten Konzernumbaus streicht der Technologiekonzern Siemens weltweit weitere 4500 Arbeitsplätze. Etwa 2200 der Jobs werden in Deutschland abgebaut, wie das Unternehmen mitteilte. Angaben dazu, wo genau die Stellen abgebaut werden sollen, machte der Münchner Konzern bislang nicht. Hintergrund sind die Ertragsprobleme in der Energiesparte. Auch weitere ertragsschwache Geschäfte sollen saniert werden. Siemens kämpft im Stromerzeugungsgeschäft mit einem Preisverfall und einer Nachfrageflaute bei großen Gasturbinen. Im ersten Quartal 2015 erzielte Siemens einen Gewinn nach Steuern von 3,9 Milliarden Euro, das ist mehr als dreimal so viel wie vor Jahresfrist. Darin sind allerdings 3,2 Milliarden Euro aus dem Verkauf der Hörgerätesparte und des Anteils an der Hausgerätetochter BSH enthalten.

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