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Nachrichten

07.05.2011 - Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für die Verlängerung der Anti-Terror-Gesetze und für die Vorratsdatenspeicherung ausgesprochen. Ein großer Teil der Vorschriften werde auch in Zukunft gebraucht, um terroristische Anschläge in Deutschland verhindern zu können, sagte sie der "Passauer Neuen Presse". Die Festnahmen der jüngeren Vergangenheit hätten einmal mehr gezeigt, dass diese Gefahr bestehe. Außerdem sei Deutschland verpflichtet, eine entsprechende EU-Richtlinie umzusetzen, sagte die CDU-Politikerin. -- In der schwarz-gelben Koalition wird darüber gestritten, in welchem Umfang und wie lange die Anti-Terror-Gesetze verlängert werden sollen. Zahlreiche Sicherheitsgesetze waren nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA erlassen worden, einige davon sind bis Anfang 2012 befristet. Es geht dabei vor allem um Informationen, die die Sicherheitsbehörden von Banken, Fluggesellschaften, Postdienstleistern und Telekommunikationsfirmen zur Terrorbekämpfung bekommen.

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Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat sich gegen Kritik am Vorgehen der USA bei der Tötung des Al-Kaida-Führers Osama bin Laden verwahrt. Als Regierung eines nicht beteiligten Landes solle man nicht aus der Ferne eine völkerrechtliche Bewertung abgeben, sagte die Liberale der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Sie könne zum Beispiel nicht beurteilen, ob es die Gelegenheit gegeben habe, Bin Laden festzunehmen, sagte Leutheusser-Schnarrenberger. Es sei aber grundsätzlich richtig, dass die Urheber für solche fürchterlichen Taten sich vor der internationalen Gerichtsbarkeit verantworten müssen, fügte sie hinzu. --- Außenminister Guido Westerwelle sieht nach der Tötung Bin Ladens Möglichkeiten für bessere Beziehungen zwischen Christen und Muslimen. Man habe jetzt die Chance, ein neues Kapitel im Verhältnis der Religionen und Kulturen aufzuschlagen, sagte der FDP-Politiker der "Bild am Sonntag".

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Fünf Tage nach der Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden in Pakistan hat US-Präsident Barack Obama die Mitglieder der daran beteiligten Spezialeinheit ausgezeichnet. Sie hätten einen guten Job gemacht, lobte Obama bei einem Treffen mit den Elitesoldaten der Navy Seals auf einem Militärstützpunkt im Bundesstaat Kentucky. Die Aktion gegen Bin Laden sei eine der erfolgreichsten Geheimdienst- und Militäroperationen in der Geschichte der USA. Das Terrornetzwerk Al Kaida hatte am Freitag den Tod Bin Ladens bestätigt und mit neuen Anschlägen gedroht. Nach Medienberichten haben die USA versucht, den radikalislamischen Prediger Anwar al Aulaqi im Jemen mit einer Drohne zu töten. Aulaqi habe aber überlebt, melden das "Wall Street Journal" und der US-Sender CBS. Die US-Regierung stuft den Jemeniten, der auch die US-Staatsbürgerschaft besitzt, als einen der wichtigsten Führer des Al-Kaida-Netzwerks auf der arabischen Halbinsel ein.

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Die syrische Armee ist nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mit Panzern in die Küstenstadt Banias eingerückt. Die Soldaten seien auf dem Weg in die überwiegend von Sunniten bewohnten südlichen Stadtteile, in denen der Widerstand gegen das Regime von Staatschef Baschar al-Assad besonders stark sei. Die Stadtteile der Alewiten, zu denen auch Assad gehört, seien nicht betroffen. Vor der Küste patrouillierten Schiffe der Marine. Die Kommunikationsverbindungen wurden den Angaben nach unterbrochen. Bei einem "Tag des Trotzes" waren am Freitag Menschenrechtlern zufolge mindestens 26 Demonstranten von Sicherheitskräften getötet worden. Die US-Regierung drohte derweil mit weiteren Sanktionen, sollte das gewaltsame Vorgehen gegen die Opposition fortgesetzt werden.

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Die Finanzminister der Euro-Länder Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien haben auf einem unangekündigten Treffen in Luxemburg einen Austritt Griechenlands aus dem Währungsverbund ausgeschlossen. Auch eine Umschuldung Griechenlands komme nicht in Frage, sagte der Chef der Euro-Gruppe, Luxemburgs Regierungschef Jean-Claude Juncker. An dem Treffen nahmen auch Griechenlands Finanzminister Giorgos Papakonstantinou, EU-Währungskommissar Olli Rehn und der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, teil. Das hochverschuldete Griechenland wird derzeit von der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfond mit 110 Milliarden Euro gestützt. Dennoch verstummen Gerüchte über eine Umschuldung des Landes nicht.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Am Nachmittag verbreitet Sonne, im Westen einige lockere Quell- oder Schleierwolken. Es bleibt trocken bei Temperaturen zwischen 19 Grad in der Oberlausitz und 28 Grad entlang des Rheins, an der Ostsee kühler. Die weiteren Aussichten: Auch am Sonntag viel Sonnenschein, im Osten und Südosten häufiger Quellwolken. Höchsttemperaturen zwischen 18 und 27 Grad, an den Küsten teils deutlich kühler.

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