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Nachrichten

07.04.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 06:56

Nachrichten von Montag, 7. April 2014 – langsam gesprochen als MP3

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Bei der Suche nach der verschwundenen Boeing aus Malaysia gibt es neue Hoffnung. Zwei von australischen Suchmannschaften im Indischen Ozean geortete Funksignale entsprächen denen eines Flugschreibers, teilte der Koordinator der Suchaktion nach Flug MH370, Angus Houston, im australischen Perth mit. Zuvor hatte bereits ein chinesisches Schiff Signale aufgefangen, die möglicherweise von der Blackbox der verschwundenen Maschine stammen. Das Passagierflugzeug der Malaysia Airlines war am 8. März mit 239 Menschen an Bord auf dem Flug nach Peking verschwunden. Experten gehen von einem Absturz im Indischen Ozean aus. In dem Meeresgebiet beteiligen sich inzwischen 14 Schiffe und zwölf Flugzeuge an der Suche.

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Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen betrachtet das Verhältnis zu Russland wegen der Krim-Krise als auf längere Sicht beschädigt. Russlands Präsident Wladimir Putin habe mit der Annexion der Krim viel Vertrauen zerstört, sagte die CDU-Politikerin der "Bild"-Zeitung. Es werde lange dauern, dies wieder aufzubauen. Spekulationen über eine militärische Auseinandersetzung des Westens mit Russland nannte von der Leyen abwegig. Der Konflikt müsse friedlich gelöst werden. Einen Beitritt der Ukraine zur NATO lehnte die Verteidigungsministerin ab. Bei Demonstrationen im russischsprachigen Osten der Ukraine kam es am Sonntag zu massiven Ausschreitungen. Russlandtreue Aktivisten besetzten die Gebietsverwaltungen der Millionenstädte Charkow und Donezk. Sie forderten ein Referendum über einen Beitritt zu Russland.

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Ungarn wird auch künftig von dem in der Europäischen Union umstrittenen Ministerpräsidenten Viktor Orban regiert. Bei der Parlamentswahl am Sonntag setzte sich Orbans national-konservative Fidesz-Partei klar durch. Nach jüngsten Hochrechnungen erhielt sie knapp 45 Prozent der Stimmen. Das oppositionelle Linksbündnis kam demnach auf lediglich etwa 25 Prozent. Drittstärkste Kraft wurde die rechtsextreme Jobbik-Partei mit rund 21 Prozent. Noch unklar ist, ob Orbans Fidesz auch die für Verfassungsänderungen nötige Zweidrittelmehrheit verteidigen konnte. Mit einer solchen Mehrheit gelang es dem ungarischen Regierungschef, seit 2010 rund 850 Gesetze durchs Parlament zu pauken und juristische Institutionen sowie die Medien auf Linie zu bringen.

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In Indien hat die über fünf Wochen laufende Parlamentswahl begonnen. Die ersten Wahllokale öffneten an diesem Montag in den Bundesstaaten Assam und Tripura im Nordosten des Landes. Bis zum 12. Mai sind in insgesamt neun Etappen landesweit rund 815 Millionen Bürger zur Wahl aufgerufen - es ist damit die größte Abstimmung der Welt. Umfragen sehen die größte Oppositionspartei, die hindu-nationalistische BJP, klar in Führung. Die derzeit regierende Kongresspartei könnte mehr als die Hälfte ihrer Sitze verlieren. Viele Menschen wollen einen Politikwechsel, weil sie der Regierung grassierende Korruption und die hohe Inflation anlasten. Zudem halbierte sich in Indien das Wirtschaftswachstum innerhalb weniger Jahre.

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Zwanzig Jahre nach Beginn des Völkermords in Ruanda gedenken die Menschen in dem ostafrikanischen Land an diesem Montag der rund 800.000 Todesopfer. An der offiziellen Gedenkveranstaltung in Kigali nimmt auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon teil. Staatspräsident Paul Kagame will am Genozid-Denkmal eine Flamme entzünden. Diese soll dann hundert Tage brennen - so lange, wie das brutale Töten 1994 dauerte. Die meisten Opfer des Völkermords waren Angehörige der Bevölkerungsminderheit der Tutsi, die von der Mehrheit der Hutu umgebracht wurden. Für diplomatische Verstimmungen sorgte Kagames Vorwurf, französische Soldaten seien einst bei den Massakern - so wörtlich - "Akteure" und "Komplizen" gewesen. Die Regierung in Paris weist derartige Anschuldigungen seit jeher zurück.

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Die US-Schauspiellegende Mickey Rooney ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Dies habe einer seiner Söhne bestätigt, berichtete die "New York Times". Rooney stand schon in den 1920er Jahren in Stummfilmen vor der Kamera. Insgesamt wirkte er in mehr als 200 Filmen mit. 1982 erhielt er einen Oscar für sein Lebenswerk. Rooney war acht Mal verheiratet.

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