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Nachrichten

07.04.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die Militärjunta in Mali hat sich mit der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) auf ein Rahmenabkommen zur Machtübergabe geeinigt. Danach solle Parlamentspräsident Diouncounda Traore übergangsweise das Präsidentenamt übernehmen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung nach Abschluss der Verhandlungen. Traore soll innerhalb von 40 Tagen eine Parlamentswahl ansetzen. Zudem sieht das Abkommen eine Amnestie für die Putschisten vor, die am 22. März die Macht von Präsident Amadou Toumani Touré an sich gerissen hatten. Im Gegenzug heben die ECOWAS-Staaten ihre nach dem Putsch verhängten Sanktionen gegen Mali auf. - Die zuvor einseitig abgegebene Unabhängigkeitserklärung der Tuareg-Rebellen für den Nordteil Malis ist unterdessen international kritisiert worden. Die Afrikanische Union, die EU und die USA lehnten eine Anerkennung eines Staates namens Azawad ab.

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UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die andauernde Gewalt in Syrien scharf verurteilt. Trotz der Zusage von Präsident Baschar al-Assad, bis zum kommenden Dienstag alle Soldaten und schweren Waffen aus den Städten abzuziehen, dauere die Gewalt in einem alarmierenden Ausmaß an, sagte Ban laut einer in New York veröffentlichten Erklärung. Ein solches Vorgehen verstoße gegen die Erklärung des Weltsicherheitsrates zu einer friedlichen Lösung des Konflikts. Das Regime solle sofort und bedingungslos alle Militäraktionen gegen die Bevölkerung einstellen. Ban zeigte sich zudem ernsthaft besorgt über die Verschlechterung der humanitären Lage und über die steigenden Flüchtlingszahlen in den Nachbarländern. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London wurden am Freitag landesweit mindestens 35 Menschen getötet.

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Jemens Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi hat zwei führende Offiziere und enge Vertraute des früheren Staatschefs Ali Abdullah Saleh entlassen, darunter auch den Halbbruder des früheren Präsidenten und Chef der Luftwaffe. Zudem wechselte Hadi die Gouverneure von vier Provinzen aus. Die Entscheidung gilt als herber Schlag für Saleh, der im Februar nach 33 Jahren an der Macht angesichts anhaltender Proteste zurücktrat. Es gibt Vermutungen, dass er mittels Getreuer im Militär das Land zu destabilisieren versucht.

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In Ägypten will der ehemalige Geheimdienstchef, Omar Suleiman, nun doch zur Wahl um das Präsidentenamt antreten. Er folge damit dem Ruf ägyptischer Bürger, sagte Suleiman nach einer Demonstration seiner Anhänger in Kairo. Erst am Donnerstag hatte sich Suleiman, den der gestürzte Machthaber Husni Mubarak noch zu seinem Stellvertreter ernannt hatte, aus dem Rennen zurückgezogen und dies mit mangelnder Unterstützung und fehlender finanzieller Mittel begründet. Die Registrierungsfrist für die Kandidaten endet am Sonntag. Bis dahin muss er 30.000 Unterschriften von Unterstützern vorlegen, um an der Wahl am 23. und 24. Mai teilnehmen zu können. - Suleiman gilt als Favorit des Militärrates, der das Land seit dem Sturz Mubaraks im Februar vergangenen Jahres regiert. Kandidaten sind unter anderen der Vize-Chef der Muslimbruderschaft, Chairat al-Schater und der frühere Generalsekretär der Arabischen Liga, und frühere Außenminister Amr Mussa.

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Bei einem Lawinenunglück in Pakistan sind nach Armee-Angaben mindestens 100 Soldaten verschüttet worden. Das Unglück ereignete sich in der Nähe des Siachen-Gletschers an der Grenze zu Indien. Die Lawine sei auf einen Stützpunkt der Armee niedergegangen. Die Rettungsarbeiten dauerten an. Zu möglichen Toten und Verletzten wollte sich der Sprecher zunächst nicht äußern. In dem Gebiet stehen sich tausende pakistanische und indische Soldaten gegenüber. Der Siachen-Gletscher liegt im Norden der geteilten und von beiden Staaten beanspruchten Region Kaschmir.

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