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Nachrichten

07.03.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 06:11

Nachrichten von Freitag, 7. März 2014 – langsam gesprochen als MP3

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US-Präsident Barack Obama und der russische Staatschef Wladimir Putin haben am Donnerstagabend ein etwa einstündiges Telefonat geführt. Obama rechtfertigte darin die Sanktionen seiner Regierung gegen Moskau. Der US-Präsident habe betont, dass Russlands Vorgehen die Souveränität und die territoriale Integrität der Ukraine verletze, teilte das Weiße Haus mit. Deshalb habe man sich mit den europäischen Partnern über erste Strafmaßnahmen abgestimmt. Putin mahnte nach Angaben des Kremls, dass das Verhältnis zwischen Moskau und Washington nicht unter dem Ukraine-Konflikt leiden solle. Die Beziehungen zwischen Russland und den USA seien "von höchster Bedeutung für die weltweite Stabilität und Sicherheit" und dürften angesichts des Konflikts in der Ukraine nicht aufs Spiel gesetzt werden, hieß es in der Erklärung Moskaus.

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Zum Abschluss seines Staatsbesuchs in Griechenland wird Bundespräsident Joachim Gauck an diesem Freitag der Opfer deutscher Gewalt während des Zweiten Weltkriegs gedenken. In dem Ort Lingiades will er zusammen mit dem griechischen Präsidenten Karolos Papoulias an ein Massaker deutscher Soldaten erinnern, bei dem 1943 mehr als 80 Menschen getötet wurden. Den Besuch Gaucks in Griechenland haben unerwartet massive Forderungen der Gastgeber nach deutschen Reparationszahlungen überschattet. Staatschef Papoulias verlangte die Aufnahme entsprechender Verhandlungen. Gauck entgegnete, er werde sich in dieser Frage gewiss nicht anders äußern als die Bundesregierung. Diese sieht die Entschädigungsfrage als erledigt an.

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In Venezuela sind bei erneuten Zusammenstößen zwischen Regierungsgegnern und Sicherheitskräften ein Polizist und ein Zivilist getötet worden. Die Generalstaatsanwältin Luisa Ortega Díaz sagte im Fernsehen, der Polizist sei von einem Schuss in die Brust getroffen worden. Auch ein möglicherweise unbeteiligter Mann auf einem Motorrad sei gestorben. Nach Behördenangaben ereignete sich der Vorfall, als eine Gruppe von Motorradfahrern eine Barrikade im Osten der Hauptstadt Caracas durchbrechen wollte. Zeugen berichteten, Regierungsgegner hätten Schüsse abgefeuert. Seit Anfang Februar gehen Gegner des linksnationalistischen Präsidenten Nicolás Maduro nahezu täglich aus Protest gegen Kriminalität, Korruption und die Wirtschaftsmisere in ihrem Land auf die Straße. Die Zahl der bei den Ausschreitungen getöteten Menschen erhöhte sich nun auf insgesamt 20.

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Gut drei Wochen vor der Kommunalwahl in der Türkei hat Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan damit gedroht, Facebook und YouTube zu verbieten. Die beiden Internetplattformen seien von seinen Gegnern eingesetzt worden, um ihm zu schaden, sagte Erdogan in einem Interview des türkischen Fernsehens. Zuvor waren im Internet mehrere Mitschnitte von Telefonaten Erdogans aufgetaucht. Die meisten hatte er als Fälschungen zurückgewiesen, einige aber auch bestätigt. So räumte der konservativ-islamische Regierungschef ein, einen privaten Fernsehsender aufgefordert zu haben, weniger ausführlich über die Opposition zu berichten. Für die Lauschaktionen und für Korruptionsermittlungen gegen Regierungsmitglieder macht Erdogan die Bewegung des in den USA lebenden Predigers und einstigen Verbündeten Fetullah Gülen verantwortlich. Dieser weist den Vorwurf zurück, die Politik in der Türkei beeinflussen zu wollen.

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In den USA wollen sich zwei der größten Supermarktketten zusammenschließen. Die Besitzer des Unternehmens Albertsons haben etwa neun Milliarden Dollar (umgerechnet 6,5 Milliarden Euro) für den börsennotierten Wettbewerber Safeway angeboten. Gelingt die Fusion, entsteht ein Branchenriese mit mehr als 250.000 Mitarbeitern, 2400 Filialen und 20 eigenen Fabriken. Der Verwaltungsrat von Safeway habe der Übernahme bereits zugestimmt, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Die Safeway-Aktionäre sollen 40 Dollar je Aktie erhalten. Die Anteilseigner müssen das Angebot allerdings noch annehmen und auch die Wettbewerbshüter müssen noch Ja sagen.

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