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Nachrichten

07.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Der Weltsicherheitsrat hat die Gefangennahme von mehr als 20 Soldaten in einer UN-Beobachtertruppe im Grenzgebiet zwischen Syrien und Israel scharf verurteilt. Ebenso wie das höchste UN-Gremium der Vereinten Nationen forderte auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die sofortige und bedingungslose Freilassung der Blauhelmsoldaten. Die Sicherheit und Bewegungsfreiheit der Soldaten, die seit den 1970er Jahren eine syrisch-israelische Waffenruhe auf den Golan-Höhen überwachen, müsse von allen Beteiligten respektiert werden, betonte Ban. Bei den Geiselnehmern handelt es sich offenbar um Kämpfer der syrischen Opposition. Sie sollen glauben, dass die Friedenstruppen das Regime von Machthaber Baschar al-Assad unterstützen.

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Der deutsche Verteidigungsminister Thomas de Maizière hat die pakistanische Regierung gegen Vorwürfe in Schutz genommen, sie tue zu wenig im Kampf gegen Aufständische in der Grenzregion zu Afghanistan. Pakistan habe im Kampf gegen den Terror bereits mehr als 3000 Soldaten verloren, sagte er in Islamabad. Zuvor hatte de Maizière in Kabul versichert, dass Deutschland im Grundsatz zu einem weiteren Afghanistan-Engagement auch nach dem geplanten Abzug der internationalen Truppen 2014 bereit sei. Entscheidungen im Detail seien aber noch offen, so der Minister.

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Frankreich wird nach den Worten von Präsident François Hollande erst im April mit dem Abzug seiner Soldaten aus Mali beginnen. Die "letzte Phase" des Militäreinsatzes in dem westafrikanischen Land werde noch den "gesamten März" andauern, sagte Hollande in Warschau. Sein Außenminister Laurent Fabius hatte Anfang Februar noch einen Abzug ab März in Aussicht gestellt. Hollande betonte, der Mali-Einsatz französischer Soldaten sei ein "wichtiger Schritt im Kampf gegen den Terrorismus". Inzwischen wurden die Islamisten aus den wichtigen Städten im Norden Malis vertrieben, liefern sich aber noch heftige Gefechte mit französischen und tschadischen Truppen im Ifoghas-Gebirge. Hollande hatte sich in Warschau mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Regierungschefs Polens, Ungarns, Tschechiens und der Slowakei getroffen. Dabei ging es unter anderem um eine intensivere Zusammenarbeit im Bereich der Verteidigung.

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Im US-Haushaltsstreit hat das Repräsentantenhaus mit großer Mehrheit eine Gesetzesvorlage verabschiedet, die für ein halbes Jahr die Finanzierung der laufenden Staatsausgaben sichern würde. Der Entwurf mildert auch die Auswirkungen der Anfang des Monats in Kraft getretenen Sparzwänge für das Militär ab. In der kommenden Woche dürfte der Senat in Washington eine ähnliche Vorlage absegnen, um die Regierung von Präsident Barack Obama zum Ende des Fiskaljahres am 30. September handlungsfähig zu halten. Ohne neue Gesetze würde der Regierung am 27. März das Geld ausgehen.

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Die Integrationsbeauftragte der deutschen Bundesregierung, Maria Böhmer, sieht angesichts zunehmender Klagen über Armutszuwanderer aus Bulgarien und Rumänien keine kurzfristigen Lösungen. Grund sei das große Wohlstandsgefälle innerhalb der Europäischen Union, sagte die CDU-Politikerin der Zeitung "Mannheimer Morgen". Nötig seien deshalb Integrationsangebote in großem Umfang, sagte Böhmer mit Blick auf die ab 1. Januar 2014 geltende volle Arbeitnehmerfreizügigkeit für Bulgaren und Rumänen. Zuletzt hatten Kommunen und Politiker vor zu starken Belastungen für die Sozialsysteme durch Armutszuwanderer aus Südosteuropa gewarnt. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich will beim heutigen Treffen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel notfalls mit einem Veto den Wegfall der Grenzkontrollen für Bulgarien und Rumänien verhindern. Auch andere EU-Länder haben Bedenken wegen mangelnder Rechtsstaatlichkeit und Korruption in den beiden Ländern.

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Die Reaktorkatastrophe von Fukushima dürfte nach neuen Berechnungen einer internationalen Mediziner-Organisation schlimmere Spätfolgen haben als bisher angenommen. Nach neuesten Erkenntnissen werde es allein durch die äußere Strahlenbelastung 40.000 bis 80.000 zusätzliche Krebsfälle in Japan geben, erklärte die Organisation "Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges" in Berlin. Außerdem erwarte man noch gut 37.000 zusätzliche Krebserkrankungen durch strahlenbelastete Nahrungsmittel. Auch seien die Auswirkungen auf Ungeborene, Babys und Kleinkinder dramatisch unterschätzt worden, kritisierten die Ärzte.

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