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Nachrichten

07.03.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner in den USA hat der Ex-Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, die besonders wichtige Vorwahl im Bundesstaat Ohio knapp gewonnen. Sein Hauptrivale, der erzkonservative Ex-Senator Rick Santorum, landete auf dem zweiten Platz. Nach einem weiteren Sieg in Alaska gewann Romney in insgesamt sechs Staaten an diesem "Super Tuesday", bei dem in zehn Bundesstaaten gewählt wurde. Es bleibt aber weiter offen, wen die Partei bei der Präsidentschaftswahl im November als Kandidat gegen den demokratischen Amtsinhaber Barack Obama aufstellen wird. Santorum siegte in drei Staaten, der frühere Parlamentspräsident Newt Gingrich in einem. Insgesamt ging es um mehr als 400 Delegierte, die rund 40 Prozent der auf dem Nominierungsparteitag Ende August benötigten Wahlmännerstimmen ausmachen.

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Im Atomstreit mit dem Iran haben die UN-Vetomächte und Deutschland Teheran eine Wiederaufnahme der sogenannten Sechsergespräche angeboten. Sie unterbreite dieses Angebot im Namen Chinas, Frankreichs, Großbritanniens, Russlands, der USA und Deutschlands, erklärte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton in Brüssel. Sie hoffe, dass der Iran nun in einen anhaltenden und konstruktiven Dialogprozess eintrete. Der Iran bot seinerseits UN-Inspekteuren Zugang zu einer umstrittenen Militäranlage an. Bundesaußenminister Guido Westerwelle erklärte, Teheran habe es selbst in der Hand, dass die gegen den Iran verhängten Sanktionen aufgehoben würden. Mit Taktieren und Spielen auf Zeit schade die iranische Führung nur sich selbst, fügte Westerwelle hinzu.

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UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos wird an diesem Mittwoch zu einem dreitägigen Besuch in Syrien erwartet. Nach eigenen Angaben will sie erreichen, dass notleidende Menschen ohne Einschränkung Zugang zu humanitärer Hilfe erhalten. Angesichts der sich verschlechternden humanitären Lage in Syrien sprach sich Amos für die Forderung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz nach einer täglichen Feuerpause zwischen den Konfliktparteien aus.

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Mitten im Countdown zum Schuldenschnitt in Griechenland hat Regierungschef Lukas Papademos zwei Kabinettsmitglieder ausgetauscht. Papademos ernannte den bisherigen Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Mihalis Chrysohoidis, zum neuen Leiter des Zivilschutz-Ressorts. Im Ministerium für Wirtschaftsentwicklung folgt nun auf den Sozialisten dessen Parteifreundin und frühere EU-Kommissarin Anna Diamantopoulou. Finanzminister Evangelos Venizelos, der mit den internationalen Geldgebern über eine Rettung des hoch verschuldeten Staates verhandelt, behält seinen Posten.

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Bei einem Anschlag auf einen Kontrollposten in der nordkaukasischen Unruheprovinz Dagestan hat eine Selbstmordattentäterin vier Polizisten getötet. Zwei weitere Beamte wurden nach Polizeiangaben verletzt. Den Angaben zufolge hatte die Frau am Dienstag einen Sprengsatz gezündet, als Polizisten sie am Betreten des Kontrollpostens hinderten. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen handelt es sich bei der Selbstmordattentäterin möglicherweise um die Witwe eines von einer Spezialeinheit getöteten Rebellenchefs. In Dagestan kämpfen seit Jahren radikalislamische Aufständische für die Unabhängigkeit von Moskau und die Errichtung eines islamischen Staates im gesamten Kaukasus.

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Unterhändler der USA und Nordkoreas haben in Peking Gespräche aufgenommen über letzte Details amerikanischer Nahrungsmittellieferungen. Nordkorea hatte zugesagt im Gegenzug für humanitäre Hilfe seine Atom- und Raketentests sowie die Urananreicherung auszusetzen. Die Verhandlungen sollten wenn nötig auch bis Donnerstag dauern, teilte die US-Seite mit. Unterdessen traf eine nordkoreanische Delegation zu inoffiziellen Gesprächen in den USA ein. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtet, wird dort auch Südkoreas Außenminister erwartet. Die diplomatischen Aktivitäten weckten Hoffnungen auf eine Wiederaufnahme der seit drei Jahren ausgesetzten internationalen Gespräche über ein Ende des nordkoreanischen Atomprogramms.

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Wegen der Warnstreiks im öffentlichen Dienst sind Busse und Straßenbahnen in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg vielerorts in ihren Depots geblieben. In den frühen Morgenstunden traten unter anderem Beschäftigte der Verkehrsbetriebe im Ruhrgebiet, in Köln, Düsseldorf, Stuttgart und Karlsruhe in den Ausstand. Zudem sollen Kindertagesstätten, Behörden und Bäder in den betroffenen Bundesländern geschlossen bleiben und der Müll nicht abgeholt werden. In vielen Krankenhäusern wird nur ein Notdienst angeboten. Die ganze Woche über soll in ganz Deutschland in wechselnden Bundesländern gestreikt werden. Hintergrund sind Forderungen der Gewerkschaften nach mehr Geld für die rund zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen in Deutschland.

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