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Nachrichten

07.03.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TRIPOLIS: Der libysche Diktator Gaddafi will ein UN-Team zur Erkundung der humanitären Lage ins Land lassen. Das habe sein Außenminister Kussa bestätigt, teilten die Vereinten Nationen mit. Ein Team der Europäischen Union ist bereits auf dem Weg nach Libyen. Unterdessen halten die Kämpfe in dem nordafrikanischen Land an. Vor allem entlang der Küste versuchen Regierungstruppen Orte zurückzuerobern, die zuvor von Widerstandskämpfern eingenommen worden waren. Dabei setzte der Teil der Streitkräfte, der weiter zu Gaddafi steht, Hubschrauber, Kampfflugzeuge und Panzer ein. Besonders schwere Kämpfe gab es um die drittgrößte Stadt des Landes, Misrata. Der von den Gegnern Gaddafis gegründete Nationalrat erklärte, es dürfe keine weiteren Bombenangriffe auf Zivilisten geben. Die internationale Gemeinschaft müsse eine Flugverbotszone einrichten. Dazu äußerte sich US-Verteidigungsminister Gates jedoch zurückhaltend.

MANAMA: Mehrere hundert Anhänger der schiitischen Opposition in Bahrain haben vor der US-Botschaft demonstriert. Die Protestierenden warfen den USA vor, für einen Wandel in Bahrain weniger Unterstützung zu zeigen als für die Volksaufstände in Tunesien und Ägypten. Der kleine Inselstaat im Golf ist für die USA von strategischer Bedeutung unter anderem auch als Marinestützpunkt. In Bahrain fordern Teile der Bevölkerung seit Wochen den Rücktritt der Regierung und einen Verzicht des sunnitischen Königshauses auf viele Vollmachten.

KABUL: US-Verteidigungsminister Gates ist zu einem aus Sicherheitsgründen nicht angekündigten Besuch in Afghanistan eingetroffen. Gates will den afghanischen Präsidenten Karsai treffen und auch mit dem Kommandeur der Internationalen Afghanistan-Schutztruppe Isaf, dem US-General Petraeus sprechen. Die Beziehungen zwischen den USA und Afghanistan sind derzeit angespannt. Grund ist der Tod von neun Kindern, die vergangene Woche bei einem Einsatz von US-Kampfhubschraubern versehentlich getötet worden waren. Präsident Karsai hatte solche Vorfälle als nicht mehr hinnehmbar bezeichnet.

ATHEN: Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit des hochverschuldeten Euro-Staats Griechenland kräftig herabgestuft. Moody's senkte die Bonität um gleich drei Noten. Die einflussreiche Agentur erklärte zur Begründung, es gebe Befürchtungen, dass Griechenland sein massives Defizit umschulden müsse. Außerdem habe das Mittelmeerland Schwierigkeiten, Einnahmen zu erzielen. Die griechische Regierung wies die Stellungnahme Moody´s zurück.

BERLIN: Die Regierungsparteien ringen weiter um eine gemeinsame Haltung zur Bundeswehr-Reform. Angesichts der neu entfachten Diskussion um das Thema warnt die FDP vor zusätzlichen Haushaltsbelastungen und fordert Klarheit über die Reformpläne. Alle Konzentration müsse der Attraktivität der neuen Bundeswehr gelten, sagte FDP-Generalsekretär Lindner dem "Hamburger Abendblatt". Der neue Verteidigungsminister de Maiziere (CDU) hatte nach seinem Amtsantritt den für die Wehrreform zuständigen Staatssekretär entlassen und eine Lageanalyse angekündigt. Unions-Fraktionschef Kauder versicherte, dass an den Eckpunkten der Bundeswehr-Reform nicht gerüttelt werde.

KÖLN/DÜSSELDORF/MAINZ: Mit den Rosenmontagszügen erreicht der Straßenkarneval am Rhein in diesen Stunden seinen Höhepunkt. Bei strahlendem Sonnenschein und winterlicher Kälte wollen weit mehr als zwei Millionen Zuschauer die Umzüge in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz verfolgen. Auf ihren Motivwagen werden die Narren unter anderem die Plagiatsaffäre von Karl-Theodor zu Guttenberg aufgreifen. Außerdem sind Wagen zu Stuttgart 21, zu Google Street View und zur Aussetzung der Wehrpflicht angekündigt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist sonnig und durchweg trocken, nur im Norden ein paar Wolken. Höchstwerte 4 bis 10 Grad, in den östlichen Mittelgebirgen sowie am Alpenrand teils Dauerfrost. Am Morgen meldeten bei überwiegend wolkenlosem Himmel: Hamburg und München: minus ein Grad; Berlin und Dresden: minus zwei Grad; Köln/Bonn: zwei Grad sowie Frankfurt am Main: ein Grad.

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