1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

07.01.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 06:45

Nachrichten von Mittwoch, 7. Januar 2015 – langsam gesprochen als MP3

Schwerer Autobombenanschlag in Jemens Hauptstadt Sanaa:

Bei einem schweren Autobombenanschlag auf eine Polizeiakademie im Herzen der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sind zahlreiche Menschen getötet worden. Viele weitere seien verletzt worden, teilten die Sicherheitskräfte mit. Genaue Zahlen nannten die Behörden vorerst nicht. Zum Zeitpunkt der Explosion hielten sich vor der Akademie wegen einer Rekrutierungsveranstaltung viele Menschen auf. Für den Anschlag übernahm zunächst niemand die Verantwortung. In dem Land im Süden der arabischen Halbinsel ist die Sicherheitslage seit Jahren angespannt.

US-Regierung sieht IS in der Defensive :

Die US-Regierung sieht die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak in der Defensive. Die militärische Stoßkraft der Extremisten sei in den vergangenen Wochen gestoppt worden, sagte ein Sprecher des Pentagon. Die USA hätten keine nennenswerten Angriffe mehr beobachtet. Dem IS gelinge es aber weiterhin, Geld einzunehmen und neue Kämpfer zu rekrutieren. Das Verteidigungsministerium räumte zudem ein, dass es bei den Luftangriffen auf Stellungen des IS in Syrien und im Irak auch zivile Opfer gegeben haben könnte. Aus US-Verteidigungskreisen verlautete, dass in fünf Fällen Ermittlungen liefen.

UN: Hinweise auf Chemiewaffeneinsatz in Syrien:

In Syrien sind offenbar erneut chemische Waffen eingesetzt worden. Einem Bericht der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) zufolge wurde im vergangenen Jahr "mit hoher Wahrscheinlichkeit" in drei Dörfern Chlorgas eingesetzt. Mindestens 13 Menschen seien dabei getötet worden, hieß es in dem OPCW-Bericht. Von den Angriffen seien zwischen 350 und 500 Menschen betroffen gewesen. Wer hinter dem Einsatz steckt, ließ der Bericht offen. Chlorgas ist leicht verfügbar und wird überall auf der Welt von Industriebetrieben verwendet.

Regieren wird für Obama schwieriger:

Die Republikaner verfügen jetzt in beiden Häusern des US-Kongresses über eine Mehrheit. Bei der ersten Sitzung in der neuen Legislaturperiode wurde John Boehner als Vorsitzender des Repräsentantenhauses wiedergewählt. Durch die neue Mehrheit der Republikaner im Senat wird das Regieren für Präsident Barack Obama schwieriger. So wollen die Republikaner den Bau der umstrittenen Keystone-XL-Pipeline durchsetzen. Obama kündigte bereits sein Veto gegen die Pläne an. Zudem droht neuer Streit beim Thema Einwanderung und bei der Gesundheitsreform "Obamacare".

Heck des abgesürzten Air-Asia-Airbus gefunden:

Zehn Tage nach dem Absturz einer AirAsia-Maschine vor Indonesien haben die Einsatzkräfte das Heck des Flugzeugs gefunden. Das Wrackteil sei mit einem ferngesteuerten Unterwasserfahrzeug geortet worden, teilte Einsatzleiter Bambang Soelistyo in Jakarta mit. Der Fund könnte einen Durchbruch bei der Suche nach der Absturzursache bedeuten, da sich im Heck eines Flugzeugs in der Regel die sogenannten Blackboxes mit dem Flugschreiber und dem Stimmrekorder befinden. Der Airbus A320 war am 28. Dezember mit 162 Menschen an Bord auf dem Weg von der indonesischen Stadt Surabaya nach Singapur bei schlechtem Wetter ins Meer gestürzt. Niemand überlebte. Bislang wurden 40 Leichen geborgen. Starker Wind und schwerer Seegang behindern die Bergungsarbeiten.

Shell zahlt nach Ölpest in Nigeria 70 Millionen Euro:

Der britisch-niederländische Ölkonzern Royal Dutch Shell zahlt im Streit um zwei Ölkatastrophen im Niger-Delta umgerechnet 70 Millionen Euro an Schadenersatz. Darauf verständigte sich das Unternehmen mit der betroffenen Kommune Bodo, teilte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International mit. Es ist der höchste außergerichtliche Vergleich, der wegen einer Ölpest in Nigeria je ausgehandelt wurde. Shell hatte zunächst 38 Millionen Euro angeboten, die Geschädigten hatten mindestens das Zehnfache gefordert. Damit endet ein seit drei Jahren schwelender Rechtsstreit. Die Katastrophen fanden im Jahr 2008 statt. Amnesty hatte die betroffenen Nigerianer, meist Fischer und Bauern, bei ihren Klagen unterstützt.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema