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Nachrichten

06.11.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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In den USA hat die Wahl des neuen Präsidenten begonnen. Die US-Bürger entscheiden, ob sie Präsident Barack Obama eine zweite Amtszeit von vier Jahren gewähren, oder durch Mitt Romney, seinen Herausforderer von den Republikanern, ablösen lassen. Beobachter erwarten einen der spannendsten Wahlabende in der Geschichte der USA, da beide Bewerber gleichauf liegen, mit minimalen Vorteilen für Obama. Es wird erwartet, dass sich die Wahl in den Staaten entscheidet, in denen die Wählerschaft keine Partei eindeutig bevorzugt, den so genannten "Swing Staaten". Dazu gehören vor allem Ohio und Florida, zudem Virginia, Iowa, New Hampshire, Wisconsin, Nevada und Colorado. Vor Öffnung der Wahllokale hatten etwa 30 Millionen Wähler ihre Stimme bereits abgegeben.

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In Griechenland hat der fünfte Generalstreik dieses Jahres begonnen. Aus Protest gegen weitere harte Einsparungen soll das öffentliche Leben für 48 Stunden nahezu stillstehen. Nach mehrmonatigen Verhandlungen mit den Geldgebern hatte die Regierung am Abend ihr neues Sparprogramm vorgelegt. Es sieht weitere Einschnitte bei den Bezügen von Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst und beim Kindergeld vor. Am schwersten trifft es die Rentner: Pensionen und Renten sollen zum vierten Mal innerhalb von drei Jahren gekürzt, das Weihnachtsgeld für Rentner und Staatsbedienstete gestrichen werden. Zu den Protesten haben die beiden größten Gewerkschaftsverbände aufgerufen. Sämtliche Ministerien, Schulen und der öffentliche Nahverkehr werden bestreikt. Die Fluglotsen legen ihre Arbeit bis 12.00 Uhr (MEZ) nieder, Ärzte behandeln nur Notfälle.

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Europa und Asien wollen auch politisch enger zusammenarbeiten. Bundesaußenminister Guido Westerwelle sprach auf dem ASEM-Treffen in Laos von einer "Partnerschaft, die weit über gegenseitige Wirtschaftsinteressen hinauszielt". Er verwies darauf, dass neben China und Indien auch kleinere asiatische Länder immer wichtiger würden. Deshalb seien weitere Freihandelsabkommen nötig, sagte Westerwelle. Wer Wachstum wolle, müsse Handelshemmnisse bekämpfen. In der laotischen Hauptstadt Vientiane geht an diesem Dienstag ein Gipfeltreffen von insgesamt 51 Mitgliedern der sogenannten ASEM-Runde zu Ende. Dabei waren auch mehr als 30 Staats- und Regierungschefs aus beiden Kontinenten.

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Mit dem Versprechen, alles für ein gesundes Wachstum der Weltwirtschaft zu tun, ist in Mexiko-Stadt die Tagung der G20-Finanzminister zu Ende gegangen. Man wolle sich zudem auf die "Wiederherstellung des Vertrauens und die Verminderung der Risiken auf den Finanzmärkten" konzentrieren, heißt es in der Abschlusserklärung der führenden Industriestaaten und Schwellenländer. Aus Sorge vor einem Abwürgen der Konjunktur wollten sich viele Industriestaaten mehr Zeit beim Schuldenabbau lassen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble bekräftigte hingegen die deutsche Position, dass ohne eine Reduzierung der Schulden ein nachhaltiges Wachstum nicht möglich sei.

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Der UN-Sicherheitsrat hat weltweite Sanktionen gegen das Taliban-Netzwerk Haqqani und seinen Chef Qari Zakir angeordnet. Das Netzwerk und Zakir wurden in die sogenannte "Schwarze Liste" der Vereinten Nationen aufgenommen, womit alle UN-Mitgliedstaaten unter anderem verpflichtet werden, Guthaben des Netzwerks und Zakirs einzufrieren sowie ein Waffenembargo umzusetzen. Das Haqqani-Netzwerk ist in Pakistan angesiedelt und steht dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahe. Die Gruppe wird für zahlreiche Anschläge in Afghanistan verantwortlich gemacht und gilt als gefährlichste Splittergruppe der afghanischen Taliban. Die USA setzten das Netzwerk bereits im September in ihre Liste ausländischer Terrororganisationen.

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Einen Tag nach seiner Kür zum neuen Oberhaupt der koptischen Christen in Ägypten hat Papst Tawadros II. an den islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi appelliert, ein Zeichen der Beruhigung zwischen den Religionen zu setzen. Die Christen seien in Ägypten jahrelang "absichtlich an den Rand gedrängt worden", sagte Tawadros in einem Fernseh-Interview. In der Vergangenheit habe es viele bedrohliche und respektlose Kampagnen in den Medien gegen Christen gegeben. Bischof Tawadros war am Sonntag in Kairo per Losverfahren zum 118. Papst der koptisch-orthodoxen Kirche bestimmt worden. Ägyptens Christen fürchten den Aufstieg der islamistischen Kräfte am Nil nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Husni Mubarak.

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