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Langsam gesprochene Nachrichten

06.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:22

Nachrichten von Freitag, 6. Oktober 2017 – langsam gesprochen als MP3

Riad und Moskau vereinbaren milliardenschwere Rüstungsgeschäfte:

Beim ersten Besuch eines saudischen Königs in Russland haben beide Staaten milliardenschwere Rüstungs- und Energieabkommen vereinbart. Insgesamt wurden am Rande des Besuchs von König Salman bin Abdelasis al-Saud beim russischen Präsidenten Wladimir Putin rund ein Dutzend Abkommen unterzeichnet. Saudi-Arabien will unter anderem russische Flugabwehrsysteme vom Typ S-400, Panzerabwehrsysteme und Raketenwerfer kaufen. Außerdem soll Russland künftig auch in Saudi-Arabien Waffen herstellen. Ein weiterer wichtiger Punkt der Gespräche war die Zusammenarbeit im Ölsektor. Putin nannte das Treffen einen "Meilenstein". Der Monarch wiederum sagte, der Besuch würde die Verbindungen der beiden Nationen im Interesse von Frieden und Sicherheit stärken.


Nach Las Vegas - winzige Verschärfung im US-Waffengesetz in Sicht?:

In den USA deutet sich nach dem Massaker von Las Vegas eine kleine Bewegung in der festgefahrenen Debatte um Schusswaffen-Kontrolle an. Die republikanische Parteiführung, das Weiße Haus und auch die einflussreiche Waffenlobby "National Rifle Association" (NRA) signalisierten, sie könnten sich unter bestimmten Voraussetzungen zu einem Verbot von Vorrichtungen durchringen, die halbautomatische Waffen de facto zu automatischen Waffen machen. Eine solche frei erhältliche und legale Umbauvorrichtung hat nach ersten Erkenntnissen auch der Attentäter von Las Vegas benutzt. So konnte er Waffen so ausstatten, dass er in der Lage war, bis zu 900 Schuss pro Minute abzugeben. Er tötete mindestens 58 Menschen und verletzte knapp 500. Zu einer grundsätzlichen Verschärfung der laxen US-Waffengesetze sind weder die Republikaner noch die NRA bereit.


UN-Bericht: Tausende Kinder in Kriegs-Konflikten getötet oder verstümmelt:

Die UN ziehen in ihrem Jahresbericht zur Lage von Kindern in bewaffneten Konflikten eine düstere Bilanz. Allein im Jahr 2016 wurden demnach weltweit mehr als 8000 Kinder in kriegerischen Auseinandersetzungen getötet oder verstümmelt. Die UN haben in Afghanistan im vergangenen Jahre 3512 Kinder-Kriegsopfer gezählt, im Jemen 1340 und in Syrien 1299. Zudem wurden hunderte Kinder in Konflikten als Soldaten rekrutiert oder waren sexueller Gewalt sowie Angriffen auf ihre Schulen ausgesetzt. Auf der "schwarzen Liste" der Verantwortlichen für die Taten listet der Bericht unter anderem Organisationen aus Afghanistan, der Zentralafrikanischen Republik, Kongo, Irak, Mali, Myanmar, Somalia, Sudan und Südsudan, Syrien und dem Jemen auf. Erstmals steht auch die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition, die die jemenitische Regierung im Kampf gegen die Huthi-Rebellen unterstützt, auf dieser Liste.


Türkei will Kurden im Nordirak isolieren:

Die Türkei versucht, die Kurden im Nordirak nach deren umstrittenen Unabhängigkeitsreferendum zu isolieren. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan kündigte die Schließung der Grenzen zur Kurdenregion im Nordirak an. Dies werde bald geschehen, ebenso wie eine Sperrung des Luftraums, sagte Erdogan bei einem Auftritt in Ankara. Zuvor hatte Erdogan den Kurden im Nachbarland als Reaktion auf die Unabhängigkeitsbestrebungen bereits mit einem Ende ihres Ölexports über sein Land und mit einer Militärintervention gedroht. Der Luftverkehr in die kurdischen Autonomiegebiete im Irak ist bereits jetzt eingeschränkt. Wie die irakische Zentralregierung in Bagdad sind auch die Türkei und der Iran gegen die Unabhängigkeit für Iraks Kurden, da beide Auswirkungen auf die Autonomiebestrebungen der Kurden in ihren Ländern befürchten.


Spanische Bank Sabadell zieht von Katalonien nach Alicante:

Der Konflikt um die von Katalonien angestrebte Abspaltung von Spanien hat nun auch erste Konsequenzen im Bankensektor. Die spanische Banco Sabadell werde ihren Hauptsitz aus der gleichnamigen Stadt bei Barcelona nach Alicante in der Region Valencia verlegen, berichtete das spanische Fernsehen. Dies habe das Direktorium des fünftgrößten Geldhauses des Landes bei einer Sondersitzung entschieden. Die Verlagerung des Firmensitzes sei im Interesse der Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter, hieß es von Seiten der Bank. Katalonien wäre vermutlich nicht mehr Teil der Europäischen Union, sollte die Region unabhängig von Spanien werden und hätte den Euro nicht mehr als Währung. Der Sabadell-Aktienkurs war zuletzt im Zuge der Krise stark gefallen. Medien berichteten, weitere Banken könnten dem Beispiel folgen.

 

 

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