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Nachrichten

06.10.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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An der Grenze zwischen der Türkei und Syrien ist es erneut zu einem militärischen Zwischenfall gekommen. Von Syrien aus abgefeuerte Mörsergranaten schlugen auf türkischem Ackerland bei der Stadt Altinozu ein. Das türkische Militär feuerte sofort zurück, wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Ministerpräsident Recip Tayyip Erdogan sagte, sein Land wolle keinen Krieg mit Syrien, werde aber nicht zögern, auf jede Bedrohung der nationalen Sicherheit zu reagieren. Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete die Situation als "extrem ernst". Sie hoffe und denke, dass Türkei und NATO so besonnen seien, dass es nicht zu einer Eskalation kommen werde. Mit Blick auf mögliche Sanktionen gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad kritisierte sie, der UN-Sicherheitsrat erfülle seine Aufgabe nicht, da China und Russland weiterhin blockierten.

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Der frühere italienische Regierungschef Romano Prodi soll neuer Sondergesandter der Vereinten Nationen für die afrikanische Sahelzone werden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich dabei auf einen Brief von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon an den Sicherheitsrat. Darin informiert er die Vetomächte über seine Absicht, Prodi für diese Aufgabe zu ernennen. Der Italiener habe eine lange Karriere in der Regierung sowie in der internationalen Diplomatie absolviert. Wenn bis Dienstagnachmittag keine Einwände gegen die Nominierung vorliegen, soll Prodi ernannt werden. Italiens ehemaliger Regierungschef war auch einige Jahre Präsident der EU-Kommission.

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Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht nach den Worten ihres Direktoriumsmitglieds Jörg Asmussen keine Möglichkeit, der Bitte des griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras nach finanziellen Erleichterungen für das pleitebedrohte Euroland zu entsprechen. Die EZB könne weder die Laufzeiten für griechische Anleihen verlängern, noch die Zinsen senken, sagte Asmussen der "Bild am Sonntag". Beides wäre eine Form von Schuldenerlass und damit eine direkte Finanzierung des griechischen Staates. Das aber sei der EZB rechtlich nicht erlaubt. Auch stehe noch keineswegs fest, dass Griechenland im November die dringend benötigte nächste Tranche aus dem zweiten Hilfspaket der internationalen Geldgeber erhalte.

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Der Oberste Gerichtshof in London hat die Auslieferung des islamistischen Hasspredigers Abu Hamza an die USA erlaubt. Die Richter wiesen die Berufung des radikalen Imans zurück. In den USA soll der 54-jährige gebürtige Ägypter wegen der Beteiligung an mehreren Terrrorakten vor Gericht gestellt werden. Außerdem wird ihm vorgeworfen, ein Terrorcamp im US-Bundesstaat Oregon eingerichtet zu haben. Die Abschiebung wurde bereits vollzogen. Abu Hamza und vier weitere Terrorverdächtige befinden sich auf dem Flug in die USA. Der Auslieferung vorausgegangen war in Großbritannien ein jahrelanger Rechtsstreit, in dem der einäugige und einarmige Hamza mit allen juristischen Tricks versucht hatte, seine Abschiebung zu verhindern und so dem drohenden Gerichtsverfahren in den Vereinigten Staaten zu entgehen.

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Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel startet beim Großen Preis von Japan in Suzuka von der Pole-Position. Neben dem Red-Bull-Piloten geht sein Teamkollege Mark Webber aus Australien ins Rennen. Der WM-Führende Fernando Alonso (Ferrari) startet von Platz sechs vor dem WM-Dritten Kimi Räikkönen (Lotus). Vettel hat damit gute Chancen, in der Gesamt-Wertung weiter Boden gut zu machen. Nico Hülkenberg belegte beim Qualifying Platz zehn, Nico Rosberg Platz 15. Timo Glock startet von Platz 19, Michael Schumacher wegen eines in Singapur verursachten Unfalls vom Ende des Feldes.

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