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Nachrichten

06.10.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Der Mitbegründer und langjährige Chef des US-Computerherstellers Apple, Steve Jobs, ist tot. Er starb im Alter von 56 Jahren im Kreis seiner Familie. Bereits seit Januar hatte der schwer kranke Jobs die Geschäfte weitgehend seinem Vertrauten Tim Cook überlassen, im August gab er den Chefposten des Konzerns an ihn ab. 2004 war dem Manager ein Tumor in der Bauchspeicheldrüse entfernt worden, 2009 bekam er eine neue Leber. Jobs gilt als einer der größten Visionäre des Computerzeitalters. Auch der digitale Musikspieler iPod, das Mobiltelefon iPhone und der Kleincomputer iPad gelten als seine Schöpfungen. Unter seiner Führung wurde Apple zu einem der wertvollsten börsennotierten Unternehmen. US-Präsident Barack Obama erklärte, mit dem Aufbau eines Konzerns aus einer Garage heraus, habe Jobs beispielhaft den Geist der amerikanischen Erfindungsgabe gezeigt.

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Die Euro-Schuldenkrise droht sich zu einer europäischen Bankenkrise auszuweiten. Der Internationale Währungsfonds IWF hat bereits neue Kapitalspritzen für gefährdete Geldhäuser gefordert. Europa-Direktor Antonio Borges sagte der Nachrichtenagentur Reuters, es seien bis zu 200 Milliarden Euro nötig, um das Vertrauen in die Branche wieder herzustellen. Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich bei einem Gespräch mit den Fraktionschefs im Europäischen Parlament grundsätzlich offen für eine Stützung der Institute, falls dies nötig sei. Dagegen warnte die Grünen-Fraktion vor allzu schnellen Hilfen. Es könne nicht sein, dass die Fehler aus der Bankenkrise wiederholt und Lasten auf die Steuerzahler verschoben würden. Künftig soll auch der erweiterte Krisenfonds EFSF den Geldhäusern risikoreiche Anleihen abkaufen und Kapital in gefährdete Banken einschießen können. Allerdings muss der reformierte Rettungsschirm dafür auch noch von Malta, den Niederlanden und der Slowakei verabschiedet werden.

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Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Philipp Rösler reist an diesem Donnerstag mit einer Delegation deutscher Unternehmer nach Griechenland. Ziel ist es, die Manager zu Investitionen in dem hochverschuldeten Land zu bewegen. Experten sehen ein großes Potenzial vor allem für Solarstrom aus Griechenland. Rösler will während seines zweitägigen Aufenthalts auch mit Regierungschef Giorgos Papandreou und mehreren seiner Minister zusammenkommen. Inmitten einer schrumpfenden Wirtschaft kämpft die Regierung in Athen darum, die Neuverschuldung drastisch zu verringern, um weitere Kredite aus Europa und vom Internationalen Währungsfonds zu erhalten. Für Aufsehen hatte Rösler zuletzt gesorgt, als er eine mögliche Staatspleite Griechenlands öffentlich thematisierte. Dafür war der FDP-Chef auch innerhalb der deutschen Regierungskoalition gerügt worden.

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Gegen die Macht der amerikanischen Banken haben in New York wieder mehrere tausende Menschen demonstriert. Begleitet von einem großen Polizeiaufgebot zogen sie durch den Finanzdistrikt in Manhattan. Den Protesten schlossen sich erstmals mehrere US-Gewerkschaften an. Die Bewegung "Occupy Wall Street - Besetzt die Wall Street", die am 17. September überwiegend von Studenten initiiert wurde, bekommt auch landesweit immer mehr Zulauf. So gingen in Städten wie Philadelphia, Baltimore, Los Angeles, Seattle und San Francisco ebenfalls Tausende Menschen auf die Straße. Sie protestierten gegen die Milliarden-Hilfen für Geldhäuser während der Finanzkrise, die hohe Arbeitslosigkeit und gegen Zwangsversteigerungen von Häusern durch die Banken.

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Die erzkonservative US-Politikerin Sarah Palin will nicht bei der Präsidentenwahl im kommenden Jahr antreten. Dies habe sie "nach vielen Gebeten und ernsthafter Überlegung" entschieden, schreibt die 47-Jährige in einem Brief an ihre Anhänger. Palin war bis vor zwei Jahren Gouverneurin von Alaska. Bei der Präsidentenwahl 2008 hatte sie sich als Kandidatin der Republikaner um das Vizepräsidentenamt beworben. Seitdem galt sie als Vorzeige-Frau der populistischen Tea-Party-Bewegung.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Westen überwiegend stark bewölkt und häufig Regen, später von der Nordsee her Übergang zu wechselnder Bewölkung mit Schauern. Nach Südosten hin zunächst noch heiter, im Tagesverlauf auch dort Schauer. Höchsttemperaturen 16 bis 24 Grad.

 

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