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Nachrichten

06.08.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:12

Nachrichten von Mittwoch, 6. August 2014 – langsam gesprochen als MP3

Russlands Präsident Putin holt zum Gegenschlag aus:

Angesichts der vom Westen verschärften Wirtschaftssanktionen gegen Russland hat Kremlchef Wladimir Putin Gegenmaßnahmen angekündigt. Er habe eine entsprechende Anordnung erteilt, sagte Putin. Die Moskauer Zeitung "Wedomosti" berichtet, das Außen- und das Verkehrsministerium überlegten, die Überfluggenehmigungen für westliche Gesellschaften einzuschränken oder zu entziehen. Die Fluglinien nutzen in der Regel bei Strecken von Europa nach Asien den Weg über Sibirien, da dieser am kürzesten und damit am günstigsten ist.

Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats zur humanitären Lage in Ostukraine:

Die humanitäre Situation in der umkämpften Ostukraine verschlechtert sich nach Angaben der Vereinten Nationen von Tag zu Tag. Der Leiter des UN-Nothilfebüros, John Ging, sagte auf einer Sondersitzung des Weltsicherheitsrates in New York, Strom und Wasser gebe es kaum noch. Rund 3,9 Millionen Menschen leben in der von der Gewalt heimgesuchten Region. Pro Tag fliehen laut UN etwa 1000 Menschen aus dem Gebiet. Russland warf in der Dringlichkeitssitzung der ukrainischen Regierung vor, es würden Wohngebiete beschossen und Kassettenbomben eingesetzt. Die USA hielten Moskau Heuchelei vor und riefen den Kreml nochmals auf, die Unterstützung der Separatisten in der Ostukraine einzustellen.

Israel meldet Festnahme wegen Schülermord im Westjordanland:

Die israelische Polizei hat die Festnahme des mutmaßlichen Drahtziehers der Entführung und Ermordung von drei jungen Israelis Mitte Juni bekanntgegeben. Der 40-jährige Palästinenser sei bereits vor einem Monat unter dem Verdacht festgenommen worden, das Verbrechen geplant und organisiert zu haben, hieß es in einer Erklärung. Die beiden mutmaßlichen Mittäter sind auf der Flucht. Die drei Religionsschüler waren am 12. Juni beim Autostopp im Süden des Westjordanlandes gekidnappt und getötet worden. Daraufhin war die Lage zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas eskaliert.

Experten: Russische Hacker erbeuten 1,2 Milliarden Profildaten:

Eine US-Sicherheitsfirma hat den Diebstahl von bis zu 1,2 Milliarden Internet-Passwörtern und Nutzernamen durch eine Gruppe russischer Hacker aufgespürt. Die Datensätze bestünden aus Kombinationen von Benutzernamen und Passwörtern, erklärte die amerikanische Sicherheitsfirma Hold Security der "New York Times". Über 500 Millionen verschiedene E-Mail-Adressen seien betroffen. Die Hacker besorgten sich demnach die meisten Passwörter über den Schwarzmarkt von anderen Hackern und verschafften sich mithilfe einer Schadsoftware Zugang zu bis zu 420.000 Websites und Konten bei sozialen Netzwerken. Es könnte sich um den größten Datenklau der Geschichte handeln.

Neue undichte Stelle beim US-Geheimdienst?:

Im US-Sicherheitsapparat gibt es nach den Enthüllungen des früheren NSA-Mitarbeiters Edward Snowden möglicherweise eine weitere undichte Stelle. Es bestehe der Verdacht, dass ein geheimes Dokument zur Terrorismusabwehr an die vom US-Journalisten Glenn Greenwald gegründete Enthüllungswebseite "The Intercept" weitergeleitet worden sei, berichtet der US-Sender CNN. Er bezieht sich auf nicht näher bezeichnete US-Vertreter. Im jüngsten Fall geht es um eine Statistik einer US-Datenbank mit den Namen von 680.000 Personen. Die Sammlung ist unter anderem die Grundlage für eine Liste unerwünschter Flugpassagiere (no-fly list), auf der 47.000 Namen aufgeführt sind. Weil das Dokument auf August 2013 datiert ist, spekulieren US-Medien darüber, dass es neben Snowden einen weiteren Informanten in den Sicherheitsbehörden geben könnte. Der frühere Geheimdienstmitarbeiter arbeitete bis Mai 2013 für die NSA.

Auswärtiges Amt warnt vor Reisen nach Guinea, Liberia und Sierra Leone:

Wegen der außer Kontrolle geratenen Ebola-Epidemie rät das Auswärtige Amt in Berlin eindringlich von Reisen in die betroffenen westafrikanischen Länder ab. Trotz internationaler Bemühungen sei ein Ende der Ausbreitung der tödlichen Krankheit in Guinea, Liberia und Sierra Leone nicht absehbar, erklärte das Ministerium. Es sei nicht auszuschließen, dass die Ausreisemöglichkeiten aus den drei Staaten weiter beschränkt würden. Nach Emirates, der Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate, setzt nun auch British Airways die Flüge in das Krisengebiet aus. Bisher sind mindestens 887 Menschen an Ebola gestorben.

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