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Nachrichten

06.08.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Ein abgehörtes Telefonat war laut Medienberichten der Anlass für die USA, ihre Botschaften in vielen Ländern der islamischen Welt vorübergehend zu schließen. Wie amerikanische Medien unter Berufung auf Regierungsbeamte übereinstimmend berichteten, sei ein Telefonat zwischen Al-Kaida-Chef Aiman al-Sawahiri und seinem Regionalleiter im Jemen, Nasser al-Wahischi, abgehört worden. Dabei habe der Al-Kaida-Mann im Jemen den Befehl bekommen, ab vergangenem Sonntag Angriffe auf US-Einrichtungen durchzuführen. Die US-Regierung hat diese Darstellung bisher nicht bestätigt. Aus Regierungskreisen hieß es aber, das abgehörte Telefonat sei nur ein Grund unter mehreren. Insgesamt sind derzeit 19 US-Botschaften und -Konsulate geschlossen. Auch Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben ihre Vertretungen in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa geschlossen. Das Auswärtige Amt in Berlin rief zu erhöhter Wachsamkeit auf.

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Die "Washington Post" bekommt einen neuen Besitzer. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge kauft Amazon-Gründer Jeff Bezos die traditionsreiche Zeitung für 250 Millionen Dollar. Der Multi-Milliardär versicherte, die Werte des Blattes würden sich nicht ändern. Auch personelle Änderungen werde es nicht geben. Unter den bisherigen Besitzern, der Verleger-Familie Graham, hatte die 1877 gegründete "Washington Post" in den vergangenen Jahren immer stärker unter Auflagenschwund und Einnahmeverlusten gelitten. Bezos habe technisches und wirtschaftliches Talent, persönliche Integrität und verfolge einen langfristigen Ansatz, begründete der Verleger Donald Graham den Verkauf seines Blattes an den Internetmanager. Dieser betonte, er habe die "Washington Post" als Privatmann gekauft, eine Verbindung zu seinem Online-Handelsunternehmen Amazon gebe es nicht.

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In der japanischen Stadt Hiroshima haben mehr als 50.000 Menschen des Atombombenabwurfs vor 68 Jahren gedacht. Um 8 Uhr 15 Ortszeit legten sie eine Schweigeminute ein. Zu dem Zeitpunkt hatten die US-Amerikaner am 6. August 1945 die erste im Krieg eingesetzte Atombombe auf Hiroshima abgeworfen. Von den 350.000 Einwohnern starben 70.000 sofort, in den darauffolgenden Monaten verdoppelte sich diese Zahl. Drei Tage später gab es in der Stadt Nagasaki durch eine zweite Atombombe weitere 70.000 Tote. Bis heute sterben in Japan Menschen an den Spätfolgen der Bombenangriffe. Hiroshimas Bürgermeister Kazumi Matsui forderte ein weltweites Verbot von Atomwaffen.

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Eine Woche nach seiner umstrittenen Begnadigung durch den marokkanischen König ist ein verurteilter Kinderschänder wieder festgenommen worden. Die spanische Polizei griff den 64-Jährigen in der Stadt Murcia auf. Der ehemalige Universitätsprofessor saß in Marokko wegen mehrfachen Kindesmissbrauchs und Verbreitung kinderpornografischen Materials in Haft. Als spanischer Staatsbürger war er im Rahmen einer Amnestie des marokkanischen Königs für mehr als tausend Häftlinge, darunter auch zahlreiche Spanier, ebenfalls freigelassen worden. Dagegen hatte es in Marokko heftige Proteste gegeben, die den König veranlassten, die Begnadigung zurückzunehmen.

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Im Skandal um verseuchte Molke-Proteine hat die Regierung von Neuseeland eine groß angelegte Informationskampagne gestartet. In Supermärkten des Landes informieren große Schilder an den Regalen über den Rückruf der Säuglingsnahrung. Der Skandal hatte begonnen, als der weltgrößte Milchproduktexporteur Fonterra aus Auckland die gefährlichen Botulismus-Bakterien in einer Fabrik entdeckt hatte, die Molkeprotein herstellt. Inzwischen hat auch der Hersteller Nutrici, der zu Danone gehört, ein Babymilchprodukt zurückgerufen. Die nachgewiesenen Bakterien können die lebensgefährliche Krankheit Botulismus auslösen. In Vietnam und China, das sein Milchpulver für Säuglinge zu 90 Prozent aus Neuseeland importiert, wurden deshalb Produkte vom Markt genommen, die das Molkeprotein enthalten könnten. Allerdings geht die neuseeländische Regierung nicht davon aus, dass der Lebensmittelskandal zu größeren Schäden für die Wirtschaft des Landes führen wird.

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