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Nachrichten

06.08.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Der ägyptische Präsident Mohamed Mursi hat Vergeltung für den tödlichen Angriff auf einen Kontrollposten nahe der Grenze zu Israel angedroht. Die Verantwortlichen müssten für das "Verbrechen teuer bezahlen", hieß es in einer Erklärung Mursis. Mutmaßliche Islamisten hatten am Sonntagabend auf der Sinai-Halbinsel 16 ägyptische Grenzsoldaten getötet und weitere sieben verletzt. Anschließend griffen sie mit erbeuteten gepanzerten Fahrzeugen einen israelischen Kontrollposten bei Rafah an, wurden von Soldaten aber zurückgeschlagen. Dabei starben nach unterschiedlichen Angaben bis zu sieben der Angreifer. Es handelt sich um den schwersten Zwischenfall auf dem Sinai seit Jahrzehnten. Israels Verteidigungsminister Ehud Barak forderte Ägypten auf, die Terroristen in der Region stärker zu bekämpfen. Seit dem Sturz des langjährigen Staatschefs Husni Mubarak im Februar 2011 hat sich die Sicherheitslage auf dem Sinai deutlich verschlechtert.

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Das iranische Außenministerium hat Berichte dementiert, wonach es sich bei den in Syrien entführten 48 Pilgern um Angehörige der iranischen Revolutionsgarden handeln soll. Ein Regierungssprecher sagte in Teheran, man weise die Meldungen einiger arabischer Medien kategorisch zurück. Der saudische Nachrichtensender Al-Arabija hatte ein Video gesendet, auf dem die Entführten zu sehen sein sollen. Dabei werden auch ausweisartige Dokumente in die Kamera gehalten, die die Zugehörigkeit der Entführten zu den Revolutionsgarden beweisen sollen. Syrien rüstet inzwischen für die "entscheidende Schlacht" um Aleppo.

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Bei einem Angriff auf einen Sikh-Tempel im US-Bundesstaat Wisconsin sind mindestens sieben Menschen getötet worden, drei weitere wurden mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Polizei befand sich unter den Toten auch der mutmaßliche Schütze. Er sei von einem herbeigerufenen Polizisten erschossen worden. Der Angriff ereignete sich in der Stadt Oak Creek, die Hintergründe sind noch unklar. Sikhs sind Anhänger einer im 15. Jahrhundert in Nordindien entstandenen religiösen Reformbewegung. Die meisten von ihnen leben in Indien, aber auch in Großbritannien und in Nordamerika gibt es viele Gläubige. Präsident Barack Obama äußerte sich bestürzt über den Angriff und sprach den Sikhs seine Solidarität aus.

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Die japanische Stadt Hiroshima hat des ersten Atombombenabwurfs vor 67 Jahren gedacht. Bürgermeister Kazumi Matsui rief anläßlich des Gedenktages zur Verschrottung aller Atomwaffen auf der Welt auf. Er forderte die Führer aller Atommächte auf, Hiroshima zu besuchen. Am 6. August 1945 hatten die Amerikaner die Atombombe über dem westjapanischen Hiroshima abgeworfen. Am 9. August wurde Nagasaki Ziel eines Atomangriffs. Noch heute sterben verstrahlte Opfer. Die Zahl der Todesopfer beläuft sich inzwischen auf mehr als 280.000.

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Nach mehr als acht Monaten Flug durch das All ist das Roboterfahrzeug "Curiosity" erfolgreich auf dem Mars gelandet. Das teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA im Kontrollzentrum in Kalifornien mit. Die Landephase galt unter Experten als schwierigster Abschnitt der knapp zwei Milliarden Euro teuren Mission. Der Forschungsroboter soll nun zwei Jahre lang nach Hinweisen für die Existenz von Wasser auf dem Mars suchen. Wasser wäre ein Zeichen dafür, dass es auf dem Planeten Leben gegeben haben könnte.

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