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Nachrichten

06.08.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Beim Absturz eines NATO-Hubschraubers im Osten Afghanistans sind mindestens 31 Soldaten einer US-Spezialeinheit und sieben Soldaten der afghanischen Streitkräfte ums Leben gekommen. Augenzeugen in der betroffenen Provinz Wardak berichteten, der Hubschrauber sei abgestürzt, als er nach einem Gefecht mit Taliban vom Dach eines Hauses starten wollte. Die radikal-islamischen Kämpfer erklärten, sie hätten den Helikopter mit einer Granate zerstört. Es handele sich um eine Racheaktion für den Tod von acht Aufständischen bei einem NATO-Angriff am Freitag. In diesem Jahr sind am Hindukusch schon mindestens 17 Flugzeuge und Hubschrauber der Allianz und des afghanischen Militärs verunglückt. Häufig sind Pilotenfehler, schlechtes Wetter und technische Probleme die Ursachen. Erst einmal sprach die NATO von einem Abschuss. - In der südlichen Provinz Helmand wurden bei einem Angriff von NATO-Kampfjets auf ein Haus acht Zivilisten getötet. Die Opfer gehörten nach Auskunft der Polizei alle zu einer Familie.

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Die Kreditwürdigkeit der USA ist erstmals herabgestuft worden. Die US-Ratingagentur Standard & Poor's bewertet die Bonität der weltweit größten Volkswirtschaft nicht mehr mit der Bestnote AAA, sondern nur noch mit AA+. Zur Begründung erklärte sie, die am Dienstag beschlossenen Maßnahmen zum Abbau des riesigen Staatsdefizits reichten nicht, um die Lage zu stabilisieren. Der Kompromiss sieht Einsparungen von gut zwei Billionen Dollar vor. Das Finanzministerium warf der Agentur Berechnungsfehler vor. Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua schrieb in einem Kommentar, China habe "jedes Recht", eine Lösung des strukturellen US-Schuldenproblems zu verlangen. Die USA müssten ihre "Schuldensucht heilen", indem sie die riesigen Militär- und Sozialausgaben kürzten. Xinhua gilt als Sprachrohr der Regierung. Die Agentur schlug zudem eine neue stabile weltweite Reservewährung anstelle des Dollar vor. China ist der größte Gläubiger der USA.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts der Schuldenentwicklung in der Eurozone und der Turbulenzen an den Finanzmärkten mit mehreren europäischen Staats- und Regierungschefs sowie US-Präsident Barack Obama telefonisch über die weitere Vorgehensweise beraten. Dabei habe Einigkeit darüber bestanden, dass die Beschlüsse des Euro-Gipfels vom 21. Juli umgesetzt werden müssten, damit die Märkte wieder Vertrauen in die Politik fassten, sagte ein Regierungssprecher in Berlin. Aus Sorge vor einer Ausweitung der europäischen Schuldenkrise, einer weltweiten Rezession und der Schuldenlast der USA waren Anleger in den vergangenen Tagen weltweit in Scharen aus den Aktienmärkten geflohen und hatten damit einen Kursrutsch verursacht. - Auf dem Euro-Gipfel im Juli hatten die 17 Euro-Staaten ein zweites Hilfspaket für Griechenland auf den Weg gebracht und die Einrichtung eines ständigen Euro-Rettungsfonds beschlossen. Er soll 2013 den derzeitigen Rettungsschirm ablösen.

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Der Energiekonzern E.ON steht nach der Entscheidung für einen beschleunigten Atomausstieg in Deutschland einem Zeitungsbericht zufolge vor einem drastischen Stellenabbau. Die "Süddeutsche Zeitung" schreibt, Deutschlands größter Energieversorger erwäge den Abbau von bis zu 10.000 Arbeitsplätzen weltweit, etwa ein Drittel davon in der Bundesrepublik. Damit würde der Sparkurs bei E.ON viel härter ausfallen als bisher bekannt. Zuletzt war in Medienberichten von der Streichung einiger hundert Stellen die Rede gewesen. Das Düsseldorfer Unternehmen wollte die Angaben zunächst nicht kommentieren. Ein Sprecher sagte lediglich, Entscheidungen seien noch nicht gefallen. E.ON hat derzeit rund 85.000 Beschäftigte bei einem Jahresumsatz von rund 93 Milliarden Euro.

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In der somalischen Hauptstadt Mogadischu hat die islamistische Shebab-Miliz viele ihrer Stützpunkte aufgegeben. Entsprechende Angaben der Miliz wurden von Einwohnern bestätigt. Die schwache Zentralregierung Somalias erklärte, ihre Soldaten hätten die Islamisten aus Mogadischu vertrieben. Dagegen sagte ein Sprecher der Rebellen, der Rückzug sei rein taktischer Natur. Die Shebab-Miliz kämpft seit Jahren gegen die Regierung, die von internationaler Seite unterstützt wird. So erhalten die somalischen Regierungseinheiten Hilfe von rund 9000 Soldaten der Afrikanischen Union. Die Islamisten kontrollierten bislang den Nordosten der Hauptstadt. Zudem beherrschen sie weite Teile des Südens und des Zentrums von Somalia. Das Land ist wie andere ostafrikanische Staaten auch derzeit von der schlimmsten Hungersnot seit 60 Jahren betroffen.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Etwas Sonne, viele Wolken und immer wieder Regengüsse und Gewitter. Im Osten und Südosten gebietsweise auch längere Aufheiterungen. Die Temperaturen steigen auf Höchstwerte zwischen 20 und 29 Grad. DIE WEITEREN AUSSICHTEN: Am Sonntag im Süden und Osten oft stark bewölkt mit zum Teil kräftigen Regenfällen. Im Nordwesten ein Mix aus Sonne und Wolken und nur einzelne Schauer. Die Maximaltemperaturen liegen bei 18 bis 23 Grad.

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