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Nachrichten

06.06.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die USA haben nach eigenen Angaben einen der größten Erfolge im Kampf gegen den Terrorismus seit der Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden vor gut einem Jahr erzielt. Die Regierung in Washington zeigte sich überzeugt, die "Nummer Zwei" des Terrornetzwerks, Abu Jahja al-Libi, bei einem Drohnenangriff in Pakistan getötet zu haben. Nach inoffiziellen Berichten kam der Terrorist schon am Montag bei einem US-Drohnenangriff in Pakistan um. Aus Kreisen des US-Militärs hieß es, der Luftschlag sei im Stammesgebiet Nord-Waziristan erfolgt. Zuvor hatten pakistanische Geheimdienstmitarbeiter von mindestens 15 Toten berichtet. Es war der dritte amerikanische Drohnenangriff innerhalb von drei Tagen.

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Fünf Monate vor der Präsidentenwahl in den USA haben die Demokraten um Amtsinhaber Barack Obama eine politische Niederlage erlitten. Die Partei scheiterte mit der Abwahl des republikanischen Gouverneurs Scott Walker im Bundesstaat Wisconsin. Die Abstimmung wurde als wichtiger Stimmungstest für die Präsidentenwahl im November eingestuft. Wisconsin zählt zu jenen Staaten, die bei der Präsidentenwahl als entscheidend gelten. Experten gehen davon aus, dass Obama hier gewinnen muss, um den Wiedereinzug ins Weiße Haus zu schaffen.

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Nach beispiellosen Massenprotesten in Russland hat die Staatsduma das Demonstrationsrecht gegen die Führung des Landes um Präsident Wladimir Putin deutlich eingeschränkt. Das von der Kremlpartei Geeintes Russland dominierte Parlament beschloss eine drastische Verschärfung des Versammlungsgesetzes. Kern sind hohe Geldstrafen für Verstöße. Die Oppositionsparteien hatten die Abstimmung mit Hunderten Änderungsanträgen stundenlang verzögert. Die Opposition kritisiert das Gesetz als endgültigen Schritt in den Polizeistaat. Menschenrechtler warnen vor einem Ende der Meinungsfreiheit.

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Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat vor einem durch den Konflikt in Syrien ausgelösten Flächenbrand in der Region gewarnt. Eines der deutschen Ziele im Bemühen um eine Beilegung des Konflikts sei, eine Ausweitung der Gewalt in der Region zu verhindern, sagte Westerwelle bei einem Besuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das Blutvergießen in Syrien müsse daher rasch gestoppt werden, wozu weiterer Druck auf Präsident Baschar al-Assad nötig sei, betonte der Außenminister in Abu Dhabi. Westerwelle hatte zuvor politische Gespräche im Emirat Katar geführt. Nach seinem Aufenthalt in den Vereinigten Arabischen Emiraten will er im türkischen Istanbul an diesem Mittwoch an einem Treffen zu Syrien teilnehmen.

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Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler ist zu einem zweitägigen Besuch nach Saudi-Arabien gereist. Begleitet wird der Vizekanzler von einer mehr als 40 Mitglieder umfassenden Wirtschaftsdelegation. In Riad sind Gespräche mit Regierungsvertretern und Unternehmern geplant. Das ölreichste Land der Welt erlebt zurzeit einen beispiellosen Wirtschaftsboom. Mittlerweile hat sich Saudi-Arabien zum wichtigsten deutschen Absatzmarkt in der arabischen Welt entwickelt. - Amnesty International forderte Rösler auf, bei seinem Besuch in Riad auch Menschenrechtsverletzungen in dem streng islamischen Land anzusprechen. Seit dem Arabischen Frühling habe sich die Lage dort noch einmal verschlechtert, sagte der Generalsekretär der deutschen Amnesty-Sektion, Wolfgang Grenz.

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