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Nachrichten

06.06.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Der Sieger der portugiesischen Parlamentswahl, der Konservative Pedro Passos Coelho, hat die Umsetzung des mit EU und Internationalem Währungsfonds vereinbarten Sparprogramms versprochen. Er wolle alles tun, damit das hochverschuldete Portugal das Vertrauen der Finanzmärkte gewinne, sagte Passos Coelho in Lissabon. Nach Auszählung fast aller Stimmen kommt Passos Coelhos konservativ ausgerichtete Sozialdemokratische Partei auf 39 Prozent der Stimmen. Gemeinsam mit einer anderen konservativen Partei kann der 46-Jährige eine stabile Regierung bilden, da diese über 129 der insgesamt 230 Parlamentssitze verfügen wird. Die bisher regierenden Sozialisten von Ministerpräsident Jose Socrates mussten eine herbe Niederlage einstecken und kommen nur noch auf 73 Sitze. Socrates trat bereits als Parteivorsitzender zurück. Er hatte mit EU und Währungsfonds ein Rettungspaket im Volumen von 78 Milliarden Euro für Portugal ausgehandelt.

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Bei der Präsidentenwahl in Peru zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Linksnationalisten Ollanta Humala und der rechtskonservativen Kandidatin Keiko Fujimori ab. Nach Auszählung von mehr als 80 Prozent der abgegebenen Stimmen liege Humala bei 50,7 Prozent und Fujimori bei 49,3 Prozent, teilte die Wahlkommission in der Hauptstadt Lima mit. Eine Sprecherin betonte dabei, dass zunächst vor allem die großen Städte ausgezählt worden seien. Aus vielen ländlichen Gebieten, die als Bastionen von Humala gelten, seien noch keine Resultate bekannt. Dennoch erklärte sich Humala bereits zum Wahlsieger und feierte mit tausenden Anhängern in Lima. - Keiko Fujimori ist die Tochter des inzwischen im Gefängnis sitzenden peruanischen Ex-Präsidenten Alberto Fujimori. Humala hatte ausdrücklich vor einer Machtergreifung seiner Konkurrentin gewarnt und die Amtszeit ihres Vaters von 1990 bis 2000 als "Diktatur" gebrandmarkt.

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Auf der Suche nach der Quelle des lebensgefährlichen Darmkeims EHEC hoffen die Behörden jetzt auf einen Durchbruch. Experten führen etliche Infektionen auf einen inzwischen geschlossenen Saatgutbetrieb im niedersächsischen Bienenbüttel zurück und warnen vor dem Verzehr von Salatsprossen. Mit ersten Ergebnissen von Proben wird an diesem Montag gerechnet. Das niedersächsische Agrarministerium teilte weiter mit, die Sprossen seien direkt oder über Zwischenhändler an gastronomische Einrichtungen im eigenen Bundesland sowie in Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hessen geliefert worden. Unklar ist, ob der Biobetrieb in Bienenbüttel die alleinige Quelle der EHEC-Infektionen ist. Die Warnung vor dem Verzehr von Gurken, Tomaten und Salat bleibt deshalb bestehen. Die Zahl der EHEC-Todesopfer stieg nach Angaben des Robert-Koch-Instituts auf 21. - Mit EHEC befassen sich in Luxemburg auch die Gesundheitsminister der Europäischen Union.

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Am Jahrestag des Sechstagekriegs von 1967 sind bei Protesten auf den Golanhöhen an der Grenze zu Israel mehrere Palästinenser oder Syrier von israelischen Soldaten erschossen worden. Das syrische Staatsfernsehen berichtete von 23 Toten und mehr als 320 Verletzten, nachdem Demonstranten versucht hatten, die Demarkationslinie nach Israel zu überwinden. Israel beschuldigte Syrien, die Unruhen angestachelt zu haben, auch um von der Unterdrückung im eigenen Land abzulenken. Hunderte palästinensische und syrische Demonstranten wollten mit dem Sturm auf die Grenze an den Ausbruch des Sechstagekriegs am 5. Juni 1967 erinnern, der mit einer arabischen Niederlage und unter anderem der Besetzung der Golanhöhen geendet hatte. --- Bereits im Mai war es zu ähnlichen Protesten an Grenzzäunen gekommen. Damals drangen Hunderte Menschen über die Grenze nach Israel vor. Es gab zahlreiche Todesopfer. ***

Bei einem erneuten US-Drohnenangriff im Nordwesten Pakistans sind nach Behördenangaben mindestens 15 mutmaßliche Aufständische getötet worden. Die Raketen-Attacke habe in der Nähe von Wana, der wichtigsten Stadt im Stammesgebiet Süd-Waziristan, stattgefunden. Süd-Waziristan an der Grenze zu Afghanistan gilt als Rückzugsgebiet für Al-Kaida- und Taliban-Kämpfer. Die Angriffe unbemannter US-Kampfflugzeuge stoßen in der pakistanischen Bevölkerung auf heftige Kritik, weil immer wieder auch Zivilisten unter den Opfern sind. - Am Sonntag starben bei zwei Bombenanschlägen im Nordwesten Pakistans mindestens 24 Menschen. Die Gewalttaten erfolgten vermutlich aus Rache für die Tötung eines Al-Kaida-Anführers durch einen Drohnen-Angriff.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Südwesten ziehen dichte Wolken mit Schauern und Gewittern auf. Im Osten noch längere Zeit freundlich. Mitunter schwül bei Höchstwerten zwischen 20 und 31 Grad. Die weiteren Aussichten: Wolkig mit Aufheiterungen. Insbesondere im Osten Schauer oder Gewitter. Vor allem nach Osten hin sehr schwül.

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