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Nachrichten

06.05.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Vor dem Oberlandesgericht München beginnt am heutigen Montag der Prozess um die Verbrechensserie der Terrorzelle NSU. In einem der größten Strafverfahren der vergangenen Jahrzehnte muss sich die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe unter anderem wegen Mittäterschaft bei zehn Morden verantworten. Zudem legen die Ermittler ihr die Gründung einer terroristischen Vereinigung mit den beiden Haupttätern Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt zur Last, die sich nach ihrer Enttarnung selbst getötet haben. Vier weiteren Angeklagten wird Unterstützung der Terrorzelle beziehungsweise Beihilfe zu deren Taten vorgeworfen. Rund 80 Angehörige und Opfer treten in dem Verfahren als Nebenkläger auf. Der sogenannte Nationalsozialistische Untergrund war jahrelang unentdeckt geblieben. Die Zelle soll zwischen dem Jahr 2000 und dem Jahr 2007 neun Migranten und eine deutsche Polizistin ermordet haben.

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Nach den israelischen Luftschlägen auf Ziele in Syrien wächst die Angst vor einer Eskalation des Konflikts mit unkalkulierbaren Folgen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief zu äußerster Zurückhaltung auf. Zuvor hatte die syrische Regierung eine scharfe Warnung an Israel gerichtet. Bei den Luftangriffen auf drei militärische Einrichtungen in der Nacht zum Sonntag habe es Tote und Verletzte gegeben. Von israelischer Seite hieß es, es seien Waffenarsenale bombardiert worden, die für die israelfeindliche Hisbollah-Miliz im Libanon bestimmt waren. Aus libanesischen Diplomatenkreisen verlautete, bei den Zielen habe es sich um den nordwestlich von Damaskus gelegenen Forschungskomplex Dschamraja, ein nahe gelegenes Waffendepot sowie eine Luftabwehrstellung im westlich der Hauptstadt gelegenen Sabura gehandelt. US-Präsident Barack Obama sprach Israel ausdrücklich das Recht zu, sich vor der libanesischen Hisbollah zu schützen.

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Ungarns Regierungschef Victor Orban hat zum Auftakt der Jahresversammlung des Jüdischen Weltkongresses in Budapest eine harte Linie gegen Antisemiten versprochen. Judenfeindlichkeit sei "untragbar und nicht hinnehmbar", sagte Orban vor den rund 600 Delegierten der Konferenz. Man habe eine moralische Pflicht zur Null-Toleranz gegen Antisemitismus, fügte er hinzu. Seine Regierung suche nach Lösungen zur Bekämpfung von Antisemitismus, der eine Folge der Wirtschaftskrise sei. Zwar begrüßte Israels Energieminister Silvan Schalom die Rede, den Jüdischen Weltkongress konnte Orban damit aber nicht überzeugen. Der Regierungschef sei nicht auf antisemitische oder rassistische Vorfälle in Ungarn eingegangen, hieß es in einer Stellungnahme.

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Bei Straßenschlachten zwischen radikalen Islamisten und Sicherheitskräften sind in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka mindestens 17 Menschen getötet worden. Das berichteten Mitarbeiter von Polizei und Krankenhäusern am Montag. Zehntausende Demonstranten hatten sich am Sonntagabend im Handels- und Finanzviertel der Millionenmetropole verschanzt, ehe die Einsatzkräfte in der Nacht mit Tränengas und Gummigeschossen gegen sie vorrückten. Zuvor hatten Hunderttausende Aktivisten und Unterstützer der islamistischen Organisation Hefajat-e-Islam die Stadt abgeriegelt, um die Einführung eines rigorosen Gesetzes gegen Gotteslästerung zu erzwingen.

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In Frankreich sind zehntausende Gegner der Politik der sozialistischen Regierung von Staatschef François Hollande auf die Straße gegangen. In Paris versammelten sich Anhänger der linken Opposition und protestierten gegen die ihrer Meinung nach zu strikte Sparpolitik der Regierung. In der Hauptstadt sowie in anderen Städten des Landes gingen zudem Gegner der Homo-Ehe auf die Straße. Auf Plakaten forderten die Demonstranten auch eine "Sechste Republik" mit stark beschnittenen Befugnissen des Präsidenten. Präsident Hollande hatte vor genau einem Jahr die Wahl gegen seinen Vorgänger Nicolas Sarkozy gewonnen.

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