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Nachrichten

06.05.2011 - Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Eine Woche nach dem blutigen Anschlag auf ein Touristencafé in der marokkanischen Stadt Marrakesch haben die Behörden drei verdächtige Marokkaner festgenommen. Das Innenministerium teilte mit, ein Mann stehe im Verdacht, die Bombe gebaut zu haben. Er habe Beziehungen zum Terrornetzwerk Al Kaida unterhalten. Die drei Verdächtigen seien in Safi, rund 350 Kilometer südlich von Casablanca, aufgegriffen worden, hieß es. Sie sollen in der Vergangenheit Kämpfer für den Irak rekrutiert haben. Bei dem Anschlag auf das bei Urlaubern beliebte Café waren vor einer Woche 16 Menschen getötet worden, die meisten davon Touristen aus Frankreich, Kanada und den Niederlanden.

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Die Terror-Organisation Al Kaida hat offenbar Anschläge auf den Eisenbahnverkehr in den USA zum 10. Jahrestag der Attentate des 11. September 2001 erwogen. US-Regierungsvertreter sprachen von Hinweisen, dass der getötete Al-Kaida-Chef Osama bin Laden oder Kampfgefährten von ihm Attacken auf Züge geplant hätten. Sie beriefen sich dabei auf Geheimdienstinformationen, die aus bin Ladens Versteck in der pakistanischen Stadt Abbottabad stammten. Die Auswertung der dort sichergestellten Computerdateien und Dokumente ergab der Zeitung "New York Times" zufolge außerdem, dass bin Laden bis zuletzt Terroraktionen von Al Kaida direkt mitorganisiert habe.

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Vier Tage nach der Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden hat US-Präsident Barack Obama der Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 gedacht. Am Ground Zero in New York legte er einen Kranz nieder und kam mit Angehörigen von Opfern zusammen. Es gab am einstigen Standort des World Trade Centers aber keine öffentliche Ansprache. Mitglieder von Bin Ladens Terrornetzwerk hatten vor fast zehn Jahren zwei entführte Flugzeuge in die Zwillingstürme des Centers gesteuert. Rund 2.600 Menschen kamen dabei ums Leben. Beim Besuch einer Feuerwache hatte der Präsident zuvor die Tötung Bin Ladens als eine Botschaft an alle Terroristen bezeichnet, dass die USA die Anschläge niemals vergessen würden. Vor den Toren Washingtons legten Vize-Präsident Joe Biden und Verteidigungsminister Robert Gates einen Kranz am Pentagon nieder, in das Al-Kaida-Terroristen am 11. September 2001 ebenfalls ein Flugzeug gesteuert hatten.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Israelis und Palästinenser zu neuen Friedensverhandlungen aufgefordert. Die Zeit dränge, sagte Merkel nach einem Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Berlin. Dabei machte sie erneut deutlich, dass die Bundesregierung für eine Zwei-Staaten-Lösung ist, die auf dem Verhandlungsweg vereinbart wird. Erwartungsgemäß versagte Merkel damit Abbas die Unterstützung für seinen Plan, im September bei den Vereinten Nationen die Anerkennung eines unabhängigen palästinensischen Staates zu erwirken, ohne vorherige Zustimmung Israels. Zurückhaltend beurteilte Merkel auch das in Kairo formell besiegelte Versöhnungsabkommen zwischen Abbas gemäßigter Palästinenserorganisation Fatah und der radikal-islamischen Hamas. Mit Blick auf die Hamas sagte Merkel, unverzichtbar sei die Anerkennung des Existenzrechts Israels und die Abkehr von Gewaltaktionen. Abbas betonte, dass das von Fatah und Hamas unterzeichnete Versöhnungsabkommen die Friedensgespräche nicht beeinflussen werde.

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Brasilien und Deutschland wollen die Nutzung erneuerbarer Energiequellen vorantreiben. Beim Besuch von Bundespräsident Christian Wulff in Brasilia sprach Staatschefin Dilma Rousseff von einem neuen Kapitel, das man gemeinsam öffnen wolle. Dabei warb sie für den verstärkten Einsatz von Biokraftstoffen in Europa, der in ihrem Land bereits seit langem zum Alltag gehört. Mit Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien und die Olympischen Sommerspiele zwei Jahre später forderte sie Deutschland zu weiteren Investitionen in ihrem Land auf. Wulff kündigte an, dass deutsche Firmen sich am Ausbau und an der Renovierung brasilianischer Stadien beteiligen wollten. Im Anschluss an Brasilia will Wulff São Paulo besuchen. Die Stadt mit ihren mehr als 20 Millionen Einwohnern ist der größte deutsche Industriestandort außerhalb Deutschlands. Brasilien ist die letzte Etappe von Wulffs einwöchiger Lateinamerikareise, die ihn zuvor nach Mexiko und Costa Rica geführt hatte.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viel Sonne. Im Norden, über den Mittelgebirgen und am Alpenrand ziehen immer wieder Mal lockere Wolkenfelder durch. Die Temperaturen erreichen Höchstwerte zwischen 17 und 26 Grad. Die weiteren Aussichten: Auch am Samstag setzt sich das sonnige Hochdruckwetter fort. Mit Höchsttemperaturen von 18 bis 28 Grad wird es noch etwas wärmer als in den vergangenen Tagen.

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