06.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 06.03.2018
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Langsam gesprochene Nachrichten

06.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Dienstag, 6. März 2018 – langsam gesprochen als MP3

Nord- und Südkorea beraten über Gipfeltreffen:

Trotz des Konflikts um das Atomprogramm seines Landes will Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un die Annäherung an Südkorea fortsetzen. Bei Gesprächen mit Sondergesandten des südlichen Nachbarn sei in Pjöngjang eine "zufriedenstellende Vereinbarung" zu einem Treffen mit Präsident Moon Jae In getroffen worden, berichten staatliche Medien des Nordens. Nähere Details wurden nicht genannt. Kim habe Anweisungen gegeben, "praktische Schritte" dafür zu unternehmen. Ein Vertreter des Präsidialamtes in Seoul sagte dagegen der Nachrichtenagentur AFP, es handele sich nicht um eine Vereinbarung, sondern um Diskussionen. Die Gespräche zwischen Kim und den Besuchern aus dem Süden dauerten demnach mehr als vier Stunden. Anschließend sollte die Delegation in die USA reisen, um über das Ergebnis zu berichten.

 

Medien: Russischer Ex-Spion in England möglicherweise vergiftet:

In Großbritannien ist örtlichen Medienberichten zufolge ein ehemaliger russischer Doppelagent möglicherweise vergiftet worden. Bei dem Opfer handele es sich um den 66-jährigen Sergej Skripal, berichtet der Sender BBC. Der Zeitung "The Guardian" zufolge wurde Skripal mit Fentanyl, einem starken Opiat, vergiftet. Die Polizei bestätigte, dass ein Mann im Alter zwischen 60 und 70 Jahren sowie eine Frau zwischen 30 und 40 Jahren auf der Intensivstation der Klinik in Salisbury behandelt würden. Sie seien am Sonntag bewusstlos in einem Einkaufszentrum in der Stadt gefunden worden. Skripal ist ein Ex-Oberst des russischen Militärgeheimdienstes. 2006 wurde er in Russland wegen Spionage für Großbritannien zu 13 Jahren Haft verurteilt. Nach einem Gefangenenaustausch 2010 erhielt er Asyl in Großbritannien. Der Fall erinnert an den Tod des ehemaligen russischen Kreml-Kritikers Alexander Litwinenko, der 2006 in einem Londoner Krankenhaus an einer Poloniumvergiftung starb.

 

UN-Hilfe erreicht Ost-Ghuta - Konvoi nur teilweise ausgeladen:

Erstmals seit der Eskalation der Gewalt im belagerten Ost-Ghuta hat eine große Hilfslieferung die syrische Region erreicht. Einige lebensrettende medizinische Produkte ließ das Regime aber nicht passieren. Die 46 Lastwagen konnten nach Angaben von Hilfsorganisationen und Aktivisten wegen des anhaltenden Beschusses des Rebellengebietes nicht vollständig ausgeladen werden. Der Konvoi brach den Einsatz sicherheitshalber ab und kehrte um. Ost-Ghuta vor den Toren der Hauptstadt Damaskus hat seit Mitte Februar die heftigsten Luftangriffe des Regimes seit Beginn des Syrien-Krieges 2011 erlebt. Zwar gilt in dem Gebiet seit einer Woche eine tägliche mehrstündige Feuerpause, ein Ende der Luftangriffe bewirkte sie aber nicht. Allein am Montag wurden dabei nach Angaben von Menschenrechtlern 68 Zivilisten getötet. Seit 2013 sollen im belagerten Ost-Ghuta etwa 400.000 Menschen eingeschlossen sein. 

 

Prozess gegen Argentiniens Ex-Präsidentin:

Argentiniens Ex-Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner muss sich wegen mutmaßlicher Strafvereitelung im Zusammenhang mit dem Bombenanschlag auf ein jüdisches Zentrum 1994 vor Gericht verantworten. Wie die argentinische Justiz mitteilte, wurde ein Verfahren gegen Kirchner und weitere Kabinettsmitglieder eröffnet. Laut Anklage sollen sie 2013 versucht haben, die internationale Verfolgung der mutmaßlich iranischen Drahtzieher des Attentats zu blockieren. Bei dem Anschlag auf das Zentrum Amia in Buenos Aires waren 85 Menschen getötet worden. Kirchners Regierung unterzeichnete 2013 eine Vereinbarung mit der iranischen Regierung, die allerdings nicht rechtskräftig wurde. Danach hätten Verdächtige nicht in Argentinien, sondern im Iran verhört werden sollen. Es ist bereits die dritte Anklage gegen Kirchner, gegen die auch wegen Betrugs und Korruption ermittelt wird.

 

Senat in Florida will Waffenrecht verschärfen:

Als Reaktion auf das Massaker an einer Schule in Florida mit 17 Todesopfern hat der Senat des US-Bundesstaates einen Gesetzentwurf gebilligt, der das Mindestalter bei Waffenkäufen auf 21 anhebt. Vorgesehen ist auch eine dreitägige Wartezeit bei den meisten Waffenkäufen. Zudem sollen Lehrer künftig Waffen tragen dürfen. Der Entwurf passierte die Kammer mit der knappen Mehrheit von 20 zu 18 Stimmen. Vielen Demokraten geht er nicht weit genug, weil er kein Verbot bestimmter halbautomatischer Gewehre beinhaltet. Der Vorlage muss noch das Repräsentantenhaus Floridas zustimmen. Bei dem Massaker an einer High School in Parkland hatte ein 19-jähriger Ex-Schüler am Valentinstag 14 Jugendliche und drei Erwachsene erschossen. Danach entbrannte eine Debatte über ein schärferes Waffenrecht. Überlebende des Massakers übten mit Protestaktionen erheblichen Druck auf Politiker aus.

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