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Nachrichten

06.03.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:15

Nachrichten von Freitag, 6. März 2015 – langsam gesprochen als MP3

IS zerstört assyrische Ruinenstätte Nimrud:

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat nach Angaben der irakischen Regierung mit der Zerstörung der einzigartigen historischen Stadt Nimrud im Nordirak begonnen. IS-Kämpfer hätten die altorientalische Stadt überrannt und seien nun dabei, sie mit schweren Militärfahrzeugen zu zerstören, berichtete das Altertumsministerium in Bagdad. Der IS beruft sich dabei auf eine Interpretation des Islams, die die bildliche Darstellung von Menschen und Gott verbietet. Nimrud ist eine bedeutende assyrische Ruinenstätte knapp 40 Kilometer südlich der vom IS besetzten Stadt Mossul. Nimrud wurde um 1270 vor Christus gegründet und war zeitweilig die Hauptstadt Assyriens. Ausgrabungen brachten im 19. und 20. Jahrhundert Festungsruinen, Tempelanlagen, Obelisken und reich verzierte Reliefs hervor. Das Altertumsministerium befürchtet nun, die bedeutenden Ruinen für immer zu verlieren.

Korruptionsprozess gegen Vertreter der spanischen Regierungspartei:

Wegen eines Korruptionsskandals in der konservativen Volkspartei (PP) des spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy wird 40 Verdächtigen der Prozess gemacht. Dies ordnete ein Untersuchungsrichter nach fünfjährigen Ermittlungen in Madrid an. Danach müssen drei ehemalige Schatzmeister der PP, zahlreiche Ex-Kommunalpolitiker und Unternehmer auf die Anklagebank. Der Korruptionsskandal gilt als einer der größten in der spanischen Politik. Im Mittelpunkt steht ein Firmennetz, das sich mit Schmiergeldern jahrelang lukrative öffentliche Aufträge in PP-regierten Gemeinden sicherte. Der Richter ordnete an, dass die Beschuldigten eine Sicherheit von insgesamt fast 450 Millionen Euro hinterlegen müssen. Die Staatsanwaltschaft verlangt für den Unternehmer Francisco Correa, die mutmaßliche Schlüsselfigur der Affäre, eine Haftstrafe von mehr als 110 Jahren.

Algerisches Parlament beschließt Gesetz gegen häusliche Gewalt:

In Algerien hat das Parlament trotz der Kritik islamistischer Abgeordneter ein Gesetz beschlossen, das häusliche Gewalt gegen Frauen unter Strafe stellt. Laut dem Gesetz können Männer, die ihre Frauen verletzen, mit bis zu 20 Jahren Haft bestraft werden. Bei Todesfällen können Richter auch lebenslange Haft verhängen. Zudem drohen Ehemännern, die ohne Zustimmung ihrer Frauen auf deren Geld zugreifen, zwei Jahre Haft. Islamistische Politiker kritisierten, das Gesetz verstoße gegen die Prinzipien des Korans und ziele darauf, die Familie zu zerstören. Oppositionelle kritisierten hingegen eine Klausel, die es Frauen erlaubt, den Tätern zu vergeben. Nach Angaben der Polizei sind 58 Prozent der Gewalttaten gegen Frauen in Algerien auf häusliche Gewalt zurückzuführen. Medienberichten zufolge müssen jedes Jahr zwischen 100 und 200 Frauen diese Gewalt mit dem Leben bezahlen.

Alle US-Großbanken bestehen erste Phase des Stresstests:

Die 31 größten US-Banken haben die erste Runde der Stresstests überstanden. Wie die US-Notenbank Fed mitteilte, besitzen die Banken alle mindestens fünf Prozent Kernkapital, um einer Finanzkrise standzuhalten. Auch die US-Tochter der Deutschen Bank bekam das Gütesiegel. Der Fed zufolge schnitten allerdings die drei führenden Investmentbanken Goldman Sachs, JPMorgan Chase und Morgan Stanley mit am schlechtesten ab. Es war aber das erste Mal seit der Einführung der Stresstests 2009, dass auf Anhieb alle Geldinstitute die erste Phase überstanden. Der Test ist eine Konsequenz aus der Finanzkrise, in der Großbanken vom Staat gerettet werden mussten. Regelmäßig geprüft werden die Kredit- und Anleihen-Portfolios der Institute auf ihre Krisenfestigkeit. In einem zweiten Schritt müssen die Banken ihre Pläne zur Auszahlung von Dividenden und Aktienrückkäufen von der Fed absegnen lassen. Auch werden Kriterien zur Beurteilung des Risikomanagements angelegt.

Eklat beim deutschen ESC-Vorentscheid: Sieger verzichtet:

Eklat beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest (ESC) in Hannover: Der Sieger der Zuschauerabstimmung, Andreas Kümmert, erklärte nach seiner Wahl überraschend seinen Verzicht auf die Teilnahme am Finale des Musikwettbewerbs am 23. Mai in Wien. Stattdessen startet nun die Zweitplatzierte, die 24-jährige Hamburgerin Ann Sophie. Der Verzicht Kümmerts ist in der deutschen Geschichte des Wettbewerbs beispiellos. Zur Begründung erklärte der 28-Jährige, Ann Sophie sei viel qualifizierter und geeigneter für die Endausscheidung als er selbst. Der für die Show verantwortliche Norddeutsche Rundfunk wurde von der Entscheidung komplett überrascht. Der Eurovision Song Contest findet in diesem Jahr zum 60. Mal statt. Weil im vergangenen Jahr Conchita Wurst für Österreich gewonnen hat, ist Wien Austragungsort. Der ESC ist mit etwa 120 Millionen Fernsehzuschauern der weltweit am meisten gesehene Musikwettbewerb.

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