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Nachrichten

06.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat den Kampf gegen sein Krebsleiden verloren. Der Linkspolitiker starb nach Regierungsangaben im Alter von 58 Jahren in der venezolanischen Hauptstadt Caracas. Eine öffentliche Trauerfeier soll an diesem Freitag stattfinden. Vize-Präsident Nicolás Maduro übernimmt die Amtsgeschäfte, bis Neuwahlen in 30 Tagen abgehalten werden. Chávez litt seit knapp zwei Jahren an einer Krebserkrankung. Mit seiner Politik der Umverteilung und Verstaatlichung regierte der ehemalige Offizier das ölreiche Land 14 Jahre lang. Mit seinem Tod verliert die Linke in Südamerika einen ihrer bekanntesten und zugleich umstrittensten Wortführer.

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Nach dem Tod von Venezuelas Staatschef Hugo Chávez hat US-Präsident Barack Obama zu "konstruktiven Beziehungen" zwischen beiden Ländern aufgerufen. Venezuela schlage nun ein neues Kapitel in seiner Geschichte auf, sagte Obama in Washington. Die USA seien daran interessiert, mit der Regierung in Caracas in einen konstruktiven Dialog zu treten. Dabei würden die USA ihrem Grundsatz treu bleiben, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte zu fördern. Die Nachricht von Chávez' Tod löste weltweit Betroffenheit aus. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon drückte dem venezolanischen Volk sein Beileid aus. Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff sprach von einem "unersetzlichen Verlust". Bolivien verhängte sieben Tage offizielle Trauer, Kuba und Argentinien drei Tage. Auch Venezuelas Oppositionsführer Henrique Capriles sprach Chávez' Familie sein Mitgefühl aus und zugleich rief er die Bevölkerung zur Geschlossenheit auf.

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Die Zahl der aus dem Bürgerkriegsland Syrien geflüchteten Menschen hat nach Angaben der Vereinten Nationen die Schwelle von einer Million überschritten. UN-Flüchtlingshochkommissar Antonio Guterres sagte in Genf, dass sich die Lage auf eine Katastrophe zubewege. Zu der Million Flüchtlinge kämen noch weitere Millionen Vertriebene in Syrien selbst und Tausende von Menschen, die jeden Tag die Grenzen überquerten. Allein seit Jahresbeginn hätten etwa 400.000 Menschen ihre Häuser verlassen, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk weiter mit. Bei knapp der Hälfte der Flüchtlinge handle es sich um Kinder. Der Bürgerkrieg in Syrien dauert seit zwei Jahren an.

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Der designierte Chef des US-Geheimdienstes CIA, John Brennan, steht kurz vor der Bestätigung durch den Senat. Der Geheimdienstausschuss der Kongresskammer sprach sich klar mit zwölf zu drei Stimmen für Brennan aus. Noch in dieser Woche könnte der Senat im Plenum endgültig grünes Licht geben. Dann hätte Präsident Barack Obama nach Verteidigungsminister Chuck Hagel den zweiten wichtigen Posten für die nationale Sicherheit nach einem schwierigen Bestätigungsverfahren besetzt. Obama hatte Brennan Anfang Januar als Nachfolger von David Petraeus vorgeschlagen, der im November wegen einer außerehelichen Beziehung mit seiner Biografin von der CIA-Spitze zurückgetreten war. Der 57-jährige Brennan arbeitete lange für den Auslandsgeheimdienst. Nach Obamas Wahlsieg war er im Weißen Haus maßgeblich an der Strategie beteiligt, Anhänger des Terrornetzwerks Al-Kaida in Pakistan und im Jemen mit Drohnenangriffen zu bekämpfen.

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In Berlin beginnt an diesem Mittwoch die weltgrößte Reisemesse ITB. Sie gilt als weltweit wichtigster Treffpunkt der Reisebranche. In diesem Jahr ist Indonesien, der bevölkerungsreichste muslimische Staat der Welt, Partnerland der Messe. Zur Messe haben sich mehr als 10.000 Aussteller aus 180 Ländern angemeldet. Schwerpunkte bilden in diesem Jahr zielgruppengenaue Angebote wie etwa für Schwule und Lesben, der umwelt- und sozialverträgliche Tourismus sowie Städtereisen, die zuletzt besonders in Deutschland deutlich zulegten. Vom 6. bis 10. März werden rund 170.000 Gäste erwartet, darunter 110.000 Fachbesucher. Am kommenden Wochenende ist die ITB auch für das breite Publikum geöffnet. Erstmals können Besucher auch Reisen buchen.

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FUSSBALL: Borussia Dortmund steht erstmals seit 15 Jahren wieder im Viertelfinale der Champions League. Der deutsche Meister zog daheim durch ein 3:0 gegen Schachtjor Donezk in die Runde der letzten Acht ein. Beim Achtelfinal-Hinspiel in der Ukraine hatten die Dortmunder ein 2:2 erreicht. Die Führung im Rückspiel erzielte Felipe Santana, Mario Götze erhöhte auf 2:0. Jakub Blaszczykowski traf zum Endstand. Auch der spanische Fußball-Meister Real Madrid zog nach einem 2:1 bei Manchester United ins Viertelfinale ein. Im Achtelfinal-Hinspiel war Spaniens Rekordtitelträger daheim nicht über ein 1:1 gegen den englischen Rekordchampion hinausgekommen. Im Rückspiel aber sorgten Luka Modric und Cristiano Ronaldo mit einem Doppelschlag für den Erfolg. Manchester war durch ein Eigentor von Real-Kapitän Sergio Ramos in Führung gegangen, verlor aber acht Minuten später Nani durch eine Rote Karte.

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