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Nachrichten

06.03.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TRIPOLIS: In Libyen gehen die Einheiten der noch zu Machthaber Gaddafi haltenden Streitkräfte weiter mit Gewalt gegen die Gegner des Regimes vor. Wie die Nachrichtenagentur AP meldet, bombardierte die Luftwaffe nahe der Küstenstadt Sirte Widerstandskämpfer. Sirte ist eine Hochburg der Anhänger Gaddafis. Weiter in der Hand des Machthabers ist auch die Hauptstadt Tripolis. Die Gegner des Diktators haben in den vergangenen Wochen aber mehrere Städte einnehmen können. Dazu gehört Bengasi im Osten des Landes. Auch der wichtige Ölhafen von Ras Lanuf wird inzwischen von Gegnern Gaddafis kontrolliert. Der von den Widerstandskämpfern gebildete Nationalrat appellierte an die internationale Staatengemeinschaft, eine Flugverbotszone über Libyen einzurichten. Gaddafi müsse daran gehindert werden, weiter Zivilisten zu bombardieren.

BERLIN: Außenminister Westerwelle hat weitere Sanktionen gegen das Regime des libyschen Staatschefs Gaddafi und eine Sitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen gefordert. Die Sanktionen, die bisher beschlossen worden seien, reichten nicht aus, sagte der FDP-Chef der "Welt am Sonntag". So müssten beispielsweise die Geldflüsse unterbunden werden, meinte der Außenminister. Das Handeln der internationalen Gemeinschaft müsse durch den UN-Sicherheitsrat autorisiert werden.

GABES: Drei Schiffe der deutschen Marine sind in der Nacht zum Sonntag mit mehr als 400 Libyen-Flüchtlingen an Bord von Tunesien aus in Richtung Ägypten aufgebrochen. Dies teilte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr mit. Die Fregatten "Brandenburg" und "Rheinland-Pfalz" sowie das Versorgungsschiff "Berlin" verließen den tunesischen Mittelmeer-Hafen Gabes und nahmen Kurs auf die ägyptische Hafenstadt Alexandria. Dort werden sie in drei Tagen erwartet.

BAGDAD: Bei einem Bombenanschlag im Süden des Irak sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Zahlreiche wurden verletzt als in der Stadt Basra ein Sprengsatz in der Nähe eines Busses explodierte. Ziel des Anschlags sei eigentlich ein US-Militärkonvoi gewesen, erklärte ein Behördensprecher. Unter den Opfern seien viele Kinder.

DUBLIN: In Irland haben die Mitte-Rechts-Partei Fine Gael und die Labour-Partei vereinbart, eine Koalition zu bilden. Der Fine Gael-Vorsitzende und designierte Premierminister Kenny bestätigte in Dublin, man habe eine Einigung erzielt. Nach dem deutlichen Wahlsieg der Opposition galt ein Bündnis zwischen Fine Gael und Labour als wahrscheinlich. Der bisherige Premier Cowen war Ende Februar von den Wählern für den Umgang mit der Banken- und Schuldenkrise abgestraft worden. Kenny will nun die Europäische Union überzeugen, die Auflagen zu lockern, die Irland erfüllen muss. Irland hatte von der EU und dem Internationalen Währungsfonds ein 85 Milliarden Euro schweres Rettungspaket erhalten, um seine angeschlagenen Banken zu retten.

TALLIN: In Estland wird ein neues Parlament gewählt. In dem kleinen baltischen Staat sind rund 900.000 Bürger zur Wahl aufgerufen. Es gilt als sicher, dass der bisherige Ministerpräsident Ansip erneut eine Mehrheit für seine Mitte-rechts-Regierung erhält. Ansip will durch Sparmaßnahmen das Haushaltsdefizit in den Griff bekommen. Die Arbeitslosigkeit in Estland liegt bei 14 Prozent.

WASHINGTON: Das US-Militär hat erneut ein Mini-Raumschiff zu einem Testflug ins All geschickt. Das knapp neun Meter lange "Space Plane" soll die Erde in einer relativ flachen Umlaufbahn für bis zu 270 Tage umkreisen. Die US-Luftwaffe hält sich bedeckt über die genauen Aufgaben des Weltraumgleiters. Es würde neue Satellitentechnik getestet, hieß es.

TOKIO: Mit 300 Kilometern pro Stunde hat der japanische Hochgeschwindigkeitszug "Hayabusa" (Falke) seine Jungfernfahrt absolviert. Das neueste Modell des Shinkansen verbindet Tokio künftig zwei Mal täglich mit der Stadt Aomori im Norden der japanischen Hauptinsel Honshu. Für die 675 Kilometer braucht der futuristische Zug nur gut drei Stunden. Bisher fuhren dort keine Hochgeschwindigkeitszüge, nun wird die Insel verstärkt als Ausflugsziel beworben. Im nächsten Jahr soll „Hayabusa“ ein Tempo von 320 Kilometer pro Stunde erreichen und damit der schnellste Zug des Landes werden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach der Auflösung von Nebel in fast ganz Deutschland viel Sonnenschein. Nur in den Mittelgebirgen auch einige Wolken. Höchstwerte zwischen einem und acht Grad. Am Vormittag meldeten: Hamburg: minus 1 Grad, wolkenlos; Berlin: 0 Grad, wolkenlos: Dresden: minus 2 Grad, wolkig; Köln/Bonn: 2 Grad, wolkig;

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