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Nachrichten

06.02.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutze die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Trotz des zunehmenden Drucks auf die griechische Regierung, weitere Sparmaßnahmen zu beschließen, steht eine Zustimmung zu zentralen Forderungen der Troika aus EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds weiter aus. Ministerpräsident Lukas Papademos und die Spitzen der Parteien, die seine Regierung unterstützen, konnten sich bei Gesprächen in Athen vorerst nur auf Kürzungen im Umfang von etwa drei Milliarden Euro einigen. Wie diese genau aussehen sollen, ist noch unklar. Die Gespräche sollen an diesem Montag fortgesetzt werden. Die Troika verlangt im Gegenzug für ein neues Rettungspaket eine Unterstützung der geplanten Sparmaßnahmen durch alle großen Parteien. Gleichzeitig laufen derzeit Verhandlungen mit den privaten Gläubigern Griechenlands über einen Schuldenschnitt. Auch hier gibt es offenbar noch keinen Durchbruch.

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Nach dem Scheitern der Syrien-Resolution im Weltsicherheitsrat will der Westen noch entschlossener für ein Ende der Gewalt in dem Land eintreten. Die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton kündigte an, die USA würden gemeinsam mit ihren Partnern ihre Anstrengungen zur Unterstützung der syrischen Protest-Bewegung verdoppeln. Nach den Worten des französischen Außenministers Alain Juppé wird die Europäische Union die Sanktionen gegen die syrische Führung weiter verschärfen und der Opposition helfen, sich zu organisieren. Juppés deutscher Amtskollege Guido Westerwelle forderte ebenfalls, den politischen Druck auf das Regime von Präsident Baschar al-Assad zu erhöhen. Ein von Marokko eingebrachter Resolutionsentwurf gegen Syrien war am Samstag von den UN-Vetomächten Russland und China blockiert worden. Dies stieß international auf scharfe Kritik.

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China hat seinen Fluggesellschaften die Beteiligung am europäischen Emissionshandel untersagt. Fluglinien aus China dürften ohne Genehmigung der Regierung keine zusätzlichen Steuern oder Abgaben zahlen, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua die Behörde für zivile Luftfahrt. - Seit dem 1. Januar sind alle in Europa startenden und landenden Fluggesellschaften dazu verpflichtet, sich am Handel mit Schadstoffzertifikaten zu beteiligen. Damit soll der Ausstoß klimaschädlicher Gase reduziert werden. Neben China lehnen auch weitere Länder wie Indien, Russland und die USA die EU-Maßnahme ab, die ihrer Ansicht nach gegen internationales Recht verstößt.

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Die israelische Regierung hat nach Einschätzung von US-Präsident Barack Obama noch keinen konkreten Plan gefasst, den Iran anzugreifen. Er glaube nicht, dass eine solche Entscheidung gefallen sei, sagte Obama im US-Fernsehen. Bis sich der Iran von seinem Atomprogramm abwende, werde Israel aber weiterhin sehr besorgt sein, ebenso wie die USA. Obama betonte, er hoffe weiter auf eine diplomatische Lösung des Atomstreits. US-Verteidigungsminister Leon Panetta rechnet dagegen nach Presse-Informationen mit einem militärischen Vorgehen Israels. Die "Washington Post" meldet, Panetta gehe von einer hohen Wahrscheinlichkeit aus, dass es zwischen April und Juni dieses Jahres einen Angriff auf den Iran geben werde. Damit wolle Israel verhindern, dass Teheran Atomwaffen fertigstelle und unterirdische Uranlager anlege, die nicht attackiert werden könnten, schreibt das Blatt weiter.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel und zahlreiche Mitglieder ihres Kabinetts reisen an diesem Montag zu Beratungen mit der französischen Regierung nach Paris. Im Mittelpunkt der Gespräche mit Präsident Nicolas Sarkozy und seinen Ministern steht eine künftig engere Zusammenarbeit beider Länder in der Finanz- und Wirtschaftspolitik. Dabei geht es unter anderem um die geplante Angleichung der Unternehmensbesteuerung. Weitere Themen sind die Eindämmung der Euro-Schuldenkrise, die Lage in Syrien und der Atomstreit mit dem Iran. Im Anschluss an das Treffen wollen Merkel und Sarkozy ein gemeinsames Fernsehinterview geben.

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Queen Elizabeth II. hat sich anlässlich des 60. Jahrestages ihrer Thronbesteigung schriftlich bei ihrem Volk bedankt. Sie und ihren Ehemann Prinz Philip hätten die vielen lieben Botschaften zu ihrem Thronjubiläum "tief bewegt", schrieb die Queen in einer Botschaft an die Menschen in Großbritannien. Sie hoffe, dass das Jahr eine Zeit der Dankbarkeit "für die großen Fortschritte" seit ihrer Thronbesteigung sein werde. Großbritannien wird das Thronjubiläum im Laufe des Jahres mit einer Reihe von regionalen, nationalen und internationalen Veranstaltungen begehen. Die Queen selbst wird ihr Thronjubiläum erst im Juni gebührend feiern. Der eigentliche Jahrestag am 6. Februar war für sie stets ein Tag der Trauer, weil an diesem Tag ihr Vater, König George VI., starb.

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