06.01.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 06.01.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Langsam gesprochene Nachrichten

06.01.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:40

Nachrichten von Samstag, 6. Januar 2018 – langsam gesprochen als MP3

Iran-Debatte im UN-Sicherheitsrat:

Die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley hat die Führung im Iran davor gewarnt, die friedlichen Proteste im eigenen Land zu unterdrücken. Die Welt beobachte, was der Iran unternehme, warnte Haley in einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats. Haley rief die Regierung im Iran auf, die Stimme des iranischen Volkes nicht mehr zu zensieren und den Zugang zum Internet wiederherzustellen. Mehrere Vertreter der 15 Staaten im höchsten UN-Gremium schlossen sich Haley grundsätzlich an. Frankreichs Botschafter François Delattre sagte jedoch, dass Eingriffe der Weltgemeinschaft derzeit nicht notwendig seien. Der Dialog mit Teheran sei unabdingbar und auch am internationalen Atomabkommen müsse festgehalten werden, so Delattre.

 

Wieder Kämpfe im Südsudan:

Die seit Weihnachten geltende Waffenruhe im Bürgerkriegsland Südsudan ist erneut gebrochen worden. Bei Kämpfen in der Nähe der Hauptstadt Juba wurden nach Polizeiangaben mindestens acht Soldaten und fünf Zivilpersonen getötet. Aus Furcht vor einer neuen Mobilisierung ordnete die Regierung eine vorübergehende Abschaltung des mobilen Internets an. Die US-Botschaft verhängte angesichts der Kämpfe zunächst bis Montag eine für Mitarbeiter geltende nächtliche Ausgangssperre. Der ölreiche Südsudan erlangte 2011 die Unabhängigkeit vom Sudan. Ende 2013 brach ein Bürgerkrieg zwischen den Anhängern von Präsident Salva Kiir vom Volk der Dinka und den Truppen seines früheren Stellvertreters Riek Machar vom Volk der Nuer aus.

 

Twitter gegen Löschung von Konten ranghoher Politiker:

Der Kurznachrichtendienst Twitter will Konten oder Tweets von Staats- und Regierungschefs auch bei umstrittenen Äußerungen nicht löschen. Derartige Politiker hätten einen besonderen Status, teilte Twitter mit und wehrte sich damit gegen Forderungen, das Konto von US-Präsident Donald Trump stillzulegen. Würden die strittigen Aussagen gelöscht, würden wichtige Informationen zurückgehalten, welche die Menschen erfahren und über die sie debattieren müssten, erklärte das Unternehmen. - Die Erklärung von Twitter erfolgte wenige Tage nach einem umstrittenen Tweet Trumps, in dem er auf den Einsatz von US-Atomwaffen anspielte. Dies löste Kritik an dem Kurzbotschaftendienst aus, wonach dieser Gewaltandrohungen zulasse.

 

Macron: Derzeit keine Chance für EU-Beitritt der Türkei:

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron sieht derzeit keine Chance für EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Die "jüngsten Entwicklungen und Entscheidungen" in der Türkei ließen "keinerlei Fortschritt beim begonnenen Prozess zu", sagte Macron bei einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Paris. Hinsichtlich des Schicksals inhaftierter Journalisten und Wissenschaftler zeigte sich Macron besorgt und forderte Erdogan zur Einhaltung des Rechts auf. "Die Demokratien müssen die Rechtsstaatlichkeit vollkommen schützen", so Macron.

 

Katalanischer Separatistenführer Junqueras bleibt in U-Haft:

Der von Madrid abgesetzte katalanische Vizepräsident Oriol Junqueras bleibt in Haft. Die Richter der Berufungskammer von Spaniens Oberstem Gericht lehnten eine Haftentlassung einstimmig ab. Der einstige Stellvertreter des ebenfalls abgesetzten Regionalpräsidenten Carles Puigdemont sitzt seit Anfang November wegen seiner Mitwirkung an der katalanischen "Rebellion" in der Nähe von Madrid hinter Gittern. - Bei der katalanischen Parlamentswahl am 21. Dezember errang er ein Abgeordnetenmandat, das er nun nicht annehmen kann. Auch sieben weitere gewählte Abgeordnete, unter ihnen der im belgischen Exil lebende Puigdemont, werden ihr gewonnenes Mandat wohl an Nachrücker abgeben müssen, da sie entweder im Gefängnis sitzen oder ins Ausland geflüchtet waren.

 

Nordkorea glaubt an Olympia-Teilnahme:

Nordkorea wird nach Angaben seines Vertreters beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) "wahrscheinlich" an den Olympischen Winterspielen in Südkorea teilnehmen. Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Pjöngjangs IOC-Vertreter Chang Ung äußerte sich demnach bei einem Zwischenstopp am Flughafen von Peking. Zum Jahresbeginn war Bewegung in den Konflikt zwischen Nord- und Südkorea gekommen, nachdem der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un in seiner Neujahrsansprache Dialogbereitschaft mit dem Süden signalisiert hatte. Der Chef des Organisationskomitees der Winterspiele, Lee Hee Beom, hatte am Mittwoch gesagt, Südkorea sei gut vorbereitet auf eine Teilnahme nordkoreanischer Sportler.

 

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema