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Nachrichten

06.01.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:29

Nachrichten von Mittwoch, 6. Januar 2016 – langsam gesprochen als MP3

Mutmaßlicher Atomtest Nordkoreas stößt auf Kritik:

Nordkorea hat nach eigenen Angaben erstmals eine Wasserstoffbombe getestet. Der Test sei "erfolgreich" verlaufen, verkündete ein Nachrichtensprecher im staatlichen Fernsehen. Die USA, Südkorea und Japan reagierten empört. Im kommunistischen Bruderland China betonte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua, der Test laufe dem Ziel einer atomaren Abrüstung entgegen. Der UN-Sicherheitsrat will noch heute zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen. Die USA bezweifeln offenbar die Angaben aus Pjöngjang. Ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates sagte in Washington, derzeit könne man diese nicht bestätigen. Das international weitgehend isolierte kommunistische Regime in Nordkorea hatte bereits in den Jahren 2006, 2009 und 2013 Atomwaffentests unternommen und damit jedes Mal internationale Empörung ausgelöst. Der UN-Sicherheitsrat verschärfte nach jedem Test die Sanktionen gegen das Land.

Gewerkschaft verärgert über Kritik von de Maizière:

Nach den massenhaften sexuellen Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière die Arbeit der Polizei scharf kritisiert. Es sei unverständlich, dass erst der Vorplatz des Bahnhofs geräumt worden und es später dort zu Übergriffen gekommen sei. Danach habe man auf Anzeigen "gewartet", warf der Minister der Polizei vor. Die Deutsche Polizeigewerkschaft wies den Tadel scharf zurück. Es sei kein guter Stil des Ministers, die Kritik in aller Öffentlichkeit vorzubringen. An vielen Bahnhöfen sei die Polizei wegen Personalmangels massiv unterrepräsentiert. An Silvester kam es rund um den Kölner Hauptbahnhof und den benachbarten Dom zu einer Serie von Diebstählen und zahlreichen sexuellen Übergriffen auf Frauen. Nach Polizei-Angaben lagen bis Dienstag 90 Strafanzeigen vor.

Kanzleramt wegen verdächtiger Postsendung abgesperrt:

Die Polizei hat am Mittwochmorgen das Bundeskanzleramt wegen einer verdächtigen Postsendung abgesperrt. Bei der routinemäßigen Überprüfung der eintreffenden Sendungen habe es Auffälligkeiten gegeben, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Nähere Details nannte er nicht. Bis zur Aufklärung des Sachverhalts sollte die Absperrung aufrecht erhalten bleiben. Der Zugang und die Arbeitsfähigkeit des Amts waren weiterhin gewährleistet. Das Gebäude wurde nicht geräumt. Von der Bundesregierung gab es bislang keine Stellungnahme. Die reguläre Kabinettssitzung am Vormittag sollte aber stattfinden, hieß es.

Heftiger Widerstand gegen Obamas Waffenrechtsreform:

Die US-Waffenlobby National Rifle Association (NRA) und prominente Republikaner haben Präsident Obamas Pläne zur Verschärfung des Waffenrechts scharf kritisiert. Obamas Vorgehen grenze an Machtmissbrauch und solle Waffenbesitzer zu "Sündenböcken" machen, erklärte ein NRA-Vertreter. Kongress-Abgeordnete der republikanischen Partei nannten Obamas Alleingang einen Bruch der Verfassung. Wie die NRA kündigten sie rechtliche Schritte an. Auch die republikanischen Bewerber im Präsidentschaftswahlkampf Jeb Bush und Ted Cruz lehnten das Vorhaben Obamas vehement ab. Angesichts des Widerstands aus dem Kongress will der Präsident in seinem letzten Amtsjahr die geltenden Waffengesetze per Exekutivanordnung verschärfen. Kern von Obamas Maßnahmenpaket ist eine bessere Überprüfung von Schusswaffenkäufern.

US-General: IS verliert ein Drittel seiner Gebiete:

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" hat nach Angaben der von den USA angeführten Militärallianz rund 30 Prozent ihrer ursprünglich kontrollierten Gebiete in Syrien und dem Irak wieder verloren. Wie der Sprecher der Allianz in Bagdad mitteilte, seien im Irak 40 Prozent des IS-Territoriums zurückerobert worden, in Syrien um die 20 Prozent. Die Dschihadistenmiliz hatte im Sommer 2014 große Teile beider Länder erobert. Die US-geführte Allianz bekämpft die Islamisten im Irak und in Syrien aus der Luft. Im Nordirak kämpfen die kurdischen Peschmerga gegen den IS, in anderen Landesteilen die irakische Armee und schiitische Milizen. In Syrien fliegt seit Ende September zudem auch Russland Luftangriffe.

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