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Langsam gesprochene Nachrichten

05.12.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:43

Nachrichten von Dienstag, 5. Dezember 2017 – langsam gesprochen als MP3

Gabriel fordert neue Politik Deutschlands gegenüber den USA:

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel will die deutsche US-Politik neu justieren. Die USA kämen unter ihrem Präsidenten Donald Trump ihrer Rolle als weltpolitische Gestaltungskraft nur noch "geschwächt" nach, kritisierte der SPD-Politiker laut einem der "Süddeutschen Zeitung" vorliegenden Manuskript für eine Grundsatzrede, die er an diesem Dienstag beim Berliner Forum Außenpolitik der Körberstiftung halten will. Deutschland müsse künftig selbstbewusster seine Interessen vertreten. "Wir müssen selbst unsere Positionen beschreiben und notfalls rote Linien ziehen - unter Partnern, aber an unseren eigenen Interessen orientiert."

 

Oberster Gerichtshof billigt zunächst Trumps Einreiseverbot:

Weiterer Etappenerfolg für US-Präsident Donald Trump im erbitterten Rechtsstreit um seine Einreiserestriktionen: Das Oberste Gericht setzte die jüngste Version seines Dekrets vollumfänglich in Kraft. Allerdings gilt die Entscheidung nur vorübergehend, bis über die noch laufenden Berufungen gegen den Erlass entschieden ist. Das Oberste Gericht will sich also noch eingehender mit dem Thema befassen. Trump hatte die dritte Fassung des Dekrets am 25. September in Kraft gesetzt. Es enthält Einreisebeschränkungen für Bürger der mehrheitlich muslimischen Staaten Iran, Jemen, Libyen, Somalia, Syrien und Tschad. Zudem wird allen Bürgern von Nordkorea und Regierungsvertretern aus Venezuela die Einreise untersagt. Bundesrichter in den Bundesstaaten Hawaii und Maryland setzten das Dekret großenteils außer Kraft. Trump begründet die Maßnahmen vor allem mit dem Schutz gegen Terrorgefahren, seine Kritiker sehen darin eine Diskriminierung.

 

Kein Durchbruch bei Brexit nach Spitzentreffen in Brüssel:

Ein Spitzentreffen zwischen der britischen Premierministerin Theresa May und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in Brüssel hat keinen Durchbruch in den Brexit-Fragen gebracht. Beide kündigten weitere Beratungen an, um die erste Phase der Austrittsverhandlungen abschließen zu können. Dabei zeigten sie sich "zuversichtlich", bis Ende der Woche zu einem greifbaren Ergebnis zu kommen. Eine Einigung scheiterte offenbar vor allem an der künftigen Gestaltung der Grenze zwischen Irland und Nordirland. Die Staats- und Regierungschefs der verbleibenden 27 Mitgliedstaaten wollen beim EU-Gipfel nächste Woche entscheiden, ob es "ausreichende Fortschritte" bei den drei wichtigen Austrittsfragen gibt. Dies sind die künftigen Rechte der EU-Bürger in Großbritannien, die Finanzforderungen an London und die Nordirland-Frage.

 

EU-Finanzminister wollen "Schwarze Liste" mit Steueroasen beschließen:

Die EU-Finanzminister wollen an diesem Dienstag in Brüssel erstmals eine gemeinsame Liste mit Steueroasen verabschieden. Auf der "Schwarzen Liste" werden nach Angaben aus EU-Kreisen voraussichtlich zehn bis zwanzig Länder und Gebiete stehen, die gegen Standards einer fairen Steuerpolitik verstoßen. Der geschäftsführende Bundesfinanzminister Peter Altmaier sagte, er erhoffe sich "ein klares Signal gegen Steuerbetrug und Steuerumgehung". Die EU arbeitet schon seit April 2016 an der Liste, nachdem über die "Panama Papers" weltweit verbreitete Praktiken zu Steuerflucht und -vermeidung enthüllt wurden. Sanktionen sind vorerst nicht vorgesehen - die EU setzt auf die "Prangerwirkung" durch die Aufnahme in die Liste. Bei dem Ministertreffen geht es zudem um die Besteuerung von Digitalkonzernen sowie das Thema Online-Mehrwertsteuerbetrug.

 

Ranghoher UN-Vertreter Feltman reist nach Nordkorea:

Der UN-Untergeneralsekretär Jeffrey Feltman reist für politische Gespräche nach Nordkorea. Feltman werde von Dienstag bis Freitag in der Hauptstadt Pjöngjang sein, teilten die Vereinten Nationen in New York mit. Nordkorea habe den UN-Diplomaten im September am Rande der UN-Vollversammlung eingeladen. Feltman werde mit dem Außenminister und anderen Vertretern des Landes "Themen von gemeinsamem Interesse und gemeinsamer Sorge" besprechen. Ein Treffen mit Machthaber Kim Jong Un sei derzeit nicht geplant. Erst am Mittwoch hatte Nordkorea eine Interkontinentalrakete getestet, die angeblich das gesamte US-Territorium erreichen kann. 

 

Bundesweite Razzien wegen Hamburger G20-Krawallen:

Fünf Monate nach den schweren Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg haben Ermittler in mehreren Bundesländern Wohnungen von Linksautonomen durchsucht. Wie die Hamburger Polizei mitteilte, geht es um den Verdacht des schweren Landfriedensbruchs. Laut der Zeitung "Die Welt" ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen 21 Männer und Frauen, die bei dem Gipfel im Juli an gewaltsamen Aktionen in der Hamburger Straße Rondenbarg beteiligt gewesen sein sollen. 

 

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